Es sind mehr Zecken mit dem gefähr­lichen FSME-Virus (Frühsommer-Meningoenzephalitis) infiziert, als Wissenschaftler bisher angenommen haben. Das ist das Ergebnis einer Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung. Im Passauer Raum wurde festgestellt: Der Durchseuchungsgrad von Zecken, die am Menschen gesogen haben, liegt bei zehn Prozent – zehnmal höher als gedacht. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass das FSME-Infektionsrisiko mit der Dauer der Blutmahlzeit der Zecke am Menschen steigt: Zecken müssen deshalb möglichst schnell entfernt werden. Hierzulande erkranken an FSME jährlich etwa 250 Personen, rund 30 Prozent schwer. Zwei Prozent der Patienten sterben an der Infektion.

Risikogebiete liegen in Bayern, Baden-Württemberg, zunehmend im Odenwald. Nur eine Impfung bietet Infektionsschutz. Gegenwärtig sind in Deutschland zwei gut verträgliche und hoch wirksame Impfstoffe für Erwachsene sowie ein Impfstoff für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr zugelassen.

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