Tipps

  • Abwägen. Impf­kalender sind die Grund­lage für Impf­entscheidungen. Betrachten Sie dabei immer auch die zugehörigen Krankheiten. Die Entscheidung hängt vom individuellen Gesund­heits­zustand ab und ist mit dem Arzt zu treffen. Bei schweren akuten Krankheiten werden Impfungen verschoben. Bei leichten Infekten mit einer Körpertemperatur unter 38,5 Grad Celsius ist das meist unnötig – was viele nicht wissen.
  • Impf­plan einhalten. Halten Sie die Termine aus den Impf­kalendern ein. Das ist für die Wirkung entscheidend. Viele Impf­stoffe, besonders Totimpf­stoffe mit abge­töteten Erregern oder deren Bestand­teilen, akti­vieren das Immun­system eher schwach. Dann sind für den Aufbau des Schutzes meist mehrere Portionen nötig, oft auch alle paar Jahre eine Auffrischung.
  • Kombinationen nutzen. Kombinations­impfungen vereinen Impf­stoffe gegen verschiedene Krankheiten in einer Spritze – das erspart den Kindern Pikser. Zuzu­raten ist laut Experten­kreis der Stiftung Warentest bei der Dreifach-Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln sowie bei der Sechs­fach-Impfung (gegen Tetanus, Diph­therie, Polio, Keuchhusten, Hepatitis B und Haemophilus influenzae Typ b). Es gibt auch „abge­speckte“ Kombinationen, etwa nur gegen Tetanus, Diph­therie und Keuchhusten oder eine Fünf­fach-Impfung ohne Schutz gegen Hepatitis B.
  • Neben­wirkungen beachten. Wie bei Medikamenten kommen auch bei Impf­stoffen Neben­wirkungen vor. Häufig, aber meist harmlos: Schwel­lungen, Rötungen, Schmerzen an der Einstich­stelle, Allgemein­beschwerden wie Fieber, Ermattung, Magen-Darm-Beschwerden, milde „Impf­krankheiten“, etwa masern-artige Haut­ausschläge. Schwere Neben­wirkungen sind sehr selten – aber nicht ganz auszuschließen. Wenn Sie nach einer Impfung Symptome bemerken, die Sie als bedrohlich empfinden, sprechen Sie unbe­dingt mit Ihrem Arzt. Er braucht die Information für etwaige Folg­eimpfungen. Zudem muss er Verdachts­fälle, die über die üblichen Impf­reaktionen hinaus­gehen, an die Gesund­heits­behörden melden. So lassen sich Risiken erkennen oder neu bewerten – für den Patienten­schutz.

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