Tipps

Betroffene haben kaum Chancen, sich gegen Regress­forderungen von Versicherungen, Sozialkassen und Arbeit­gebern zu verteidigen. test.de sagt, was Ihnen übrig bleibt.

  • Verhand­lung. Prüfen Sie zunächst, ob die Forderung berechtigt ist oder zumindest plausibel erscheint. Suchen Sie das Gespräch. Weisen Sie darauf­hin, dass die IIC nach der vorläufigen Auskunft des Insolvenz­verwalters alle Personenschäden noch wird regulieren können und bitten Sie darum, zunächst keine Schritte zu unternehmen, um die Regress-Forderung gegen Sie durch­zusetzen.
  • Ratenzahlung. Wenn Sie keinen Aufschub erhalten, bitten Sie zumindest darum, den Schaden in für Sie erträglich geringen Raten abstottern zu dürfen. Möglicher­weise ist auch ein so genannter Vergleich möglich: Sie zahlen einen Teil der Forderung sofort und die Versicherung verzichtet auf den Rest. Auf eine solche Vereinbarung lassen sich Versicherungen zuweilen ein, wenn unklar ist, ob der Schuldner genügend Geld aufbringen kann.
  • Gesetzes­änderung. Soweit ersicht­lich sind sich Politiker und Juristen einig: Die unbe­grenzte persönliche Haftung von Kunden einer insolventen Versicherung ist nicht trag­bar. Besonders irrsinnig: Die Haftung ist wegen der Konstruktion des Gesetzes um so gravierender, je besser das Opfer selbst versichert ist. Das Justiz­ministerium arbeitet offen­bar schon an einer Gesetzes­änderung. Bitten Sie um Verständnis für Ihre Situation. Nehmen Sie vor allem Behörden in die Pflicht, mit Rück­sicht auf die besondere Situation zurück­haltend und maßvoll vorzugehen.
  • Zahlung. Wenn irgend möglich sollten Sie auf berechtigte Forderungen hin zahlen, wenn Ihnen Sozialkasse, Versicherung oder Arbeit­geber nicht noch einen Aufschub oder Ratenzahlung gewähren. Lassen Sie sich im Gegen­zug alle Forderungen gegen die IIC abtreten und sämtliche Unterlagen aushändigen, die den Umfang der Forderung belegen.
  • Information. Schauen Sie regel­mäßig auf www.ineas.de nach, ob der Insolvenz­verwalter neue Informationen veröffent­licht hat. Stellen Sie sicher, dass er Ihre E-Mail-Adresse hat und jeder­zeit mit Ihnen Kontakt aufnehmen kann.

Dieser Artikel ist hilfreich. 729 Nutzer finden das hilfreich.

Mehr im Internet