Grippeimpfung: Ein Denk­anstoß

Jähr­lich zur Winter­saison kommt der Aufruf zur Grippeimpfung. Dann zirkulieren vermehrt die Erreger, Influenzaviren. Eine Grippe beginnt plötzlich, dauert etwa zwei Wochen und quält mehr als eine Erkältung. Schwer verläuft sie vor allem bei über 60-Jährigen, chro­nisch Kranken, Schwangeren. Diesen Gruppen sowie Pfle­geheimbe­wohnern und medizi­nischem Personal wird die Impfung offiziell empfohlen.

Kontakt­reiche Kinder. Eine andere Idee ist erwägens­wert: die Impfung aller Kinder und Jugend­lichen. Ihre Immun­antwort ist besonders hoch; mit wachsendem Alter sinkt sie. Zudem verbreiten junge Menschen die Viren wegen ihrer vielen Sozial­kontakte besonders stark. Sie zu impfen, könnte eine Menge Infektionen verhindern, Risiko­gruppen schützen, sogar Grippewellen stoppen. Dagegen kann die generelle Impfung Älterer wohl entfallen. Das geht aber nur, wenn mehr als 90 Prozent der Kinder und Jugend­lichen die Grippeimpfung bekommen – jedes Jahr. 18 der 25 größten Krankenkassen erstatten die Kosten, auch bei gesunden Kindern und Jugend­lichen.

Schutz jedes Jahr. Impf­stoffe zum Spritzen enthalten Teile von drei Influenza-Virus­typen, die aktuell welt­weit besonders oft vorkommen, und sind jedes Jahr nötig. Für Kinder und Jugend­liche gibt es wohl nächste Saison einen als Nasen­spray.

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