Immer mehr Anbieter von börsen­gehandelten Indexfonds (ETF) bilden den Index mit Original­aktien ab und ersetzen ihn nicht durch andere Werte. Das nennt man „physische Replikation“. Bei sogenannten Swap-Fonds ist das anders, die Index­entwick­lung wird bei ihnen künst­lich über Tausch­geschäfte (Swaps) nachgezeichnet.

Lyxor stellt um

Die französische Fonds­gesell­schaft Lyxor wird 2016 unter anderem ihre Swap-Fonds auf den Welt­aktien­index MSC I World (Isin FR0010315770) und auf den Europaindex MSCI Europe (Isin FR0010261198) in Produkte mit Original­aktien umwandeln. An den Fonds­kosten wird sich laut Anbieter nichts ändern.

Auch Coms­tage setzt auf physische Replikation

Die deutsche Fonds­gesell­schaft Coms­tage hat ihr Angebot kürzlich um vier ETF mit physischer Nach­bildung erweitert: auf den Dax, MDax, DivDax und Euro Stoxx 50. Ihren breit streuenden Swap-Fonds auf den MSCI World (Isin LU0392494562) und den Stoxx 600 Europe (Isin LU0378434582) haben sie noch keinen physisch replizierenden ETF zur Seite gestellt.

Tipp: Achten Sie bei der Wahl Ihrer Indexfonds vor allem auf die Kosten. Die Art der Index­nach­bildung ist aus Sicht von Finanztest zweitrangig. Auch bei Swap-Fonds müssen Sie sich nicht um die Sicherheit sorgen. Im Produktfinder Fonds finden Sie Informationen zu 17 712 Fonds aus 191 Fonds­gruppen. 3 586 Fonds aus 38 Gruppen wurden von den Finanztest-Experten bewertet.

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