Inline-Skates und Protektoren Test

Preiswerte Skates haben aufgeholt. Beispiel: Crazy Creek S 1220. Der billigste gute Skate im Test kostet nur 80 Euro. Kauftipp für preisbewusste Einsteiger. Vier Frauen und vier Männer sind probegefahren. Im Test: 14 Inlineskates und sechs Protektorensets. Preise: 55 bis 315 Euro für die Inlineskates, 17 bis 45 Euro für die Protektoren. Übrigens: Die Saison 2002 bringt wenig Neues; in den Ladenregalen liegen noch Modelle der vergangenen Saison. Vorteil: Viele Händler reduzieren die Preise.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Inlineskates

Keine Innovationen

Skaten ist in: Mehr als zehn Millionen Menschen fahren in ihrer Freizeit auf Rollen ab. Inlineskates sind ausgereift: Passform und Tragekomfort wurden in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Vor allem preiswerte Skates haben aufgeholt. Mit dem Crazy Creek S 1220 fährt jetzt ein Billigmodell vorne mit. Preis: 80 Euro. Laufeigenschaften, Handhabung und Haltbarkeit: gut. Viel Neues gibt es nicht in der Saison 2002. Die Hersteller setzen stärker auf Alu- statt auf Kunststoffschienen. Ansonsten gilt: Keine Experimente und keine Innovationen. Gute Inlineskates mit 4 Rollen in bekannter Bauform sind angesagt.

Rollerblade, Salomon und K2 vorn

Favorit der Testläufer waren die Rollerblade-Modelle EVO 08 für 180 Euro und Core 07 für 230 Euro. Ihr Nachteil: Die Schaftschnallen verschleißen zu schnell. Haltbarkeit nur befriedigend. Deshalb fahren der Salomon XTR Pulse und der K2 Xcelerate an die Spitze: Das sind Allrounder mit durchweg guten Noten. Preis: 230 und 220 Euro. Die Rennmaschine im Test heißt K2 Mod 10. Der schnellste Skate ist gut geeignet für sportliche Fahrer auf längeren Touren. Nachteil: Der Mod 10 hat einen längeren Bremsweg. In Kurven fährt er sich etwas steif. Nichts für Anfänger und gemütliche Naturen.

Bruch bei K2 Synchro

Von K2 kommt auch der Pechvogel im Test: der K2 Synchro für 150 Euro. Gute Laufeigenschaften, sehr gute Handhabung und ein attraktiver Preis: Dieser Skate wäre vorne mitgefahren. Doch beim Schlagtest im Labor brach die Bremshalterung. Haltbarkeit nur ausreichend. Der Skate fiel auf den letzten Platz zurück. Schade. Enttäuscht haben auch die Protektoren. Handgelenk- Ellenbogen- und Knieschützer sollen Stöße abfangen und vor Schürfwunden schützen. Nur zwei von sechs getesteten Sets erfüllten die Aufgabe gut: Rollerblade EVO Gear 3 Pack und Hudora Biomechanisches Protektorenset. Die anderen Modelle haben zuviele Schwachpunkte beim Unfallschutz. Trotzdem gilt: Auch ausreichende Protektoren sind besser als gar keine.

Nur auf dem Gehweg

Inlineskater dürfen nur auf dem Gehweg fahren. Das hat der Bundesgerichtshof BGH im März 2002 entschieden. Auf dem Gehweg ist Schrittgeschwindigkeit angesagt. Außerhalb von Ortschaften müssen Skater wie Fußgänger auf die linke Fahrbahnseite. Straßen und Radwege sind tabu. So ist kein Skate-Sport möglich. Der BGH hat deshalb eine gesetzliche Neuregelung gefordert. Bis dahin bleiben dem ambitionierten Inlineskater nur private Gelände und eigens eingerichtete Skate-Wege – wenn er sich legal bewegen will.

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