Kombinations­impfungen: Meist eine sinn­volle Mischung

Impfungen für Kinder Test

Bis zu sechs Impf­stoffe in einer Spritze – ist das nicht ein biss­chen viel für den kleinen Kinder­körper? Wirkt der Mix ausreichend? Verursacht er mehr Neben­wirkungen? Das fragen sich Eltern. Hier kommt unsere Einschät­zung.

Sechs­fach-Impfung. Wir raten zu. Alle enthaltenen Impfungen schützen bewähr­termaßen vor schweren Krankheiten: Tetanus, Diph­therie, Polio, Keuchhusten, Hepatitis B und Haemophilus influenzae Typ B. Dass diese Impfungen auch in Kombination wirken, zeigen die Zulassungs­studien. Es scheint tatsäch­lich etwas häufiger Neben­wirkungen zu geben, doch vor allem harmlose Reaktionen an der Impf­stelle. Zudem: Auch Einzel­impfungen haben gewisse Neben­wirkungs­raten – in Summe über­steigen sie leicht die der Kombination. So sind zur Grund­immunisierung mit der Sechs­fach-Impfung 4 Pikser nötig – mit allen Impf­stoffen einzeln wären es 24. Es gibt auch „abge­speckte“ Kombinationen, etwa nur gegen Tetanus, Diph­therie, Keuchhusten oder eine Fünf­fach-Impfung ohne Schutz gegen Hepatitis B.

MMR-Impfung. Bei dieser Dreifach-Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln gilt Ähnliches wie bei der Sechs­fach-Impfung – wir raten zu. Dagegen ist bei der Vierfach-Impfung mit Zusatz­schutz gegen Wind­pocken Vorsicht geboten(siehe Tabelle „Windpocken“).

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