Indexfonds werden immer beliebter. Mittlerweile gibt es dreimal so viele wie noch zu Anfang des Jahres. Möglicher Grund: Diese passiv gemanagten Fonds bieten Anlegern mehr Sicherheit als andere Fondstypen. Denn ihre Wertentwicklung liegt immer nah an dem Index, den sie abbilden. Aktiv gemanagte Fonds im Finanztest-Fondsdauertest schnitten dagegen in den vergangenen fünf Jahren im Durchschnitt schlechter ab als ihr Vergleichsindex. Zudem gibt es Indexfonds oft zu günstigeren Konditionen. Finanztest sagt, was Anleger von diesem Investment erwarten können, für welche Regionen es Indexfonds gibt und was sie vor einem Kauf beachten sollten.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Indexfonds

Risikoneigung wichtig

Ohne Risiko geht es selbst bei Indexfonds nicht. Auch sie sind abhängig von der Entwicklung der Weltmärkte. Investoren können mögliche Verluste jedoch durch die Wahl der Anlageregion begrenzen. Dies ist das wichtigste Kriterium bei der Suche nach dem passenden Indexfonds. So besitzen weltweit anlegende Indexfonds - zwei davon gibt es immerhin - die größte Streuung und damit ein geringeres Risiko als beispielsweise Indexfonds der Region Japan. Allgemein gilt: Je spezieller der Markt, desto höher das Risiko.

Genau oder nah

Anleger müssen sich zudem entscheiden, ob sie in einen indexgenauen oder einen indexnahen Fonds investieren wollen. Letztere bilden den Index nicht 1:1 ab und können daher stärker von diesem abweichen. Im Hinblick auf die Rendite ist es jedoch meist gleichgültig, welchen Fondstyp sie wählen: Die Wertentwicklung liegt im Allgemeinen nah beieinander. Daher sollten Anleger besser die internen Gebühren und den Ausgabeaufschlag miteinander vergleichen.

Handel an der Börse

Einige Indexfonds werden nicht nur über Fondsgesellschaften oder Discountbroker vertrieben, sondern auch als so genannte Exchange Traded Fund (ETF) an der Börse gehandelt. Statt eines Ausgabeaufschlags zahlen Anleger die übliche Provision von meist einem Prozent bei Kauf oder Verkauf (bei Direktbanken sind auch 0,5 Prozent möglich). Zusätzlich fällt der so genannte Spread an - die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Wichtig: Viele Banken verlangen eine Mindestgebühr je Transaktion. Diese kann höher sein als der Ausgabeaufschlag. Für Anleger mit kleinem Geldbeutel sind die börsengehandelten Fonds daher nicht zu empfehlen.

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