Impfungen für Erwachsene

Gürtelrose (Herpes Zoster)

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Inhalt

Eine Spät­folge der Wind­pocken

Krankheit. Gürtelrose (Herpes Zoster) gilt als „das zweite Gesicht“ der Wind­pocken. Denn nach einer Wind­pocken-Infektion über­dauern die Erreger unbe­merkt in Nerven. Ist das Immun­system, etwa durch Stress, Alter oder Krankheit geschwächt, können sie wieder aktiv werden und Gürtelrose auslösen. Ungefähr jeder fünfte bis dritte Mensch erkrankt im Laufe des Lebens daran.

Symptome. Herpes Zoster äußert sich oft in Form eines bandförmigen Ausschlags – beispiels­weise am Rumpf oder auch an Armen, Beinen oder am Kopf – und heftig brennender Schmerzen. Normaler­weise verheilt eine Gürtelrose inner­halb einiger Wochen. Doch etwa 12 bis 20 Prozent der Patienten leiden danach unter chro­nischen Nerven­schmerzen, die noch Monate oder Jahre bestehen bleiben können.

Lebend- versus Totimpf­stoff

In Deutsch­land sind mitt­lerweile zwei Impf­stoffe gegen Gürtelrose zugelassen. Einen Totimpf­stoff namens Shingrix stufen die Experten der Stiftung Warentest für alle Menschen ab 60 Jahren als sinn­voll ein. Einen Lebend­impf­stoff namens Zostavax hingegen, der ohnehin keine Kassen­leistung ist, bewerten sie als wenig sinn­voll. Einen detaillierten Über­blick zu beiden Impf­stoffen sowie zur Wind­pocken­impfung bietet unser Testbe­richt Impfung gegen Windpocken und Gürtelrose.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 20.09.2021 um 15:08 Uhr
wie funktioniert eine Impfung?

@rischer: Bei einer Impfung werden abge­schwächte oder abge­tötete Erreger beziehungs­weise Bruch­stücke davon in den Organismus einge­schleust, meistens per Spritze. Das Ziel: Ohne eine gefähr­liche Krankheit auszulösen, akti­vieren sie als sogenannte Antigene das körper­eigene Immun­system, etwa zur Bildung von Antikörpern. Das soll fortan die echten Erreger abwehren und so vor der entsprechenden Infektions­krankheit schützen.

AugUndOhr am 19.09.2021 um 20:43 Uhr
Abgeschwächtes Bakteriengift

Wie funktioniert der Wirkmechanismus bei einer Impfung mit abgeschwächtem Bakterielngift(z.B. Tetanus)?
Das habe ich als Laie noch nicht verstanden.
P.S ich bitte um eine seriöse Antwort, bzw. Link durch die Stiftung Warentest, oder kompetenten Wissenschaftler. Selbsternannte Gurus mit blühender Phantasie müssen draußen bleiben!

marvingordon am 22.12.2020 um 13:44 Uhr
Impfung Keuchhusten

@Stiftung_Warentest: Vielen Dank für die detailliertere Einordnung! Allerdings bleibt der Widerspruch für mich bestehend. Aus meiner Sicht wäre die logische Schlussfolgerung, dass sich z.B. jeder im Rahmen einer Tetanusauffrischung auch wieder gegen Keuchhusten impfen lässt. Oder ist das Risiko möglicher Nebenwirkungen/Komplikationen zu groß?

Profilbild Stiftung_Warentest am 25.08.2020 um 11:09 Uhr
Impfung Keuchhusten

@marvingorden: Für die Impfung gegen Keuchhusten gibt es keinen Einzelimpfstoff, sondern die Impfung wird Erwachsenen einmalig - in der Regel mit der nächsten Impfung gegen Tetanus und Diphtherie - als Kombinationsimpfung verabreicht. Für eine Reihe von Impfungen, dazu zählt auch die Keuchhusten-Impfung, ist noch nicht sicher, ob eine Auffrischungsimpfung sinnvoll ist - ggf. könnte der Impfschutz von 5-10 Jahren auch länger dauern. Neben dem individuellen Schutz des einzelnen Erwachsenen ist außerdem wichtig, dass durch die Impfung von Erwachsenen auch Neugeborene geschützt werden, die selbst noch nicht geimpft werden können - und die sich durch infizierte Erwachsene anstecken können, bei denen die Erkrankung auch einen unspezifischen Verlauf nehmen kann. Für Neugeborene kann die Erkrankung jedoch mit einem hohen Komplikations- und Sterberisiko verbunden sein. Deshalb hat die Ständige Impfkommission in diesem Jahr die zusätzliche Empfehlung ausgesprochen, dass sich Schwangere gegen Keuchhusten zu Beginn des dritten Schwangerschaftsdrittels impfen lassen. Auch für Personal im Gesundheitsdienst (z. B. Hebammen, Ärzte) sowie in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten oder Altenheimen wird die Impfung gegen Keuchhusten empfohlen. Enge Kontaktpersonen eines Säuglings (z. B. Großeltern, Freunde, Babysitter, Tagesmütter) sollten spätestens vier Wochen vor der Geburt eine Auffrischimpfung erhalten, notfalls geht das auch noch später. Davon ausgenommen sind nur Erwachsene, die in den letzten zehn Jahren bereits gegen Keuchhusten geimpft wurden. (ka/bp)

marvingordon am 23.08.2020 um 14:07 Uhr
Auffrischung Keuchhusten

Sie empfehlen die einmalige Impfung gegen Keuchhusten, aber laut Ihrer Tabelle hält die Impfung nur für 5-10 Jahre. Aus meiner Sicht ist das ein Widerspruch. Warum empfehlen Sie die Impfung nur einmalig?