Impfungen für Erwachsene

Grippeimpfung

Inhalt

Für bestimmte Personen­gruppen

Alljähr­lich zur Winter­saison kommt der Aufruf zur Grippeimpfung. Dann zirkulieren vermehrt die Erreger, Influenzaviren. Eine Grippe beginnt plötzlich, dauert etwa zwei Wochen und quält deutlich mehr als eine Erkältung. Schwer verläuft sie vor allem bei über 60-Jährigen, chro­nisch Kranken und Schwangeren. Diesen Gruppen sowie Pfle­geheimbe­wohnern und medizi­nischem Personal wird die Impfung offiziell empfohlen.

Auf Kinder setzen

Die Experten der Stiftung Warentest teilen die oben genannten Empfehlungen – mit einem wichtigen Unterschied: Sie stufen die generelle Impfung älterer Menschen ab 60 Jahre als bevölkerungs­weite Impf­strategie als wenig sinn­voll sein, wobei sie natürlich im Einzel­fall nützen kann. Betroffene besprechen das am besten mit dem Arzt. Was gesell­schaftlich betrachtet große Vorteile bieten könnte, ist die Impfung möglichst vieler Kinder und Jugend­licher. Ihre Immun­antwort ist besonders hoch; mit wachsendem Alter sinkt sie. Zudem verbreiten junge Menschen die Viren wegen ihrer vielen Sozial­kontakte stark. Insbesondere Klein­kinder würden von der Impfung auch direkt profitieren – bei ihnen kann die Infektion einen schweren Verlauf nehmen. Details zu unseren Einschät­zungen für Kinder, ältere Menschen sowie Risiko­gruppen stehen in unserem Testbe­richt zur Grippeimpfung.

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24 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Profilbild Stiftung_Warentest am 20.09.2021 um 15:08 Uhr
wie funktioniert eine Impfung?

@rischer: Bei einer Impfung werden abge­schwächte oder abge­tötete Erreger beziehungs­weise Bruch­stücke davon in den Organismus einge­schleust, meistens per Spritze. Das Ziel: Ohne eine gefähr­liche Krankheit auszulösen, akti­vieren sie als sogenannte Antigene das körper­eigene Immun­system, etwa zur Bildung von Antikörpern. Das soll fortan die echten Erreger abwehren und so vor der entsprechenden Infektions­krankheit schützen.

rischer am 19.09.2021 um 20:43 Uhr
Abgeschwächtes Bakteriengift

Wie funktioniert der Wirkmechanismus bei einer Impfung mit abgeschwächtem Bakterielngift(z.B. Tetanus)?
Das habe ich als Laie noch nicht verstanden.
P.S ich bitte um eine seriöse Antwort, bzw. Link durch die Stiftung Warentest, oder kompetenten Wissenschaftler. Selbsternannte Gurus mit blühender Phantasie müssen draußen bleiben!

marvingordon am 22.12.2020 um 13:44 Uhr
Impfung Keuchhusten

@Stiftung_Warentest: Vielen Dank für die detailliertere Einordnung! Allerdings bleibt der Widerspruch für mich bestehend. Aus meiner Sicht wäre die logische Schlussfolgerung, dass sich z.B. jeder im Rahmen einer Tetanusauffrischung auch wieder gegen Keuchhusten impfen lässt. Oder ist das Risiko möglicher Nebenwirkungen/Komplikationen zu groß?

Profilbild Stiftung_Warentest am 25.08.2020 um 11:09 Uhr
Impfung Keuchhusten

@marvingorden: Für die Impfung gegen Keuchhusten gibt es keinen Einzelimpfstoff, sondern die Impfung wird Erwachsenen einmalig - in der Regel mit der nächsten Impfung gegen Tetanus und Diphtherie - als Kombinationsimpfung verabreicht. Für eine Reihe von Impfungen, dazu zählt auch die Keuchhusten-Impfung, ist noch nicht sicher, ob eine Auffrischungsimpfung sinnvoll ist - ggf. könnte der Impfschutz von 5-10 Jahren auch länger dauern. Neben dem individuellen Schutz des einzelnen Erwachsenen ist außerdem wichtig, dass durch die Impfung von Erwachsenen auch Neugeborene geschützt werden, die selbst noch nicht geimpft werden können - und die sich durch infizierte Erwachsene anstecken können, bei denen die Erkrankung auch einen unspezifischen Verlauf nehmen kann. Für Neugeborene kann die Erkrankung jedoch mit einem hohen Komplikations- und Sterberisiko verbunden sein. Deshalb hat die Ständige Impfkommission in diesem Jahr die zusätzliche Empfehlung ausgesprochen, dass sich Schwangere gegen Keuchhusten zu Beginn des dritten Schwangerschaftsdrittels impfen lassen. Auch für Personal im Gesundheitsdienst (z. B. Hebammen, Ärzte) sowie in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten oder Altenheimen wird die Impfung gegen Keuchhusten empfohlen. Enge Kontaktpersonen eines Säuglings (z. B. Großeltern, Freunde, Babysitter, Tagesmütter) sollten spätestens vier Wochen vor der Geburt eine Auffrischimpfung erhalten, notfalls geht das auch noch später. Davon ausgenommen sind nur Erwachsene, die in den letzten zehn Jahren bereits gegen Keuchhusten geimpft wurden. (ka/bp)

marvingordon am 23.08.2020 um 14:07 Uhr
Auffrischung Keuchhusten

Sie empfehlen die einmalige Impfung gegen Keuchhusten, aber laut Ihrer Tabelle hält die Impfung nur für 5-10 Jahre. Aus meiner Sicht ist das ein Widerspruch. Warum empfehlen Sie die Impfung nur einmalig?