Wund­starr­krampf (Tetanus)

Die Fakten zur Krankheit

Krank­heits­erreger und Über­tragung

Bakterien, die über­all im Erdreich vorkommen. Über­tragung durch Verletzungen, auch kleinste, oder bei Kontakt von vorgeschädigter Haut mit Erde, etwa bei der Garten­arbeit.

Vorkommen

Welt­weit, besonders in den Tropen und in Ländern mit schlechter medizi­nischer Versorgung. In Deutsch­land in den letzten Jahren weniger als 15 Erkrankungen pro Jahr.

Besonders gefähr­dete Menschen

Alle.

Krank­heits­bild

Nach drei Tagen bis drei Wochen Spannungs­gefühle an der Wunde. Kurz darauf starke, schmerzhafte Krämpfe der Kau- und Gesichts­muskulatur, später ganzer Muskel­gruppen. Arme und Beine sind meist nicht betroffen.

Komplikationen der Krankheit

Brüche im Bereich der Wirbelsäule; Lungen­entzündungen; Krämpfe des Kehl­kopfes und der Brust­muskulatur, die zum Ersti­ckungs­tod führen können.

10 bis 20 Prozent der Erkrankten sterben trotz intensiv-medizi­nischer Behand­lung.

Behand­lung

Gründliche Wund­versorgung und -hygiene. Antibiotika gegen die Erreger und Medikamente, die das Bakteriengift unschädlich machen.

Immun nach Erkrankung

Nein.

Die Fakten zur Impfung

Impf­stoff

Totimpf­stoff: verändertes Gift des Bakteriums.

Persönlicher Nutzen

Hundert­prozentiger Schutz vor einer stets lebens­gefähr­lichen Erkrankung.

Impf­quote bei Schul­anfängern 2009

96 Prozent.

Neben­wirkungen der
Sechs­fach-Impfung

(Tetanus, Diph­therie, Keuchhusten, Hib, Polio, Hepatitis B)

In den ersten Tagen womöglich Impf­reaktionen wie Schwellung und Rötung an der Einstich­stelle, Fieber, Magen-Darm-Beschwerden. Auch Infektionen der oberen Atemwege sind möglich. Je nach Kombinations­impf­stoff können etwas andere Neben­wirkungen auftreten.

Komplikationen der Sechs­fach-Impfung

Sehr selten. Bei weniger als einem von 10 000 Geimpften kommt es zu einem meist folgenlosen Fieberkrampf. Ebenfalls sehr selten ist ein kurz­zeitiger, sich schnell zurück­bildender, folgenloser, schockähnlicher Zustand („hypoton-hyporesponsive Episode“).

Impf­plan

Vier Impfungen im ersten Lebens­jahr. Auffrischung vor Schul­eintritt und als Jugend­licher.

Alternative Impf­strategie

Keine.

Immun nach Impfung

Mindestens zehn Jahre.

Wissenschaftliche Belege

Impf­erfolg und Sicherheit durch Studien und jahre­lange Anwendung belegt.

Unser Rat

Die Impfung ist für alle gesunden Kinder sinn­voll. Sie ist bewährt und vermindert die Krank­heits­häufig­keit drastisch.