Japan von Krise zu Krise

Der bekannte Nikkei-Index ist wie der Dow Jones nicht mehr zeitgemäß. Er berücksichtigt die Firmen nicht nach ihrem Börsenwert und rechnet Dividenden nicht ein. Der Index bietet mit 225 Werten aber einen akzeptablen Querschnitt der japanischen Wirtschaft.

Dennoch ist der MSCI-Index für Anleger, die den japanischen Markt gut abdecken wollen, die bessere Wahl. Auch mit dem umfassenderen Nikkei 300 und dem so genannten Topix kaufen Anleger ein besseres Abbild von Nippons Wirtschaft.

Allerdings haben alle Indizes ein grundsätzliches Problem: Japan steckt seit 1990 in einer Dauerkrise. Zwar gab es immer wieder Kurserholungen, aber der langfristige Trend weist eindeutig abwärts. In diesem Szenario sind Anleger mit gemanagten Fonds besser bedient als mit Indexprodukten. Wie unser Test (Fonds im Dauertest) zeigt, ist es vielen Fonds gelungen, den MSCI-Index zu übertreffen.

Fazit: Anleger, die sich für Japan interessieren, investieren am besten in einen herkömmlichen Aktienfonds. Indexprodukte sind für sie nur zweite Wahl.

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