Inkasso Meldung

Inkasso. Die meisten brauchen dann fachlichen Rat.

Böse Post von einem Inkassobüro? Oft ist das blanker Betrug. Mit einem Online-Check der Verbraucherzentralen (VZ) lässt sich prüfen, ob der Brief rechtens ist.

Verbotene Panikmache

Wild-West-Methoden bescheinigen Verbraucherschützer vielen Firmen in der Inkassobranche. Da wird böse gedroht und einge­schüchtert: mit Schufa-Einträgen, Gehalts­pfändung, Gerichts­voll­zieher, Haus­besuch oder sogar Haft. Einige Schreiben werfen den Empfängern „Einge­hungs­betrug“ vor, rot unter­strichen mit „Vorsicht! Betrugs­verdacht“ und dem Verweis auf schlimme Folgen nach Strafgesetz­buch. Diese brutale Panikmache ist nicht erlaubt.

Kostenlos Rat holen

Wer solche Post erhält, kann sich nun rasch Hilfe holen. Die Verbraucherzentralen bieten unter inkasso-check.de einen Service an, der Betroffenen sagt, wie sie am besten reagieren. Oft lautet der Rat: ab in den Papierkorb. Denn betrügerisch sind viele Inkassobüros selbst. Sie präsentieren frei erfundene Forderungen. Um welche angeblich nicht bezahlte Rechnung es geht, erwähnen sie mit keinem Wort.

Zulassung prüfen

Verdächtig ist es, wenn im Brief­kopf eine deutsche Adresse steht, die Bank­verbindung aber ins Ausland führt. Zu erkennen ist das an den Anfangs­buch­staben der Bank­konto­nummer Iban. Deutsche Konten tragen das Kürzel DE. Inkassofirmen müssen im Briefbogen auf ihre Registrierung hinweisen. Viele betrügerische Inkassos haben keine, sie dürfen selbst berechtigte Forderungen nicht eintreiben. Ob die Firma zugelassen ist, kann man auf der Seite rechtsdienstleistungsregister.de nach­sehen. Auch offiziell registrierte Inkassobüros arbeiten nicht immer sauber. Weit über­höhte Gebühren sind typisch. Zusätzlich kassieren einige Kosten für Recherche, Prüfung, Nach­forschung oder Konto­führung. Das müssen Betroffene meist nicht bezahlen.

Tipp: Nutzen Sie den kostenlosen Onlineservice der Verbraucherzentralen. Nur wenn die Forderung zu Recht besteht, müssen Sie zahlen. Wenn nicht, sollten Sie auch nicht anteilig bezahlen. Das könnte sonst als Anerkennt­nis gewertet werden.

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