Diagnose: Fragen, tasten, messen

Mithilfe verschiedener Untersuchungen, die aufeinander aufbauen, lässt sich bestimmen, welche Art der Harninkontinenz vorliegt.

  • Anamnese: Ausführliches Gespräch über die medizinische Vorgeschichte, zum Beispiel gynäkologische Probleme, Geburten, Blasen- oder Darmer­kran­kungen. Vor dem Arzttermin Trinkmenge und Toilettengänge aufzeichnen (Miktionsprotokoll).
  • Urindiagnostik: Hinweise auf Infektionen und andere Erkrankungen.
  • Gynäkolgische Untersuchung: Beckenboden-Kontraktionskraft wird ertastet, die Vaginalschleimhaut begutachtet. Eventuell Ultraschalluntersuchung von Blase und Harnröhre.

Spezielle Untersuchungen können sich anschließen:

  • Reflex- und Sensibilitätstest: Hinweise auf neurologische Ursachen.
  • Urodynamische Untersuchung: Speicher- und Entleerungsfunktion der Blase wird getestet. Wie viel Flüssigkeit passt in die Blase? Wie reagiert die Blasenmuskulatur? Wann kommt es zum Harndrang? Wie sieht der Ruhe- und der Belastungsdruck der Harnröhre aus? Ergänzend kann eine Spiegelung der Harnröhre und der Blase erfolgen.

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