Tipps

  • Anlageregion. Zunächst sollten Sie sich für eine Region - etwa Europa - entscheiden. Ob sie dann einen Fonds wählen, der beispielsweise den Dow Jones Stoxx, den FTSE Eurotop 300 oder den MSCI Europe nachbildet, ist zweitrangig: Die Wertentwicklung ist nämlich nahezu identisch.
  • Kaufkosten. Die meisten Banken berechnen bei börsengehandelten Fonds eine Mindestgebühr für die Transaktion. Bei geringen Summen mindert diese die Anlagesumme mehr als ein Ausgabeaufschlag. Wollen Sie nur wenig Geld investieren, sollten Sie daher besser Indexfonds mit Ausgabeaufschlag wählen - diese sind dann günstiger.
  • Interne Kosten. Kaufen Sie keinen Indexfonds, dessen interne Kosten mehr als 1 Prozent betragen. Die Kosten stehen dann in keinem Verhältnis zu den Renditeaussichten des Fonds.
  • Rendite. Sie ist durch die internen Kosten meist bis zu 1 Prozent niedriger als die Wertentwicklung des Vergleichsindex.
  • Sparplan. Durch ihre geringeren Kauf- und Verwaltungskosten sind Indexfonds günstiger als andere Fondssparpläne. Das gilt vor allem dann, wenn Sie monatlich nur kleine Beträge in Ihren Fondssparplan zahlen wollen.
  • Fonds-Selector. Unter www.xtf.de informiert die Deutsche Börse, für welche Regionen-, Länder- und Branchenindizes es börsengehandelte Fonds gibt und wie deren Kurse stehen.
  • Beimischung. Indexfonds auf Nemax, Nasdaq oder den MDax eignen sich aufgrund ihres sehr speziellen Anlagefokus nur als Beimischung bis zu 10 Prozent.
  • Branchenindexfonds. Als erfahrener Anleger können Sie auch Indexfonds für spezielle Branchen wie Gesundheit oder Technologie kaufen. Sie sind oft eine Alternative zu aktiv gemanagten Branchenfonds. Denn Letztere bilden aufgrund der eingeschränkten Aktienauswahl oft auch nur ihren Vergleichsindex ab. Wichtig: Branchen- oder Branchenindexfonds sollten höchstens 10 Prozent Ihres Depots ausmachen.

Indexfonds in Kürze

  • Anlage. Diese Fonds bilden mit der Auswahl der Aktien einen bestimmten Index nach. Daher entspricht ihre Wertentwicklung diesem auch weitgehend. Positiv für Anleger: Die internen Kosten von Indexfonds sind meist geringer als die anderer Fonds.
  • Eignung. Indexfonds eignen sich besonders für Anleger, die an der Entwicklung eines Kursbarometers teilhaben wollen und sich die Auswahl eines geeigneten Indexes zutrauen. Mit einem einzigen Wertpapier können sie so die wichtigsten Aktien einer Region oder eines Landes kaufen. Außerdem eignen sich Indexfonds gut für bequeme Sparer, die sich nicht intensiv um ihr Investment kümmern wollen. Gelegentlich sollten Anleger aber überprüfen, ob die gewählte Region noch zu der persönlichen Strategie passt.
  • Chance. Die Wertentwicklung liegt nah am entsprechenden Index. Das garantiert Anlegern, dass ihre Anteile nie wesentlich schlechter als dieser abschneiden. Zudem wissen Anleger jederzeit, welche Aktien enthalten sind.
  • Risiko. Diese Fonds sind – wie andere auch – von Markt abhängig, in den sie investieren. Fallen die Kurse, verliert auch der Fonds an Wert. Und: Die Wertsteigerung ist nie wesentlich besser als der entsprechende Index.

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