Inflation So schützen Sie Ihr Geld

Inflation - So schützen Sie Ihr Geld
Die Inflation entwertet Teile der Erspar­nisse. Anleger sollten nicht nur auf Zins­anlagen bauen, sondern auch Sach­werte beimischen. © Getty Images

Die Inflation steigt weiter, die Sorgen um die Erspar­nisse auch. Mit einem breiten Mix sind Anle­gerinnen und Anleger gut aufgestellt. test.de gibt Tipps.

Inflation führt zu Wert­verlust

Geld­anlage zu Null­zinsen macht nie Spaß, aber im Moment ist es Frust pur: Bei einer Inflations­rate in Deutsch­land von 4,1 Prozent pro Jahr wie im September 2021 verliert das Ersparte ordentlich an Wert, im Euroraum betrug die Teuerung im September 3,4 Prozent (Stand 1. Oktober 2021). Schät­zungen zufolge dürfte sie bis Jahres­ende weiter steigen, nach Ansicht der Europäischen Zentral­bank ist der Anstieg aber nur temporär.

Tipp: Was es für die Geld­anlage bedeutet wenn die Inflation weiter anzieht, erklärt Finanztest-Experte Stephan Kühnlenz im Interview.

Spargeld als Sicher­heits­baustein

Der beste Schutz vor Inflation ist ein breit aufgestelltes Depot mit weltweit anlegenden Aktienfonds. Spar­vermögen auf Tages- oder Festgeldkonten verliert zwar unterm Strich an Wert, ist aber als Sicher­heits­baustein wichtig. Für die Rendite­chancen sorgen die Aktien.

Aktien mit Chancen und Risiken

Beteiligungen an Unternehmen zählen als Sach­werte. Unternehmen können steigende Kosten in Form höherer Preise an ihre Kunden weitergeben und so weiter Gewinne erwirt­schaften. Davon profitieren Anleger, die an den Unternehmen beteiligt sind. Steigen aufgrund der Inflation am Markt jedoch die Zinsen, kann das die Konjunktur bremsen und damit die Geschäfts­chancen der Unternehmen.

Tipp: Viele Infos rund um die Themen Börse, Dividende, Dax & Co finden Sie in unserem Ratgeber Alles über Aktien. 176 Seiten kosten 19,90 Euro.

Was bringen inflations­geschützte Anleihen?

Bei inflations­indexierten Anleihen sind die Zins­zahlungen und die Rück­zahlung zum Laufzeit­ende an einen Verbraucher­preis­index gebunden. Sie bieten daher Schutz vor Kauf­kraft­verlust. Den Schutz entfalten die Anleihen vor allem dann, wenn die Inflation stärker steigt als angenommen: In den vergangenen zwölf Monaten haben Fonds mit Inflations­schutz­anleihen um die 8 Prozent Plus gemacht, die Hälfte davon allein in den letzten drei Monaten, als der Anstieg der Inflation viele über­rascht hat. Das kann sich aber umkehren, wenn die Inflation wieder sinkt.

Investition in Gold, Immobilien und Bitcoins

Gold gilt als der Inflations­schutz schlecht­hin. Allerdings wird der Gold­preis am Welt­markt ermittelt und hängt nicht von den Inflations­sorgen in Deutsch­land ab. Während der Wieder­ver­einigung Anfang der 1990er Jahre zum Beispiel, als hier­zulande die Inflations­raten stiegen, da reagierte der Gold­preis kaum. Anders war das nach der welt­weiten Finanzmarkt­krise im Jahr 2008, weil Gold auch als sicherer Hafen angesehen wird. Immobilien schützen vor Geld­entwertung als Sach­werte, sind oft aber schon recht teuer.

Übrigens: Bitcoins sind keine Sach­werte. Der Preis der Kryptowährung schwankt extrem und weist keinerlei Zusammen­hang mit der Inflation auf.

Tipp: Das Wichtigste zu Immobilien, Gold und Rohstoff­investments finden Sie in unserem Ratgeber Alles über Sachwerte. Das Buch hat 192 Seiten und kostet 19,90 Euro.

Mehr zum Thema

  • Brexit Das müssen Sie jetzt wissen

    - Am 31. Januar 2020 ist das Vereinigte Königreich aus der EU ausgeschieden. Ob Reisen, Studium, Geld­anlage oder Rente: test.de sagt, welche Folgen das für EU-Bürger hat.

  • Bitcoins So funk­tioniert die Kryptowährung

    - Bitcoins gelten als das neue Gold. Wie funk­tioniert das Kryptogeld? Wo kann man Bitcoins bekommen? Lesen Sie hier, ob es sich lohnt, in Kryptowährungen zu investieren.

  • Geld­anlage und Inflation Realrendite so nied­rig wie nie

    - Anleger in historischem Dilemma: Die Zins­rendite unter Einrechnung der Inflation ist so nied­rig wie nie zuvor. Mit sicheren Zins­anlagen lässt sich die Kauf­kraft nicht...