Fondssparer haben es schwer. In den letzten fünf Jahren waren rund 70 Prozent der Fonds schlechter als ihr Vergleichsindex, zeigt der Dauertest unserer Finanztest-Kollegen. Warum also lange nach einem Top-Fonds suchen, statt gleich auf den Index zu setzen?

Weil immer mehr Anleger diese Idee umsetzen, kommen zunehmend Indexfonds auf den Markt. Sie orientieren sich an weltweiten Indizes (MSCI-Welt), spezialisieren sich auf Regionen, Länder oder bestimmte Branchen. Vorteil: Die Rendite entspricht dem marktbreiten Durchschnitt, ist nie deutlich schlechter, allerdings auch nie besser. Dagegen können aktiv gemanagte Top-Fonds auch über Jahre hinweg den Index schlagen, wie die Tabellen in Finanztest zeigen.

Wer mit einem Ergebnis nahe am Index zufrieden ist und wenig riskieren will, sollte weltweite Indexfonds wählen. Da werden in Deutschland nur zwei angeboten: der Unico-Fonds (WKN 765 435) sowie der Balzac World Index (WKN 588 807). Beide bilden den MSCI World nach, wenn auch nicht 100-prozentig genau. Die laufenden Kosten liegen bei 0,5 und 0,65 Prozent jährlich. Der Unico ist für 2 Prozent Ausgabeaufschlag bei der Fondsgesellschaft oder über Banken an der Börse erhältlich. Den Balzac gibt es für 5,5 Prozent Ausgabeaufschlag bei der Fondsgesellschaft oder besonders günstig bei Consors für 1,25 Prozent.

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