Indexfonds Mit ETF Geld anlegen

Indexfonds - Mit ETF Geld anlegen
Dax an der Börse Frank­furt. ETF bilden ohne Fonds­manager einfach den Kurs­verlauf eines Börsen­index nach. © Getty Images / Holger Leue

Mit ETF können Anleger einfach und günstig in viele verschiedene Aktien oder Anleihen welt­weit investieren. Das macht die Indexfonds ideal für die Wert­papier­anlage.

Lesen Sie auf dieser Seite:

Das Wichtigste in Kürze

ETF (Indexfonds) – darum gehts

Preis­wert.
ETF sind eine sehr preis­werte Geld­anlage. Je geringer die Kosten einer Geld­anlage, desto besser kann am Ende die Rendite sein.
Einfach.
ETF werden wie Aktien an der Börse gehandelt und lassen sich jeder­zeit kaufen oder verkaufen. Alle Informationen dazu finden Anleger unter dem Punkt ETF-Kauf. Güns­tige Wert­papier-Depots finden Anleger in unserem Depot-Vergleich.
Bequem.
ETF zeichnen meist nur die Entwick­lung eines Indexes nach. Wenn er passend gewählt ist, müssen sich Anleger keine Sorgen machen, ob ihr Fonds­manager sein Hand­werk versteht oder ob sie in schlecht laufenden Phasen umschichten müssen.
Sparplan.
Viele Banken bieten verschiedene ETF auch als Sparplan an, mit denen Sparer schon mit kleinen Raten monatlich anlegen können – manchmal sogar ohne Kauf­kosten. Mehr dazu in unserem ETF-Sparplan-Vergleich.
Risiko­streuung.
Nur durch die Streuung ihres Risikos können Anleger ein optimales Verhältnis aus Rendite und Risiko erreichen. Streuung ist deshalb sehr wichtig bei der Geld­anlage. Mit ETF geht das einfach und günstig. Mit welt­weit anlegenden ETF können Sparer ihr Geld gleich­zeitig auf tausende Unternehmen aus über 40 Ländern verteilen.
Auswahl.
Wie viel Rendite welt­weit anlegende ETF zuletzt gebracht haben und wie groß die Risiken waren, zeigt unsere große Fondsdatenbank mit über 21 000 Fonds und ETF. Anleger finden dort nicht nur welt­weit anlegende ETF, sondern zum Beispiel auch ETF auf den deutschen Aktien­index Dax, Schwellenländer, Anleihen und Rohstoffe.

ETF – so funk­tionieren Indexfonds

ETF (Exchange Traded Funds) bedeutet über­setzt: börsen­gehandelte Fonds. Es gibt ETF sowohl als Aktienfonds wie auch als Rentenfonds, Rohstoff­fonds oder Misch­fonds. Ein Fonds sammelt Geld der Anleger und legt es in verschiedene Werte an. ETF lassen sich jeder­zeit an der Börse kaufen und verkaufen. Die meisten ETF sind Indexfonds, deswegen verwenden wir diese Begriffe im Folgenden gleichbedeutend. Diese ETF bilden die Entwick­lung von Börsenindizes nach. Indizes können große Aktienmärkte oder Anleihemärkte umfassen, aber auch spezialisiert sein auf eine exotische Anla­geklasse oder ein spezielles Thema wie zum Beispiel E-Mobilität. Ein ETF läuft dann nahezu genauso wie der Index, den er abbildet. Wenn zum Beispiel der deutsche Börsen­index Dax um 1 Prozent nach oben geht, legt der Wert eines Dax-ETF in etwa ebenso viel zu. Verliert der Dax an Wert, hat der Anleger ein entsprechend großes Minus.

Aktives Fonds­management oder ETF?

Die meisten Anleger setzen nach wie vor auf aktiv gemanagte Fonds, bei denen ein Fonds­manager dafür bezahlt wird, Aktien für den Fonds auszuwählen. Auf lange Sicht liegen die Anleger mit ETF jedoch meist besser: Kaum einem Fonds­manager gelingt es, dauer­haft seinen Vergleichs­index zu über­treffen. Durch ihre einfache Struktur werden ETF deutlich güns­tiger angeboten als aktiv gemanagte Fonds. Für globale Aktien-ETF zahlen Anleger nur etwa 0,3 bis 0,5 Prozent pro Jahr. Für herkömm­liche Investmentfonds ist meist das Drei- bis Fünf­fache fällig. Je geringer die Kosten einer Geld­anlage sind, desto besser kann am Ende die Rendite sein.

Rendite durch ETF-Anlage

In Zeiten der Minizinsen sollten Sparer, die etwas aus ihrem Geld machen wollen, nicht mehr nur auf Spar­buch und Tages­geld­konto setzen. Auf lange Sicht sind Aktien die aussichtsreichste seriöse Geld­anlage. Durchschnitt­lich brachte der globale Aktienmarkt in den vergangenen drei Jahr­zehnten um die 7 Prozent Wert­zuwachs pro Jahr. Davon wagen Anleger, die ihr Geld vorzugs­weise in sichere Zins­produkte ­ packen, nicht einmal zu träumen. Wer sein Geld statt­dessen in ETF investieren möchte, muss weder Experte sein noch braucht er oder sie ­eine lange Vorbereitung. Mehr dazu im Abschnitt In fünf Schritten zum ETF.

Schwankungen gibt es immer

Doch ist eine Geld­anlage mit ETF nicht ohne Risiko. Es gibt einen Haken, den jeder ETF-Einsteiger kennen muss: Der Wert eines Aktien-ETF verändert sich permanent mit den Wert­schwankungen der Aktienmärkte. Die Rendite der ETF-Anlagen ist die Belohnung für das Risiko, das der Anleger trägt. Bei ­einem Verkauf der Fonds­anteile zu einem ­ungüns­tigen Zeit­punkt sind hohe Verluste möglich. Während Einlagen bei Tages- oder Fest­geld bei Banken mit guter Einlagensicherung nicht verloren gehen können, ist der Erhalt des angelegten Geldes bei Fonds nicht garan­tiert (Vergleich von Tagesgeldkonten und Festgeldkonten). Anleger sollten sich daher genau über­legen, welche Summe sie lang­fristig entbehren können. Dann können sie notfalls einen zwischen­zeitlichen Börsencrash aussitzen und auf höhere Kurse warten. In der Vergangenheit hat es nie Zeiträume länger als 13 Jahre gegeben, in denen Anleger im Minus geblieben wären.

So viel Zeit hat nicht jeder. Daher sind Aktien­anlagen auch nicht in jedem Fall das Richtige. Wir empfehlen mindestens zehn Jahre Anlagedauer, um die vollen Ertrags­chancen von Aktien­investments auszuschöpfen. Wer etwa einen Immobilien­erwerb zu einem bestimmten Zeit­punkt fest einge­plant hat, sollte das dafür vorgesehene Geld sicher anlegen. Sonst könnte ein Kurs­rutsch am Aktienmarkt die ganze Lebens­planung durch­einander­bringen.

ETF-Portfolio aufbauen

ETF eignen sich super, um damit ein Portfolio für die lang­fristige Geld­anlage aufzubauen. Finanztest hat dafür das Pantoffel-Portfolio entwickelt. Das Pantoffel-Portfolio heißt so, weil es eine sehr bequeme Geld­anlage ist. Einmal aufgebaut, läuft es fast von allein, nur hin und wieder ist ein wenig Pflege nötig. Es besteht aus zwei Teilen, einem Rendite­baustein und einem Sicher­heits­baustein. Der Rendite­baustein ist ein ETF auf den Welt­aktien­index MSCI World. Der Sicher­heits­baustein besteht aus einem Tagesgeldkonto. Der Anteil des Aktienfonds beträgt je nach Risiko­typ des Anlegers 25, 50 oder 75 Prozent.

Welche Renditen hätte das Pantoffel-Portfolio in den letzten 10, 20 oder 30 Jahren abge­worfen? Das zeigt immer aktuell unser Artikel zum Pantoffel-Portfolio.

Sicherheit von ETF

ETF sind seit dem Jahr 2000 in Deutsch­land erhältlich. Alle ETF sind Investmentfonds und unterliegen den gleichen – strengen – recht­lichen Vorgaben. Das ist ein wichtiger Grund, warum unsere Finanztest-Experten ETF empfehlen können. Anleger müssen sich keine Sorgen darüber machen, ob die für den Fonds verantwort­liche Gesell­schaft oder die Bank, die den Fonds verwahrt, irgend­wann einmal insolvent werden könnte. An das Fonds­vermögen kommen die Gläubiger dann nicht heran, denn es gehört unwiderruflich den Anlegern.

Physische oder synthetische Nach­bildung von ETF Fonds

Die meisten ETF halten die Aktien oder Anleihen, die auch im Index sind, den sie abbilden. Das nennt sich physische Nach­bildung. ETF können oft auch auf eine repräsentative Auswahl der Titel setzen. Das nennt sich optimierte Nach­bildung. Trotzdem bilden die ETF den Index in der Regel sehr genau ab. Aber es gibt auch ETF, die ganz anders funk­tionieren. Das sind sogenannte Swap-ETF oder synthetische ETF. Diese ETF halten irgend­welche Wert­papiere, die nichts mit dem Index zu tun haben müssen. Sie dürfen aber das Risiko des ETF nicht nennens­wert verändern. Zusätzlich haben diese ETF einen Tausch­vertrag (eng­lisch: „swap“). Die Index­performance wird so in den ETF hinein­getauscht. Obwohl das für manchen Anleger gewöhnungs­bedürftig sein kann, empfehlen wir auch diese ETF-Variante.

Tipp: Mehr zum Thema Sicherheit von ETF finden Sie in unserem Special Sind diese Indexfonds wirklich ohne Risiko?

Ausschüttungen und Dividenden bei ETF

Unterschiede bei den ETF gibt es auch bei der Verwendung der Dividenden. Wie bei anderen Fonds auch unterscheidet man ausschüttende und thesaurierende ETF. Ein ausschüttender ETF wird die Dividenden der gehaltenen Aktien oder die Zinsen der gehaltenen Anleihen ansammeln und zum Beispiel einmal pro Jahr an die Anleger auszahlen. Ein thesaurierender ETF wird diese Erträge, die im ETF anfallen, wieder in den Aktien oder Anleihen des abge­bildeten Index anlegen. Sie kommen dann dem Anleger durch Wert­steigerungen des ETF statt durch Zahlungen zugute.

Steuern beachten

Ausschüttungen und Kurs­gewinne müssen bei ETF, wie bei allen anderen Fonds auch, versteuert werden. Für die Versteuerung von Kapital­anlagen gilt in Deutsch­land die Abgeltung­steuer. Dabei werden pauschal 25 Prozent fällig. Der Solidaritäts­zuschlag und eventuell Kirchen­steuer kommen dazu. Allerdings bleiben Erträge steuerfrei bis zur Höhe des Sparerpausch­betrages von 801 Euro im Jahr beziehungs­weise 1602 Euro im Jahr für Ehepaare und einge­tragene Lebens­partner. Ab 2018 ist die Steuererklärung für ETF-Sparer deutlich einfacher geworden, da die Depot­bank von nun an viele Aufgaben über­nimmt.

Tipp: Alle Informationen zur Besteuerung finden Sie in unserem Special Fondsbesteuerung.

Heft­tipp: Finanztest-Spezial „Anlegen mit ETF“

Indexfonds - Mit ETF Geld anlegen

Das Finanztest-Spezial „Anlegen mit ETF“ erläutert, wie Anlegende sich einfach und kostengünstig ein erfolg­versprechendes Portfolio anlegen – ob mit konventionellen oder nach­haltigen Fonds. Fort­geschrittene finden viele Tipps für interes­sante Beimischungen zum Depot. Der umfang­reiche Tabellen­teil listet alle in Deutsch­land handel­baren ETF auf, davon über 1000 Fonds mit Finanztest-Bewertung. Das Heft gibt es ab dem 27. November 2021 am Kiosk oder in unserem Shop.

MSCI World, FTSE All World, Dax, Dow Jones & Co

Es gibt tausende Börsenindizes – für verschiedene Regionen, Branchen, Themen und weitere Aspekte. Nur wenige dieser ETF sind als Basis­anlage geeignet. Im Aktien­index MSCI World zum Beispiel sind die meisten welt­bekannten Firmen enthalten, deren Produkte und Dienst­leistungen unseren Alltag prägen. Der Index umfasst rund 1 600 Aktien von großen und mitt­leren Unternehmen aus Industrienationen. Damit deckt der MSCI World ungefähr 75 Prozent der welt­weit investier­baren Börsen­werte ab. Wer nur auf Europa setzt, deckt zirka 17 Prozent ab, und Anleger, die in nur in den deutschen Dax-Index investieren, decken noch nicht einmal 3 Prozent des welt­weiten Aktienmarktes ab.

Es gibt auch Indizes, die Schwellenländer (eng­lisch: Emerging Markets, kurz „EM“) und Industrienationen zusammen abdecken (wie zum Beispiel der MSCI All Country World, kurz ACWI, oder der FTSE All-World Index). Wenn Indizes ethisch-ökologische Auswahl­kriterien anwenden, dann tragen sie meist ein „ESG“ oder „SRI“ im Namen.

Tipp: Mehr zur nach­haltigen Geld­anlage mit Aktienfonds in unserem Artikel Nachhaltige Fonds und ETF.

Die Vorteile eines breit streuenden Portfolios

Einzelne Flops sind bei Aktienfonds nicht mehr so schlimm, da sie durch Gewinne anderer Aktien teil­weise oder sogar voll­ständig wett­gemacht werden können. Wer ­eine vergleich­bare Streuung mit Einzel­aktien erreichen möchte, muss schon recht große Summen in die Hand nehmen. Das Besondere des Streuungs­effektes bei Aktien­anlagen ist, ist dass man durch gute Streuung das Verhältnis von Rendite zu Risiko seines Portfolios verbessern kann. Bei der Geld­anlage müssen Rendite (oder Ertrags­chancen) und Risiko immer zusammen betrachtet werden, und je besser das Rendite-Risiko-Verhältnis ist, desto besser ist die Geld­anlage.

Die wichtigsten Indizes – und passende ETF

Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten und bekann­testen Indizes vor –und die dazu passenden ETF. Die Links führen Sie direkt in unsere Daten­bank Fonds und ETF im Test. Dort finden Sie nach dem Frei­schalten das Rating unserer Fonds-Experten sowie zahlreiche weitere wichtigen Kenn­zahlen.

MSCI World ETF

Mit dem MSCI World bekommen Anleger eine sehr gute Streuung ihrer Anlage in rund 1 600 Aktien aus 23 entwickelten Ländern. ETF auf den MSCI World Index sind als Basis­anlage geeignet und ist werden bei den meisten Banken auch als Sparplan angeboten.

ETF auf den MSCI World: Amundi MSCI World, Deka MSCI World, HSBC MSCI World, Invesco MSCI World, iShares Core MSCI World, Lyxor MSCI World, SPDR MSCI World, UBS MSCI World, Xtrackers MSCI World.

MSCI All Country World ETF

Noch mehr Aktien als im MSCI World sind im MSCI All Country World (MSCI ACWI) gelistet. Wer auf Schwellenländer nicht verzichten möchte, wählt statt­dessen diesen breiteren Index. Er enthält auch die wichtigsten Unternehmen aus asiatischen, latein­amerikanischen, afrikanischen und osteuropäischen Schwellenländern. Der MSCI All Country World enthält über 2 400 Aktien aus 47 Ländern. ETF auf diesen Index eignen sich damit ebenfalls als Basis­anlage.

ETF auf den MSCI ACWI: iShares MSCI ACWI, Lyxor MSCI All Country World, SPDR MSCI ACWI, SPDR MSCI ACWI Investable Market, Xtrackers AC World.

FTSE All-World

Der Index enthält rund 4 000 Positionen aus 49 Industrie- und Schwellenländern. Er deckt mehr als 90 Prozent des Aktien­kapitals ab, in das Anleger über­haupt investieren können. Anders als der MSCI All Country World enthält der FTSE All-World nicht nur ­große und mittel­große Unternehmen, sogenannte Large und Mid Caps, ­sondern auch einige kleine Titel (Small Caps). Auch ETF auf diesen Index eignen sich als Basis­anlage.

ETF auf den FTSE All-World: Vanguard FTSE All-World.

MSCI Emerging Markets

Mit einem ETF auf den Index MSCI Emerging Markets können sich Anle­gerinnen und Anleger breit gestreut an Schwellenländern beteiligen – von China bis Südamerika, von Russ­land bis zu Staaten des Nahen Ostens. ETF auf Schwellenländer-Indizes sind keine Basis­anlage. Wer sich für Schwellenländer-ETF entscheidet, geht damit ein höheres Risiko ein als mit einer Anlage, die sich auf Industrieländer beschränkt. Die Emerging Markets sind noch nicht so gefestigt und schwanken gerade in globalen Krisen­phasen oft stärker als zum Beispiel der US-amerikanische Markt. Damit lässt sich leben, weil große Rendite­chancen winken.

ETF auf den MSCI Emerging Markets:Amundi MSCI Emerging Markets, Deka MSCI Emerging Markets, HSBC MSCI Emerging Markets, Invesco MSCI Emerging Markets, iShares MSCI Emerging Markets, Lyxor MSCI Emerging Markets, SPDR MSCI Emerging Markets, UBS MSCI Emerging Markets, Xtrackers MSCI Emerging Markets.

Stoxx Europe 600 ETF

Anleger, die in den europäischen Raum investieren wollen, können in ETF auf den MSCI Europe investieren. Der Index enthält rund 440 Titel aus 15 europäischen Industrieländern, angeführt von Groß­britannien, Frank­reich und der Schweiz. Deutsch­land liegt an vierter Stelle. Auch bei ETF auf den Stoxx Europe 600 finden Anleger eine gute Streuung ihrer Anlage. Der Index enthält 600 Aktien aus 17 Ländern.

ETF auf den MSCI Europe: Amundi MSCI Europe, Deka MSCI Europe, HSBC MSCI Europe, Invesco MSCI Europe, iShares Core MSCI Europe, Lyxor MSCI Europe, SPDR MSCI Europe, UBS MSCI Europe, Xtrackers MSCI Europe.

ETF auf den Stoxx Europe 600: BNP Easy Stoxx Europe 600,Invesco Stoxx Europe 600, iShares Stoxx Europe 600, Lyxor ComStage Stoxx Europe 600, Lyxor Stoxx Europe 600, Xtrackers Stoxx Europe 600.

Ebenfalls breit in den europäischen Markt investiert der Vanguard FTSE Developed Europe.

Dax ETF

Aktienfonds Deutsch­land eignen sich zwar nicht als Basis­anlage, sind aber gerade bei einheimischen Anlegern sehr beliebt. Der Dax enthält die 40 größten Börsen­unternehmen aus Deutsch­land. Das Risiko ist aufgrund der geringen Streuung hoch.

ETF auf den Dax-Index Amundi Dax, Deka Dax,iShares Core Dax, Lyxor ComStage Dax, Lyxor Dax Ucits ETF, Xtrackers Dax.

Dow Jones ETF

Der bekann­teste Index der USA ist der Dow Jones. Der Dow Jones orientiert sich, anders als die meisten anderen Indizes, nicht am Markt­wert von Börsengesell­schaften. Über seine Zusammenset­zung entscheidet eine Kommis­sion des Heraus­gebers. Der Dow Jones enthält 30 der wichtigsten US-amerikanischen Konzerne, ist aber in verschiedener Hinsicht veraltet. Zum Beispiel werden Dividenden für seine Kurs­berechnung nicht berück­sichtigt. Aufgrund der geringen Anzahl von Aktien ist das Risiko der Anlage hoch. Anleger, die auf den US-Aktienmarkt setzen wollen, wählen besser andere Indizes. Für den MSCI USA oder den S&P 500 gibt es zahlreiche börsen­gehandelte Indexfonds (ETF). Diese und die besten gemanagten US-Fonds finden Anleger in unserer Fonds­daten­bank unter Fondsgruppe Aktien USA/Nordamerika.

Nach­haltige und ökologische ETF

Vielen Anlegern ist es nicht egal, in welche Firmen ihr Geld investiert wird. Bei den klassischen global anlegenden ETF haben sie jedoch keinen Einfluss darauf. Das Geld landet durch­aus auch in der Rüstungs- oder der Ölbranche. Es gibt aber Indizes, die Unternehmen bestimmter Branchen aussparen. Auf ETF für diese Indizes können Anleger ausweichen. Ethisch-ökologische Fonds investieren das Geld der Anleger nicht über­all, können Branchen wie die Waffen­industrie oder Öl- und Kohle­konzerne ausschließen. Bei der Wahl der Aktien können sie auf soziale Aspekte wie Gleichberechtigung oder Gewerk­schafts­arbeit achten. Und sie können ihre Stimm­rechte auf den jähr­lichen Haupt­versamm­lungen der Unternehmen nutzen.

Die ETF tragen Begriffe im Namen wie sustainable (Eng­lisch für nach­haltig), SRI oder ESG. SRI steht für Socially Responsible Investing, Deutsch: sozial verantwort­liches Investieren. ESG ist die Abkür­zung für Environment, Social, Gover­nance, also Umwelt, Soziales und gute Unter­nehmens­führung. Wie nach­haltig die Fonds wirk­lich sind, lässt sich an den Namen allein allerdings kaum erkennen. Für Nach­haltig­keit gibt es keine einheitliche Definition. Jeder Anbieter kann den Begriff nach seinem Gusto auslegen. Wir haben viele Nach­haltig­keits­fonds untersucht: Nachhaltige Fonds und ETF.

Auch ETF auf nach­haltige Varianten des MSCI World empfehlen wir als Basis­anlage. Sie sind ausreichend breit gestreut, obwohl sie einige Firmen ausschließen. Je strenger die Nach­haltig­keits­kriterien, umso weniger Aktien finden sich in dem Index. Von uns als Nach­haltige 1.Wahl-ETF ausgezeichnete ETF sind ein Kompromiss aus ausreichender Streuung und (nicht perfekter) Nach­haltig­keit.

Geeignete nach­haltige Welt-ETF: Amundi MSCI World SRI, BNP ‧Easy MSCI SRI S-Series 5% Capped, iShares MSCI World SRI, Lyxor MSCI World ESG Leaders Extra, UBS MSCI World Socially Responsible, UBS MSCI ACWI Socially Responsible.

Tipp: Über Zins­anlagen ethischer Banken und Themen rund um die ethisch-ökologische Geld­anlage informieren wir unter Ökofonds und ethische Banken.

ETF-Sparplan optimal für junge Leute

Vor allem für junge Leute eignen sich lang­fristig ausgerichtete ETF-Sparpläne, die sie schon ab 50 Euro, bei einigen Banken sogar schon ab 25 Euro pro Monat abschließen können. Über­zeugendes Argument: Sie gehen dabei nicht einmal eine Verpflichtung ein. Denn wenn das Geld einmal knapp ist, können sie den Sparplan sofort unter­brechen oder auflösen. Viele Direkt­banken bieten ETF-Sparpläne ohne Neben­kosten an und machen den ETF-Kauf damit besonders günstig.

Tipp: Wie sich die Renditen eines Sparplans in den letzten 10, 20 und 30 Jahren entwickelt haben, simulieren wir stets aktuell unter ETF: Einmalanlage, Sparplan und Auszahlplan mit Pantoffel-Portfolio. Mehr zum güns­tigen Abschluss eines ETF-Sparplans unter ETF-Sparplan-Vergleich.

Indexfonds − alle Tests und Infos

ETF – unabhängig bewertet von der Stiftung Warentest

Test­daten­bank Fonds.
Kenn­zahlen und Charts für rund 21 000 Fonds und ETF sowie 8 000 Fonds mit Finanztest-Bewertung bietet unsere große Fonds-Datenbank. Dort finden Sie auch alle Artikel aus der Zeit­schrift Finanztest zu Fonds und ETF.
ETF für Einsteiger.
Sie wollen sich erst einmal ganz lang­sam ans Thema heran­tasten? Dann hilft unser FAQ ETF Gut investieren – auch mit wenig Geld. Sie haben es lieber schwarz auf weiß? Dann ist unser Finanztest Spezial Anlegen mit ETF das Richtige für Sie.
ETF Sparplan.
Sie möchten einen Sparplan auf der Grund­lage von ETF aufbauen? Unser Beitrag ETF-Sparplan So geht Sparen heute zeigt, wie es geht.
Fonds­besteuerung.
Auf Gewinne mit Ihren ETF müssen Sie Steuern zahlen. Und seit Anfang des Jahres 2018 gelten neue Regeln. Hier erklären wir Ihnen die Fondsbesteuerung.
Anla­gestrategie.
Mit dem Pantoffel-Portfolio, der Anla­gestrategie von Finanztest, können Sie selbst mit herben Rück­schlägen eine vernünftige Rendite erwirt­schaften. Alle Infos zu Einmal­anlagen, Sparplänen und Auszahl­plänen finden Sie im Special Pantoffel-Portfolio.
Finanztest-ETF-Check.
In unserer neuen Serie zeigen wir, wie Sie mit ETF in spezielle Segmente wie Pharmaaktien, E-Mobilität oder Small Caps aus Schwellenländern investieren können.

ETF-Kauf – in fünf Schritten zum ETF

  1. Depot eröffnen. Wer in ETF an­legen möchte, braucht ein Wert­papierdepot. Das normale Giro­konto bei der Bank reicht nicht. Anleger können das Depot entweder bei ihrer Haus­bank einrichten oder – ein meist deutlich billigeres – Depot bei einer ­Direkt­bank im Internet eröffnen. Die Stiftung Warentest vergleicht regel­mäßig Depotpreise von Filial- und Onlinebanken. Um ein Onlinedepot zu eröffnen, laden Anleger das Formular für die Konto­eröff­nung von der Internetseite der Bank herunter und füllen es aus. Mit dem ausgefüllten Formular und einem Ausweisdokument gehen sie in eine Post­filiale. Dort bestätigt ein Mitarbeiter gegen­über der Bank die Identität des Neukunden (Postidentverfahren). Bei vielen Direkt­banken ist al­ternativ auch schon das sogenannte Videoidentverfahren am heimischen Computer möglich. Damit spart man sich den Gang in die Post­filiale.
  2. Anmelden und einloggen. Ein paar Tage nach der Anmel­dung schickt die Online­bank die Depotun­terlagen per Post. Dazu gehören neben der neuen Konto­nummer auch das Pass­wort und PIN-Nummern, die der Neukunde zur Depot­eröff­nung braucht. Dafür meldet er sich mit der zugeschickten Konto­nummer und mindestens einem Pass­wort auf der Internetseite seiner Bank an. Nun muss er nur noch Geld für den Kauf der ETF von seinem Giro­konto auf das neue Konto über­weisen, dann kann es losgehen – ­jedenfalls im Prinzip.
  3. Risiken abschätzen. Die Banken sind per Gesetz verpflichtet, vor der Ausführung einer Order eine so­genannte Angemessen­heits­prüfung durch­zuführen. Wer noch keine Erfahrungen mit risiko­behafteten Anlagen hat – dazu gehören auch Aktien-ETF –, soll von seinem Bank­berater auf diesen Umstand hingewiesen werden. Kunden von Direkt­banken erhalten vor der Ausführung ihrer Order einen Warnhin­weis, wenn sie mit der Risikoklasse des ETF gemäß ihren Angaben bei der Depot­eröff­nung noch keine ­Erfahrung haben. Manche Filialberater nehmen das ­vorgeschriebene Beratungs­gespräch zum Anlass, vermeintlich bessere Alternativen zu empfehlen, etwa bank­eigene Misch­fonds. Wer sich nach reiflicher Über­legung zum Kauf eines ETF entschlossen hat, sollte sich davon nicht abbringen lassen. Reine Aktien-ETF sind zwar in der Regel riskanter als ein vom Bank­berater angebotener Misch­fonds, aber Anleger können das Risiko auf einfache Weise reduzieren, indem sie Aktien-ETF mit Anleihen-ETF oder einer Absicherung in ­Tages­geld kombinieren. Finanztest empfiehlt als Alternative zu Misch­fonds das Pantoffel-Portfolio.
  4. ETF auswählen. Das ist der wichtigste Schritt, denn längst nicht jeder ETF eignet sich für Einsteiger. Viele ETF sind sogar ähnlich spekulativ wie riskante Einzel­aktien. Als Basis­anlage empfehlen die Finanztest-Experten ETF auf den Welt­aktien­index MSCI World. Eine Liste von Basisfonds finden Sie im Abschnitt MSCI World ETF. Einen Über­blick mit allen Informationen zu empfehlens­werten ETF gibt es bei Fonds und ETF im Test.
  5. ETF kaufen. Wer bei seiner Haus­bank bleiben möchte, be­auftragt seinen Berater mit dem Kauf. Er muss sich nur über­legen, welche Summe er investieren möchte. Kunden von Direkt­banken müssen den Kauf selbst in Auftrag geben, sparen dafür aber Geld. Wie viele ETF sollen es sein? Die Stück­zahl für die Order ­ergibt sich, indem man den gewünschten Anla­gebetrag durch den aktuellen ETF-Kurs teilt. Der Kauf geht so: Der Direkt­bank­kunde klickt nach dem Einloggen die „Ordermaske“ an. Dort muss er die Wert­papierkenn­nummer (Isin) und die Stück­zahl eingeben und einen Börsen­platz wählen. Am gängigsten sind der Xetra-Handel der Frank­furter Börse und Bestx der Stutt­garter Börse. Es empfiehlt sich, vor dem Kauf die Kurse an unterschiedlichen Börsenplätzen zu vergleichen, etwa über die Internetseite einer Online­bank.

Mehr zum Thema

  • Aktienfonds Deutsch­land Welche Fonds sich als Beimischung fürs Depot eignen

    - Wer sein Geld in deutsche Aktien gesteckt hat, dem konnte zu Beginn der Corona-Krise angst und bange werden. Doch dem historisch schnellen Absturz folgte eine schnelle...

  • Währungs­risiken bei Gold, Fonds, MSCI World Muss ich das Risiko absichern?

    - Viele Anleger meiden aus Angst vor Währungs­risiken Fonds, die in Fremdwährung notiert sind – zum Beispiel ETF auf den Aktien­index MSCI World, deren Anteile auf Dollar...

  • Corona-Krise und die Aktienmärkte So entwickelten sich die Märkte seit dem Corona-Crash

    - Ein Jahr nach dem Tief­punkt des Corona-Crashs haben sich die Börsen erholt und erreichen neue Höchst­stände. Wir zeigen, wie sich verschiedene Anlagen entwickelt haben.