Inkontinenz­windeln Kasse muss nicht für Entsorgung aufkommen

0
Inkontinenz­windeln - Kasse muss nicht für Entsorgung aufkommen
Für Müll­gebühren muss eine Krankenkasse nicht aufkommen. © Thinkstock

Die Kosten für die Entsorgung von Inkontinenz­windeln von Erwachsenen muss eine Krankenkasse nach einem Urteil des Bundes­sozial­gerichts nicht über­nehmen (Az. B 3 KR 4/17 R). Eine Kasse bezahlte einem inkontinenten Mitglied die Windeln. Für die Entsorgung bestellte er eine größere Müll­tonne, die 60 Euro mehr im Jahr kostete. Er forderte die Krankenkasse auf, dafür aufzukommen, weil sie etwa auch die Strom­kosten für einen Elektro-Akku-Roll­stuhl über­nehme. Die Richter sahen in den Strom­kosten aber eine Versorgungs­leistung, um den bestimmungs­gemäßen Gebrauch eines Hilfs­mittels sicher­zustellen. Die Entsorgung von Windeln sei keine Versorgungs­leistung.

Tipp: Im Früh­jahr 2017 hat die Stiftung Warentest Inkontinenzwindeln für Erwachsene getestet – darunter teure Herstel­lerprodukte und güns­tige Kassen­produkte. Neunmal vergaben die Tester die Note gut. Vor allem teure Einmalhosen über­zeugen. Auch die Beratung zum Thema Inkontinenz haben wir getestet. Trauriges Fazit: Es ist kein Verlass auf Profis.

0

Mehr zum Thema

  • Ärzt­licher Eingriff Ihr Anspruch auf eine zweite Meinung

    - Kassenpatienten haben immer Anspruch auf eine zweite Arzt­meinung. Ein spezielles Zweitmeinungs­verfahren gibt es nur bei bestimmten Eingriffen, etwa am Kniegelenk.

  • Gesund­heits­unter­suchung Check-Up Regel­mäßig zum Arzt

    - Gesetzlich Kranken­versicherte ab 35 Jahren haben Anspruch auf eine regel­mäßige Gesund­heits­unter­suchung, oft auch Check-Up genannt. test.de erklärt die Regelung.

  • Kranken­versicherung für Rentner So sind Sie im Alter günstig versichert

    - Wie viel ein Mensch im Ruhe­stand für die Kranken­versicherung zahlt, hängt auch davon ab, wie er oder sie im Berufs­leben versichert war. Das heißt: Wer sich im...

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.