Eigen­bluttherapie, Knochendich­temessung, Unterleibs-Ultra­schall: All das sind individuelle Gesund­heits­leistungen (Igel), Unter­suchungen oder Therapien, die der Patient selbst bezahlen muss. Ihr Nutzen ist meist nicht hinreichend wissenschaftlich belegt – was sich aber nur schwer einschätzen lässt. Nun hat das Bundes­verbraucher­ministerium eine Broschüre mit Tipps heraus­gegeben. Patienten sollten den Arzt demnach genau fragen, warum das Angebot sinn­voll ist, welche Risiken es birgt und ob es Alternativen gibt, die die Krankenkasse bezahlt. Dann ist Bedenk­zeit bis zum nächsten Arzt­termin wichtig: um in Ruhe zu über­legen, sich aus anderen Quellen zu informieren oder sogar eine Zweitmeinung einzuholen. Wer Igel in Anspruch nimmt, sollte vorher einen Kosten­vor­anschlag und nachher eine Rechnung verlangen.

Tipp: Mehr Infos finden Sie in der Broschüre, die Sie im Internet kostenlos­herunter­laden können: www.bmelv.de, Such­begriff „Individuelle Gesund­heits­leistungen“. Unter www.igel-monitor.de gibt es Bewertungen einzelner „Igel“.

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