Tipps

  • Sicherheit. Kaufen Sie keine Inhaberschuldverschreibungen, wenn Sie eine sichere Geldanlage suchen. Selbst Papiere seriöser Anbieter eignen sich nur für risikobereite Anleger. Das heisst: Wenn Sie Anleihen kaufen, müssen Sie Verluste verschmerzen können.
  • Chance. Wenn alles läuft wie geplant, bekommen Sie hohe Zinsen.
  • Risiken. Es besteht immer die Möglichkeit, dass der Anleiheschuldner die Zinsen nicht oder nur teilweise bezahlt oder dass er die Einlage gar nicht zurückzahlt. Im schlimmsten Fall verlieren Sie Ihr Geld.
  • Finanztest Warnliste. Die im Artikel vorgestellten Anleihen von Swisskap, EECH Windkraft Italien Projektentwicklung, Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West und DM Beteiligungen stehen auf der Finanztest-Warnliste Geldanlageangebote.

Checkliste

  • Verkaufsprospekt. Lesen Sie unbedingt den Verkaufsprospekt, vor allem die Risikohinweise und die Bilanz.
  • Bilanz. Achten Sie darauf, dass die Schulden des Anleiheschuldners in einem vernünftigen Verhältnis zum Eigenkapital stehen. Es ist kein gutes Zeichen, wenn die Schulden immer mehr werden, das Eigenkapital aber nicht.
  • Übertragbarkeit. Oft werben die Firmen damit, dass Sie als Anleger die Anleihen an andere übertragen können. Das stimmt. Problem: Im Fall des Falles müssen Sie selbst einen Käufer finden. Dass das ohne geregelten Börsenhandel kaum möglich ist, schreiben die Anbieter oft nur in den Risikohinweisen.
  • Kursrisiko. Die Firmen stellen gern heraus, dass es kein Kursrisiko für ihre ­Anleihen gibt. Das stimmt. Hintergrund: Die Papiere sind nicht börsennotiert, daher wird überhaupt kein Kurs festgestellt. Das Risiko, dass Sie Ihr Geld nicht oder nicht zu 100 Prozent zurückbekommen, besteht aber sehr wohl.

Glossar

  • Effektive Stücke.Wenn der Anleger die Anleihe in Papierform erhält, sind das effektive Stücke. Die Anleihe besteht aus Mantel und Bogen. Der Mantel ist die ­Urkunde, der Bogen enthält die Kupons.
  • Emission. Bezeichnet die Ausgabe einer Anleihe.
  • Emittent. Das Unternehmen, das die Anleihe ausgibt.
  • Globalurkunde. Einige Firmen wie der Reiseveranstalter FTI oder die Edel Music AG hinterlegen eine Globalurkunde, auch Sammelurkunde genannt. Der Anleger bekommt die Anleihe nicht als Papier, sondern in elektronischer Form: Sie wird ins Depot gebucht.
  • Kupon. Der Zinsschein der Anleihe. Das Wort Kupon wird oft auch gleichbedeutend mit Zinssatz verwendet. Wenn der Anleger die Anleihe als effektive Stücke bekommt, muss er den Kupon vorlegen, um die Zinsen zu bekommen.
  • Nennwert. Auch Nominalwert der Anleihe. Er ist vergleichbar mit dem Wert eines Geldscheins und gibt den Betrag an, der laufend verzinst und am Ende der Laufzeit zurückgezahlt wird.
  • Schuldverschreibungen. Sie heißen auch Anleihen, Bonds, Obligationen.
  • Urkunde. Einige Firmen geben die An­leihen als effektive Stücke heraus. Der Anleger erhält eine Urkunde, die er bei Fälligkeit zur Rückzahlung vorlegen muss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1393 Nutzer finden das hilfreich.