Checkliste

Wer den Verkaufsprospekt studiert, dem vergeht oft die Lust auf eine hochriskante Anleihe – trotz Superzins.

  • Verkaufsprospekt. Anleger sollten unbedingt den Prospekt lesen, vor allem die Risikohinweise und die Bilanz.
  • Bilanz. Die Schulden sollten in einem vernünftigen Verhältnis zum Eigenkapital stehen. Es ist kein gutes Zeichen, wenn die Schulden immer mehr werden, das ­Eigenkapital aber nicht.
  • Übertragbarkeit. Oft werben die Firmen damit, dass Anleger die Anleihen an andere übertragen können. Das stimmt zwar, doch sie müssen selbst einen Käufer finden. Dass das ohne geregelten Börsenhandel kaum möglich ist, schreiben die Anbieter oft nur in den Risikohinweisen.
  • Kursrisiko. Die Firmen stellen gern heraus, dass es kein Kursrisiko für die ­Anleihen gibt. Das stimmt, ist aber nur deshalb so, weil die Papiere nicht börsennotiert sind. Es wird daher überhaupt kein Kurs festgestellt. Das Risiko, dass die Anleihe nicht oder nicht zu 100 Prozent zurückgezahlt wird, besteht sehr wohl.

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