Vermögens­strategie

Sach­werte: Aktien und Aktienfonds

Inhalt

Mit Aktien beteiligen sich Anleger direkt an börsen­gehandelten Firmen, werden also zu Miteigentümern. Aktionäre haben ein Stimm­recht auf der Haupt­versamm­lung ihres Unter­nehmens. Sie sind am Geschäfts­erfolg beteiligt, tragen aber auch das Risiko eines Total­verlusts. Die Rendite von Aktien stammte in der Vergangenheit im Durch­schnitt zu rund zwei Dritteln aus Kurs­gewinnen und zu etwa einem Drittel aus Dividenden – der Erfolgs­beteiligung von Aktionären.

Ohne Vorkennt­nisse besser auf ETF setzen

Der Kauf einzelner Aktien ist für Menschen ohne Interesse an Wirt­schaft und Börsen nicht zu empfehlen. Sie greifen besser zu börsen­gehandelten Indexfonds, sogenannten ETF. Mit einem ETF, der etwa den Welt­aktien­index MSCI World abbildet, können sie ohne Vorkennt­nisse auf die globale Börsen­entwick­lung setzen. Wir stellen monatlich aktualisiert geeignete Fonds vor.

Pro und Kontra

+ Große Chancen.
Der Welt­aktienmarkt brachte in der Vergangenheit über lange Zeiträume durch­schnitt­lich 6 bis 8 Prozent pro Jahr.
+Kurz­fristig verfügbar.
Aktien-ETF lassen sich jeder­zeit an der Börse verkaufen.
+ Regel­mäßige Einkünfte.
Über die Dividenden profitieren Aktionäre und Fonds­besitze­rinnen unmittel­bar vom Geschäfts­erfolg der Unternehmen.
− Kurs­schwankungen.
Anleger können nicht mit einer bestimmten Summe zum Zeit­punkt X planen.
− Verlustrisiko.
Selbst bei einer großen Streuung über ETF bleibt immer die Gefahr, dass eine Aktien­anlage im Minus endet.
− Hohes Preis­niveau
. Viele Aktien sind nach klassischen Bewertungs­methoden teuer. Die Gefahr von Rück­schlägen ist zurzeit erheblich.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 04.01.2022 um 13:01 Uhr
Zinsanlagen und Sicherheit

@alle; @andreas.nicola: Die von Finanztest empfohlenen Zinsanlagen werden von der Stiftung Warentest als sicher bezeichnet, weil die Spareinlagen für den Fall der Pleite des Bankinstituts über das Einlagensicherungssystem der Banken geschützt sind. Das ist ein gewichtiger Unterschied zu Anlageformen, bei denen ein Kursschwankungsrisiko besteht und / oder das Risiko des Totalverlustes.
Um den inflationsbedingten Wertverlust auszugleichen können Anlegerinnen nicht allein auf Tages- und Festgeldanlagen setzen. Doch ganz verzichten können Verbraucherinnen darauf auch nicht. Zum Beispiel sollte für kurzfristige Anschaffungen Geld auf dem Tagesgeldkonto geparkt werden. Und auch für den Sicherheitsbaustein beim Anlagekonzept der Pantoffel-Strategie sollte zumindest zu einem Anteil Tagegeld dabei sein, damit Aktien-ETF zugekauft werden können.
In diesem Artikel finden Anlegerinnen Hinweise darauf, mit welchen Anlagekonzepten sie versuchen können, den inflationsbedingten Wertverlust auszugleichen.
Wichtig: Es gibt keine Anlage, die alle denkbaren Anforderungen von Verbraucherinnen erfüllen. Daher macht es Sinn, unterschiedliche Anlagen zu kombinieren.

andreas.nicola am 04.01.2022 um 09:19 Uhr
Zinsanlagen nicht sicher!

Ich finde es bemerkenswert, dass Sie sogar in einem Artikel, in dem Sie selbst darauf hinweisen, dass derzeit eine Realverzinsung von mindestens MINUS 4 Prozent besteht - das nennen Sie "schleichende Entwertung" - und die Bundesbank von weiter steigenden Inflationsraten ausgeht, immer noch behaupten, klassische Zinsanlagen seien "sicher". Sie meinen damit den Nominalwert, aber der Realwert ist doch relevant! Ich finde, Sie sollten Ihre Sprachregelung anpassen und vom SICHEREN VERLUST einer Zinsanlage sprechen.
Wenn Sie schon Zinsanlagen als Anlageklasse empfehlen, dann vermisse ich aber die inflationsindexierten Staatsanleihen. Diese haben eine niedrige Grundverzinsung, zahlen aber einen inflationsabhängigen Ausgleich. So wird der Realwert wirklich und sicher erhalten und nicht nur der Nominalwert. Inflationsindexierte Anleihen gibt es auch als ETF!

Profilbild Stiftung_Warentest am 13.12.2021 um 14:41 Uhr
Offene Immobilienfonds

@Anleger: Offene Immobilienfonds wurden von uns immer nur als Beimischung, also maximal in Höhe von 10% des Gesamtvermögens empfohlen. Daran hat sich nichts geändert. Das Risiko, dass eine Immobilie beim Verkauf nicht den anvisierten Kaufpreis erzielt, haben wir im Artikel benannt. Inzwischen hat sich die Gesetzgebung hinsichtlich des Erhalts der Liquidität der Fonds geändert, so wurden Neuregelungen zur Anteilsrückgabe geschaffen, die unter anderem die Rückgabesummen einschränken.

Anleger am 10.12.2021 um 15:45 Uhr
Offene Immobilienfonds

Finanztest empfiehlt OIF, ohne darauf hinzuweisen, dass geradeeinmal vor ca. 10Jahren diverse OIF 1/3-2/3 an Wert verloren, weil die Bewertungen absolut nicht die Werthaltigkeit wiedergespiegelt haben. Finanztest hält den institutionellen Anlegern vor, ihr Geld abgezogen zu haben und die Schließung der OIF so ausgelöst zu haben. Haben sie ihr Geld nicht nur abgezogen, weil sie die Blase kannten? Ich habe 40% meiner Rücklagen verloren, weil ich mich auf Finanztest u.a. Verbraucherschützer verlassen habe und damit verlassen war.
Dass Frau Merkel Finanztest den Finanz-TÜV vor einigen Jahren übertragen wollte und Herr Schröder Karsten Maschmeyer hofiert hat, zeigt, wie verlassen mit fremdem Geld umgegangen werden sollte.

nightwalker311 am 29.11.2021 um 18:10 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.