Impfungen gegen Corona - Das müssen Sie jetzt wissen

Vier Corona-Impf­stoffe gibt es bisher: Astra Zeneca, Biontech/Pfizer, Johnson & Johnson, Moderna.

Impf­schutz vor Covid-19 lässt hoffen. Hier finden Sie alle Infos, inklusive der aktuellen Empfehlungen zu Astra Zeneca als Erst- und Zweitimpfung und zur Kinder-Impfung.

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Impfen von Kindern und Jugend­lichen

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Welcher Impf­stoff steht Kindern und Jugend­lichen zur Verfügung?

Die EU-Kommis­sion hat den Impf­stoff von Biontech und Pfizer Ende Mai für Kinder und Jugend­liche im Alter von 12 bis 15 Jahren zugelassen, nachdem die Europäische Arzneimittelagentur Ema ihn für diese Alters­gruppe empfohlen hatte.

Laut Ema wirkt der Impf­stoff bei den Jüngeren genauso gut wie bei den Älteren. Der Nutzen der Impfung über­wiege auch in dieser Alters­gruppe die Risiken – vor allem bei Heran­wachsenden, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf hätten. Dazu gehören etwa Kinder mit bestimmten chro­nischen Krankheiten. Zuvor durfte der Impf­stoff von Biontech und Pfizer in der EU nur bei Jugend­lichen ab 16 Jahren einge­setzt werden.

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Auf welcher Daten­basis hat die Ema die Impfung zugelassen?

Die Zulassungs­studie, veröffent­licht im New England Journal of Medicine, basiert auf Daten von 2 260 Heran­wachsenden im Alter von 12 bis 15 Jahren. Die eine Hälfte von ihnen hatte den Impf­stoff erhalten, die andere Placebo-Spritzen mit Kochsalzlösung. Der Impf­abstand betrug 21 Tage.

Das Ergebnis: Die zweifache Impfung konnte den Autoren der Studie zufolge eine Infektion zu 100 Prozent verhindern. In der Gruppe der Geimpften habe es keinen Covid-19-Fall gegeben, in der Placebo-Gruppe dagegen 16.

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Was ist über Impf-Neben­wirkungen bei Kindern und Jugend­lichen bekannt?

Laut Zulassungs­studie sind die Impf­reaktionen bei den Heran­wachsenden, sofern sie auftraten, mild bis moderat gewesen. Betroffene hätten etwa über Schmerzen an der Einstich­stelle, Müdig­keit, Kopf­schmerzen oder Fieber berichtet – nach der zweiten Dosis öfter als nach der ersten. Die Beschwerden seien meist nach wenigen Tage abge­klungen.

Schwerere Neben­wirkungen wie Thrombosen oder ein anaphylaktischer Schock seien nicht aufgetreten. Die Ema räumt allerdings ein, dass seltene Neben­wirkungen womöglich auch aufgrund der geringen Teilnehmerzahl nicht beob­achtet worden seien.

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Wie steht es um das Risiko von Herz­muskel­entzündungen?

Kürzlich berichtete das Fachjournal Science über Meldungen des israe­lischen Gesund­heits­ministeriums, wonach in Israel bei wenigen jungen Männern im Alter von 16 bis 24 Jahren nach der Impfung mit dem mRNA-Impf­stoff Comirnaty Herz­muskel­entzündungen aufgetreten seien. Die Erkrankungen seien meist mild verlaufen und – typisch für Herz­muskel­entzündungen – nach einigen Wochen ausgeheilt.

Auch in Norwegen und Deutsch­land wurden vereinzelt Herz­muskel­entzündungen nach der Impfung bei jungen Männern beob­achtet. Laut Ema und RKI werden diese Fälle derzeit von den zuständigen Behörden untersucht, die Ergeb­nisse ständen noch aus.

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Für welche Kinder und Jugend­lichen empfiehlt die Ständige Impf­kommis­sion Stiko eine Impfung?

Die Ständige Impfkommission Stiko empfiehlt die Impfung derzeit nicht allgemein für alle 12- bis 17 Jährigen, sondern nur für diejenigen aus dieser Alters­gruppe mit besonderem Risiko: Dazu gehören Kinder und Jugend­liche mit bestimmten Vorerkrankungen oder auch mit regel­mäßigem Kontakt zu Menschen, die sich vor einer Corona-Infektion nicht schützen können.

Eine Impfung ist laut RKI auch sinn­voll für Jugend­liche, die arbeits­bedingt ein erhöhtes Anste­ckungs­risiko haben.

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Warum wird nicht allen Kinder und Jugend­lichen die Impfung empfohlen?

Laut Stiko liegen bislang noch wenig Daten und Erfahrungen zur Sicherheit der Impfung für Heran­wachsende vor. Die Zahl der untersuchten Kinder und Jugend­lichen sei zu klein, um auch häufigere unerwünschte Ereig­nisse zu entdecken.

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Wie dringlich ist es, Kinder und Jugend­liche zu impfen?

Die Stiko sieht für nicht vorerkrankte Kinder und Jugend­liche derzeit keine Eile. Covid-19-Erkrankungen verliefen bei ihnen meist mild oder ganz ohne Symptome. Statistisch gesehen käme nur 1 Prozent der erkrankten Heran­wachsenden ins Kranken­haus. Bei Vorerkrankungen könne es aber zu schweren Verläufen kommen.

In Deutsch­land seien Todes­fälle bislang nur bei sehr wenigen, sehr schwer vorerkrankten Kindern und Jugend­lichen aufgetreten. Auch vor dem Hintergrund der allgemeinen Impf­stoff-Knapp­heit empfiehlt die Stiko, zunächst stärker gefähr­dete Personen zu impfen.

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Bei welchen Vorerkrankungen sollten Kinder und Jugend­liche geimpft werden?

Die Stiko nennt folgende Vorerkrankungen:

Adipositas, angeborene oder erworbene Immun­schwäche, herab­gesetztes Immun­system durch die Einnahme von Immun­suppressiva und angeborene zyanotische Herz­fehler – sie gehen mit einer schlechten Sauer­stoff­versorgung des Körpers einher.

Außerdem schwere Herz­insuffizienz, Blut­hoch­druck mit verengten Lungengefäßen, chro­nische Lungen­erkrankungen mit anhaltend einge­schränkter Lungenfunk­tion, chro­nische Niereninsuffizienz, chro­nische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen, bösartige Tumor­erkrankungen, nicht gut einge­stellter Diabetes mellitus und Trisomie 21.

Ebenfalls geimpft werden sollten Kinder und Jugend­liche, die an syndromalen Erkrankungen mit schwerer Beein­trächtigung leiden – dazu gehört eine Vielzahl von Erkrankungen, die oft mit geistiger Behin­derung oder angeborenen Fehl­bildungen verbunden sind.

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Wie wirk­sam ist die Impfung bei Kindern laut Stiko?

Die Wirk­samkeit des Impf­stoffs von Biontech und Pfizer liegt für 12- bis 15-Jährige nach der zweiten Impf­dosis bei 100 Prozent, berichtet das RKI.

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Was müssen impf­willige Eltern tun, um ihr Kind impfen zu lassen?

Wenn Eltern oder andere Sorgeberechtigte eine Impfung ihres 12- bis 17-jährigen Nach­wuchses wünschen, können Sie in einer Arzt­praxis einen Impf­termin vereinbaren – zum Beispiel beim Kinder­arzt. Bei den Impf­zentren hängt es vom Bundes­land ab, ob auch Kinder ohne Priorisierung geimpft werden können.

Vor der Impfung müssen Eltern oder die anderen Sorgeberechtigten ärzt­lich über Nutzen und Risiken aufgeklärt werden. Dabei wird ein Infoblatt ausgehändigt, das bei der individuellen Abwägung helfen soll.

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Was ist über das Risiko von Long-Covid bei Kindern und Jugend­lichen nach einer Infektion bekannt?

Über die Häufig­keit und genauen Symptome von Long-Covid bei Kindern und Jugend­lichen wird laut RKI noch geforscht.

Bislang sind nach Covid-19-Erkrankungen bei einigen Heran­wachsenden anhaltende Erschöpfungs­zustände, Atem­beschwerden, Konzentrations- und Schlafstörungen, depressive Verstimmungen und Herz­rhythmus­störungen aufgefallen. Teils hielten die Symptome Wochen oder Monate an.

Ob die Symptome tatsäch­lich auf Covid-19 zurück­zuführen seien, ist laut Stiko noch unklar. Diese Symptome können über Wochen bis Monate anhalten.

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Wie gefähr­lich ist das Pims-Syndrom nach einer Corona-Infektion?

In seltenen Fällen sind Kinder und Jugend­liche nach einer Covid-19-Infektion an Pims erkrankt. Bei Pims – das Kürzel steht für die eng­lische Krank­heits­bezeichnung Pediatric Inflammatory Multi­system Syndrome – kommt es zu einem schweren entzündlichen Krank­heits­bild.

Pims ist laut RKI gut behandel­bar und heilt meist folgenlos aus. In der Alters­gruppe der 12- bis 17-Jährigen seien schät­zungs­weise 0,04 Prozent der Infizierten an Pims erkrankt.

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Ab wann können die andern zugelassenen Impf­stoffe einge­setzt werden?

Die anderen zugelassenen Impf­stoffe von Moderna, Astra Zeneca und Johnson & Johnson sind nach wie vor erst für Erwachsene ab 18 Jahren vorgesehen. Vertreter von Moderna haben Anfang Juni 2021 bei der Ema beantragt, ihren Impf­stoff für Kinder und Jugend­liche ab 12 Jahren zuzu­lassen.

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Warum sind die Impf­stoffe nicht von vorn­herein für Kinder entwickelt worden?

Es gibt mehrere Gründe, weshalb die Impf­stoffe schwer­punkt­mäßig zuerst für Erwachsene entwickelt worden sind: Kinder sind schon allein aus ethischen Gründen nicht für frühe Tests vorgesehen. Außerdem lag das Augen­merk der Impf­stoff­entwick­lung laut RKI zunächst auf denjenigen, die am schwersten erkranken können.

Vector-Impf­stoffe von Astra Zeneca und Johnson & Johnson

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Wie funk­tionieren Vektor-Impf­stoffe?

Der Impf­stoff von Johnson & Johnson gehört wie der Impf­stoff von Astra Zeneca zu den sogenannten Vektor-Impf­stoffen (Tabelle: Zugelassene Impfstoffe gegen Covid-19). Sie bestehen laut Paul-Ehrlich-Institut aus einem harmlosen, bei Menschen nicht vermehrungs­fähigen Virus aus der Familie der Adenoviren (Erkältungs­viren). Dieses Virus wurde so verändert, dass es das Gen mit dem Bau­plan zur Herstellung des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 enthält. Das Spike-Protein befindet sich auf der Oberfläche des Coronavirus und ermöglicht es dem Virus, in Körperzellen einzudringen.

Bei der Impfung gelangt das Gen in einige wenige Körperzellen, die nunmehr das Spike-Protein produzieren. Das Immun­system der geimpften Person erkennt dieses Spike-Protein als fremd und produziert natürliche Abwehr­kräfte – Antikörper und T-Zellen – gegen dieses Protein. Wenn die geimpfte Person später mit dem Coronavirus in Kontakt kommt, erkennt das Immun­system das Virus und kann es angreifen. Das soll vor einer Covid-19-Erkrankung und vor schwerem Verlauf schützen.

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Was sind die Vorteile von Vektor-Impf­stoffen?

Vektor-Impf­stoffe bieten zwei entscheidende Vorteile: Sie können bei Temperaturen von 2 bis 8 Grad Celsius trans­portiert und gelagert werden und lassen sich relativ schnell in großen Mengen herstellen. In der Vergangenheit sind bereits mehrere Vektor-Impf­stoffe zugelassen worden, zum Beispiel gegen Ebola.

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Kann DNA aus Vektor-Impf­stoffen ins menschliche Erbgut einge­baut werden?

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft besteht kein Risiko, dass DNA von Adenovirus-Vektoren in das menschliche Erbgut aufgenommen wird, so die Stiko. Die Vektoren würden als nicht-integrierende Vektoren gelten – sie integrierten ihr Erbgut also nicht in das Erbgut von Körperzellen und verblieben außer­halb der menschlichen DNA.

Laut Stiko sind auch bei natürlichen Infektionen mit Adenoviren bisher keine genetische Veränderung menschlicher Zellen beob­achtet worden. Der Körper könne diese Viren schnell eliminieren.

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Wie gut schützt der Impf­stoff von Astra Zeneca?

Laut RKI hat der Impf­stoff von Astra Zeneca bei Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren eine Wirk­samkeit von bis zu 80 Prozent gegen Covid-19. Bei Menschen mit Vorerkrankungen sei der Impf­stoff genauso wirk­sam. Der Impf­stoff wurde laut Ständiger Impf­kommis­sion in vier Studien mit insgesamt 24 000 Teilnehmenden untersucht, wobei die letzte Auswertung Anfang November 2020 erfolgte. Zu diesem Zeit­punkt lag die Impfung im Schnitt zwei Monate zurück.

Die eine Hälfte der Teilnehmenden bekam den Impf­stoff von Astra Zeneca, die andere etwa einen Meningokokken-Impf­stoff oder ein Scheinmedikament in Form einer Kochsalzlösung. Die meisten Probanden erhielten zwei volle Impf­dosen. Manchen Studien­teilnehmer wurde allerdings bei der ersten Impfung nur die halbe Dosis verabreicht.

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA fasst in ihrer Bewertung diese beide Gruppen zusammen, da sie nicht von großen Unterschieden in der Wirk­samkeit ausgeht. Diese wurde auf Basis der Daten von etwa 11 500 Personen ausgewertet.

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Was ist über schwere Thrombosen nach der Impfung mit Astra Zeneca bekannt?

In Deutsch­land sind dem Paul-Ehrlich-Institut (Stand 30.04.2021) 67 Fälle von Thrombosen der Thrombozytopenie (TTS), die nach der ersten Impfung mit dem Impf­stoff aufgetreten sind. Bei den meisten Fällen handelte es sich um eine Sinusvenen­thrombose im Hirn mit einem Mangel an Blutplätt­chen. Betroffen gewesen seien vor allem Frauen im Alter von 20 bis 79 Jahren, 14 Menschen seien gestorben. Die Fälle seien 4 bis 16 Tage nach der ersten Impfung aufgetreten.

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Welcher Warnhin­weis zu Thrombosen steht in der Produkt­information zu Astra Zeneca?

In der Produktinformation zum Impf­stoff von Astra Zenca steht seit Mitte März 2021 der Warnhin­weis, dass nach der Impfung in sehr seltenen Fällen spezielle Thrombosen mit einem Mangel an Thrombozyten – teils begleitet von Blutungen – beob­achtet worden seien. Dazu zählten Hirnvenen-Thrombosen. Die schweren Neben­wirkungen seien über­wiegend sieben bis 14 Tage nach der Impfung bei Frauen unter 55 Jahren aufgetreten. Einige Fälle seien tödlich verlaufen.

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Wie sollen sich Geimpfte bei Beschwerden nach einer Impfung mit Astra Zeneca verhalten?

Geimpfte sollten sofort einen Arzt aufsuchen, wenn sie nach der Impfung Symptome wie Kurz­atmig­keit, Brust­schmerzen, Bein­schwel­lungen oder anhaltende Bauch­schmerzen entwickeln. Außerdem sollten alle Personen, die nach der Impfung neurologische Symptome aufweisen, wie starke oder anhaltende Kopf­schmerzen oder verschwommenes Sehen, oder bei denen nach einigen Tagen auf der Haut Blut­ergüsse außer­halb des Verabreichungs­ortes der Impfung auftreten, umge­hend zum Arzt gehen.

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Für wen empfiehlt die Stiko den Impf­stoff von Astra Zeneca?

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt den Impf­stoff seit Anfang April 2021 nur noch für Erwachsene ab 60 Jahren – ursprüng­lich hatte sie ihn nur für Menschen von 18 bis 64 Jahren empfohlen, anschließend für alle Erwachsenen.

Ausschlag­gebend für die nochmalige Änderung der Empfehlung sind laut Stiko die derzeit verfügbaren Daten zu seltenen, aber sehr schweren Fällen von Hirnvenen­thrombosen. Diese traten 4 bis 16 Tage nach der Impfung über­wiegend bei Personen unter 60 Jahren auf. Eine Impfung mit Astra Zeneca bei Jüngeren bleibt aber möglich – „nach ärzt­lichem Ermessen und bei individueller Risikoakzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung“.

Die Europäische Arzneimittelagentur empfiehlt Astra Zeneca weiterhin uneinge­schränkt für alle Alters­gruppen. Es sei zwar ein möglicher Zusammen­hang zwischen dem Impf­stoff und seltenen Thrombose-Fällen fest­gestellt worden. Der Nutzen von Astra Zeneca als Mittel gegen die Pandemie sei aber höher zu bewerten als das Risiko von Neben­wirkungen.

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Kann man nach der ersten Dosis mit Astra Zeneca mit einem anderen Impf­stoff weiter geimpft werden?

Die Stiko empfiehlt Personen unter 60 Jahren, die bereits einmal mit Astra Zeneca geimpft wurden, nach 12 Wochen einen anderen Impf­stoff als Zweitimpfung. Ihnen soll statt­dessen ein mRNA-Impf­stoff, entweder von Biontech oder Moderna, verabreicht werden.

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Wie gut wirkt der Impf­stoff Janssen von Johnson & Johnson?

Laut einer Auswertung von mehreren großen klinischen Studien mit insgesamt knapp 44 000 Probanden kann der Impf­stoff namens Janssen das Risiko für eine schwere oder moderate Covid-19-Erkrankung um bis zu 67 Prozent verringern. Das berichtet die Europäische Arzneimittelagentur Ema in ihrer Empfehlung für die EU-Zulassung. Von dem Impf­stoff reicht eine Dosis. Der Hersteller Janssen-Cilag ist eine Tochter des US-Unter­nehmens Johnson & Johnson.

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Warum hat die Ema den Impf­stoff von Johnson & Johnson nochmals über­prüft?

Die Europäische Arzneimittelagentur Ema hat am 20. April 2021 nochmals die Sicherheit des Vakzins von Johnson & Johnson über­prüft, nachdem in den USA bei acht von mehr als sieben Millionen Geimpften Blut­gerinnsel aufgetreten waren. Die Gerinnsel hatten sich in den Venen von Hirn, Bauch oder in den Arterien gebildet und gingen mit einem nied­rigen Gehalt an Blutplätt­chen einher – teils noch mit Blutungen. Ein Fall verlief tödlich.

Die Betroffenen waren unter 60 Jahre alt und über­wiegend Frauen. Bei allen waren zuvor keine speziellen Risiko­faktoren bekannt gewesen. Die beob­achteten Fälle sind nach Einschät­zung der Ema sehr ähnlich den nach Impfungen mit dem Impf­stoff von Astra Zeneca gemeldeten Blut­gerinnsel-Fällen.

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Wie lautet die aktualisierte Einschät­zung der Ema zum Impf­stoff von Johnson & Johnson?

Die Ema gibt dem Impf­stoff von Johnson & Johnson weiterhin grünes Licht. Der Nutzen sei höher als die Risiken, das Präparat könne in der EU allen Menschen ab 18 Jahren verabreicht werden. Die Ema bestätigte allerdings, dass der Impf­stoff in sehr seltenen Fällen Blut­gerinnsel verursachen könne. Dem Impf­stoff solle ein entsprechender Warnhin­weis beigefügt werden.

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Was empfiehlt die Stiko?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt seit Mitte Mai 2021, den Impf­stoff von Johnson & Johnson bei Menschen ab 60 Jahren einzusetzen. Nach einem Aufklärungs­gespräch durch einen Arzt oder eine Ärztin sollen allerdings auch Jüngere diesen Impf­stoff erhalten können, sofern sie den Impf­stoff wollen und das Risiko für Thrombosen akzeptieren, das als äußerst gering einge­stuft wird.

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Bei welchen Beschwerden sollten Menschen nach der Impfung ärzt­liche Hilfe suchen?

Treten bis zu drei Wochen nach der Impfung mit dem Mittel von Johnson & Johnson folgende Symptome , sollten Geimpfte dringend eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen: Kurz­atmig­keit, Brust­schmerzen, geschwollene Beine, anhaltende Bauch­schmerzen, neurologische Symptome wie anhaltende und starke Kopf­schmerzen oder verschwommenes Sehen, kleine Blutflecken unter der Haut jenseits der Impf­stelle.

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Auf welcher Basis wurde die Schutz­wirkung des Johnson&Johnson-Impf­stoffs bewertet?

Die Daten für die Zulassung stammen aus mehreren großen klinischen Studien in den USA, Südafrika und sechs latein­amerikanischen Ländern. Daran nahmen knapp 44 000 Probandinnen und Probanden im Alter von 18 bis 100 Jahren teil – etwa 40 Prozent war älter als 60 Jahre. Die eine Hälfte erhielt den Wirk­stoff, die andere einen wirkungs­losen Placebo.

Im Studien­zeitraum traten 464 Covid-19-Infektionen unter den Teilnehmenden auf. Dabei lag die Zahl der Erkrankten in der Gruppe der Geimpften mit 116 Fällen um zwei Drittel nied­riger als in der Placebo-Gruppe (348 Fälle).

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Für wen wird der Impf­stoff von Johnson & Johnson empfohlen?

Für alle Menschen ab 18 Jahren.

mRNA-Impf­stoffe von Biontech/Pfizer und Moderna

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Wie wirken die sogenannten mRNA-Impf­stoffe von Moderna und Biontech/Pfizer?

Die Impf­stoffe von Moderna und Biontech/Pfizer gehören zu den mRNA-Impf­stoffen (Tabelle: Zugelassene Impfstoffe gegen Covid-19). Diese basieren auf sogenannter mRNA (Messenger-Ribo­nukleinsäure) von Sars-CoV-2. Diese mRNA enthält den Bau­plan für ein Eiweiß, das auf der Oberfläche des Virus vorkommt.

Via Impfung gelangt dieser Bau­plan in einige Körperzellen. Sie stellen für kurze Zeit das Eiweiß her und regen das Immun­system an, Abwehr­stoffe dagegen zu bilden. Das Immun­system kann dadurch das Virus bei einem späteren Kontakt erkennen und bekämpfen.

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Wie gut schützen die mRNA-Impf­stoffe?

Beide Impf­stoffe haben sich in klinischen Studien als effektiv erwiesen. Laut der Europäischen Arzneimittelagentur Ema zeigt eine sehr große klinische Studie, dass der Impf­stoff namens mRNA-1273 von Moderna bei Menschen ab 18 Jahren wirk­sam war. An der Studie nahmen etwa 30 000 Menschen teil. Von ihnen erhielt eine Hälfte den Impf­stoff, die andere einen Placebo – eine wirkungs­lose Kochsalzlösung.

Das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, sank bei den Geimpften im Vergleich zur Placebogruppe insgesamt um 94,1 Prozent. Bei Teilnehmenden mit einem Risiko für schwere Covid-19-Verläufe wie Menschen mit chro­nischen Erkrankungen von Lungen, Herz und Leber, Adipositias oder Diabetes lag die Wirk­samkeit bei 90,9 Prozent.

Die Wirk­samkeit des bereits zugelassenen Impf­stoffs Comirnaty von Biontech/Pfizer ist vergleich­bar gut. Für ihn hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) bereits eine Empfehlung veröffent­licht. Danach hat der in der entscheidenden klinischen Studie mit knapp 43 500 Teilnehmenden die Wahr­scheinlich­keit für eine Infektion mit Covid-19 um 95 Prozent verringert.

Auch in dieser Studie erhielt die eine Hälfte der Probanden den Impf­stoff, die andere einen Placebo in Form von Kochsalzlösung. Die Impfung schützte in verschiedenen Alters­gruppen ähnlich gut, auch bei Menschen mit Vorerkrankungen.

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Was hat es mit Lipid-Nanop­artikeln in mRNA-Impf­stoffen auf sich? Sind sie gefähr­lich?

Die mRNA in den Impf­stoffen ist mit Lipid­stoffen umhüllt, so dass sogenannte mRNA-Lipid-Nanop­artikel entstehen. Diese bleiben auch nach dem Spritzen in die Muskeln stabil und ermöglichen, dass einige wenige Muskel- und Immun­zellen die mRNA über­haupt aufnehmen können.

Die Ständige Impfkommission verweist auf Studien­ergeb­nisse, wonach die Lipid-Nanop­artikel nicht zell­schädigend seien und von ihnen keine Gefahr für den menschlichen Körper ausgehe.

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Besteht die Gefahr, dass Geimpfte die mRNA aus den Impf­stoffen ins genetische Material aufnehmen?

Laut Ständiger Impfkommisssion besteht keine Gefahr. Die mRNA der Impf­stoffe werde nach kurzer Zeit von den Zellen abge­baut. Sie werde nicht in DNA umge­baut und habe keinen Einfluss auf Körperzellen oder Keimbahn­zellen. Nach dem Abbau der mRNA findet keine weitere Produktion des Antigens statt.

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Was unterscheidet mRNA-Impf­stoffe von den meisten herkömm­lichen Impf­stoffen?

Während bei vielen herkömm­lichen Impf­stoffen das Antigen selbst gespritzt wird, injiziert man beim mRNA-Impf­stoff die genetische Information. Der Körper bildet das Antigen dann selbst.

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Was sind Vorteile von mRNA-Impf­stoffen?

Von mRNA-basierten Impf­stoffe lässt sich in wenigen Wochen eine große Zahl an Impf­dosen herstellen.

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Gibt es bereits andere zugelassene mRNA-Impf­stoffe?

Nein. Allerdings laufen laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) schon länger klinische Prüfungen mit DNA- und mRNA-Impf­stoffen, insbesondere für Impf­stoffe gegen Krebs­erkrankungen.

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Welcher Abstand sollte zwischen erster und zweiter Dosis von einem mRNA-Impf­stoff liegen?

Beide mRNA-Impf­stoffe entfalten ihre volle Wirkung erst nach zwei Dosen. Die Stiko empfiehlt auf Basis neuer Wirk­samkeits­daten einen Abstand von sechs Wochen zwischen erster und zweiter Dosis. Dadurch sei eine sehr gute individuelle Schutz­wirkung zu erzielen. Auch könnten so mehr Menschen schneller eine Erst­impfung erhalten als zuvor: In den ersten Monaten nach Zulassung der mRNA-Impf­stoffe hatte die Stiko einen Abstand von drei beziehungs­weise vier Wochen zwischen den Impf­dosen empfohlen.

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Was unterscheidet die beiden mRNA-Impf­stoffe?

Temperatur­empfindlich­keit. Während der Impf­stoff von Biontech und Pfizer bei etwa minus 70 Grad Celsius gelagert und trans­portiert werden muss, verträgt der Impf­stoff von Moderna bei der Auslieferung Temperaturen von „nur“ minus 25 bis minus 15 Grad. Er kann danach sogar licht­geschützt bei Temperaturen von 2 bis 8 Grad für maximal 30 Tage im Kühl­schrank gelagert werden. Der Impf­stoff von Biontech und Pfizer soll laut Produkt­information nach der Entnahme aus dem Gefrier­schrank bei 2 bis 8 Grad bis zu fünf Tage halten – voraus­gesetzt, die Flaschen bleiben verschlossen.

Mindest­alter für Impfung. Während der Impf­stoff von Biontech/Pfizer für bereits für Jugend­liche ab 16 Jahre zugelassen ist, darf der Impf­stoff von Moderna nur erwachsenen Menschen ab 18 Jahren verabreicht werden.

Abstände zwischen den Impfungen. Der empfohlene Abstand zwischen erster und zweiter Dosis beträgt beim Impf­stoff von Biontech/Pfizer optimaler­weise drei Wochen, laut Zulassungs­studien kann die zweite Impfung drei bis sechs Wochen nach der ersten Impfung erfolgen. Für den Impf­stoff von Modern ist ein Abstand von vier bis sechs Wochen vorgesehen.

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Sind die mRNA-Impf­stoffe von Biontech/Pfizer und Moderna gleich­wertig?

Die Ständige Impf­kommis­sion hält beide Impf­stoffe für gleich­wertig. Der Impf­stoff von Biontech/Pfizer verringert das Risiko für eine Covid-19-Erkrankung laut Zulassungs­studie um 95 Prozent. Diese Quote liegt in der entsprechenden Studie für den Impf­stoff von Moderna bei 94,1 Prozent.

Schutz­wirkungen, Neben­wirkungen

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Wie lange hält der Immun­schutz der zugelassenen Impf­stoffe an?

Das ist derzeit noch unklar.

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Gibt es schon Vergleichs­studien für Impf­stoffe?

Nein. Laut Ständiger Impf­kommis­sion fehlen noch direkte Vergleichs­studien zwischen den Impf­stoffen.

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Was ist bekannt über die Wirkung der zugelassenen Impf­stoffe gegen Mutationen?

Für die Variante Alpha (B.1.1.7) – lange als britische Variante bekannt –, weisen Labor­unter­suchungen nach Angaben des RKI darauf hin, dass die zugelassenen Impf­stoffe noch wirk­sam sind. Diese Variante dominiert seit einigen Wochen das Infektions­geschehen in Deutsch­land.

Für die Variante Delta (B.1.617.2) – sie ist vor allem in Indien verbreitet, zunehmend auch in Groß­britannien – zeigen britische Beob­achtungs­studien nach Auskunft des RKI an, dass die Impf­stoff­wirk­samkeit nach voll­ständiger Impfung nur gering­fügig unter­halb der Wirk­samkeit gegen­über der Variante Alpha liege. Die Auswertung von Proben legten Mitte Juni 2021 nahe, dass der Anteil dieser Variante bislang noch bei etwa 2,5 Prozent liegt.

Für die Varianten Beta (B.1.351) – erst­mals in Südafrika nachgewiesen – und Gamma (P.1) – verbreitet vor allem in Brasilien – deuten Studien hingegen darauf hin, dass Geimpfte mit den bisher zugelassenen Impf­stoffen weniger gut vor einer Infektion geschützt sind. Beide Varianten spielen in Deutsch­land eine unterge­ordnete Rolle.

Die WHO hat Ende Mai 2021 gefordert, die Varianten nach grie­chischen Buch­staben zu benennen und nicht nach den Ländern ihres ersten Nach­weises. Der Grund: Einzelne Länder und ihre Bevölkerung sollen nicht diskriminiert werden.

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Was ist über Neben­wirkungen aus den Zulassungs­studien zu den Impf­stoffen bekannt?

Wie bei jeder Impfung können auch bei den neuen Impf­stoffen gegen Covid-19 Impf­reaktionen und Neben­wirkungen auftreten. In den meisten Fällen treten diese in den ersten sieben Tagen nach der Impfung auf – sehr seltene schwere Hirnvenen­thrombosen können sogar noch 14 Tage nach einer Impfung mit Astra Zeneca auftreten. Einen Über­blick über Neben­wirkungen gibt unter anderem das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen:

Lokale Reaktionen. Beim Impf­stoff von Biontech/Pfizer berichteten insgesamt 73 Prozent der Geimpften über Schmerzen, Rötungen oder Schwel­lungen an der Einstich­stelle – bei den Teilnehmern aus der Placebo-Gruppe waren das nur 11 Prozent. Bei weniger als 1 Prozent der Geimpften kam es zu einer meist harmlosen Schwellung der Lymph­knoten.

Insgesamt traten bei den Studien­teilnehmern über 55 Jahre weniger lokale Reaktionen auf. Beim Impf­stoff von Moderna gaben 92 Prozent der Geimpften und 29 Prozent der Teilnehmer aus der Placebo-Gruppe an, dass nach der Impfung Schmerzen oder Rötungen an der Einstich­stelle oder geschwollene oder zarte Lymph­knoten unter den Armen aufgetreten seien.

Nach der Impfung mit dem Impf­stoff Astra Zeneca traten bei 75 Prozent der Probanden lokale Reaktionen auf – in der Kontroll­gruppe waren es 50 Prozent – so beschreibt es das Portal gesundheitsinformation.de.

Auch nach der Impfung mit dem Impf­stoff von Johnson & Johnson traten bei knapp 50 Prozent der Geimpften Schmerzen an der Einstich­stelle auf. So steht es etwa in der Produktinformation.

Reaktionen im ganzen Körper. Nach der Impfung mit dem Impf­stoff von Biontech/Pfizer klagten 70 Prozent der Geimpften über Beschwerden wie Fieber, Schüttelfrost, Kopf­schmerzen oder Muskel- und Gelenk­schmerzen. Der Impf­stoff von Moderna führte bei 83 Prozent der Geimpften zu Symptomen wie Fieber, Schüttelfrost, Kopf­schmerzen, Muskel- oder Gelenk­schmerzen, Übel­keit oder Erbrechen.

Nach der Impfung mit dem Impf­stoff von Astra Zeneca traten bei 73 Prozent der Teilnehmer Beschwerden wie Erschöpfung, Kopf­schmerzen, Fieber, Übel­keit auf – in der Kontroll­gruppe waren es 60 Prozent – so beschreibt es das Portal gesundheitsinformation.de.

Nach der Impfung mit dem Impf­stoff von Johnson & Johnson klagten knapp 39 Prozent der Teilnehmenden über Kopf­schmerzen, 38 Prozent Müdig­keit, 33 Prozent Muskel­schmerzen und 14 Prozent Übel­keit. Fieber von mehr als 38 Grad Celsius wurde bei 9 Prozent beob­achtet. Die meisten Reaktionen traten ein bis zwei Tage nach der Impfung auf. Geimpfte über 65 Jahren berichteten seltener über Symptome.

Schwere Reaktionen. Nach der Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer trat in der Impf­gruppe bei sehr wenigen Menschen (0,02 Prozent aller Geimpften) eine vorüber­gehende Gesichts­lähmung auf und bei 0,1 Prozent der Geimpften kam es zu möglicher­weise allergischen Reaktionen.

Nach der Impfung mit dem Impf­stoff Moderna litten in der Impf­gruppe sehr wenige Menschen (0,01 Prozent) an einer Gesichts­lähmung und bei 0,4 Prozent stand der Verdacht auf allergische Reaktionen im Raum. Ob beides in Zusammen­hang mit der Impfung steht, gilt noch als unklar. Die Arznei­mittel­behörden versichern, diese Fälle weiterhin zu beob­achten und gründlich zu prüfen.

Nach einer Impfung mit dem Impf­stoff von Astra Zeneca traten laut Stiko bei 0,7 Prozent der Geimpften und 0,8 Prozent der Personen aus der Kontroll­gruppe schwere unerwünschte Ereig­nisse auf, darunter hohes Fieber.

Laut gesundheitsinformation.de gibt es keine Hinweise auf schwere Neben­wirkungen durch den Impf­stoff von Johnson & Johnson.

Todes­fälle. Weder unter den Geimpften noch in der Placebo-Gruppe traten Todes­fälle auf, die auf die Spritzen mit einem der beiden Impf­stoffe oder dem Placebo aus Kochsalzlösung zurück­zuführen waren.

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Liegen Erkennt­nisse aus den ersten Impf­monaten in Deutsch­land über Neben­wirkungen vor?

Ja. Das Paul-Ehrlich-Institut (Pei) erfasst alle Neben­wirkungen und Impf­komplikationen in Deutsch­land in einem Sicher­heits­bericht, der regel­mäßig aktualisiert wird. Danach seien im Zeitraum vom 27. Dezember 2020 bis 30. April 2021 nach Impfungen von insgesamt 28 774 580 Menschen mit den zugelassenen Mitteln 49 961 unerwünschte Reaktionen gemeldet worden: Nach den insgesamt 21 329 667 Impfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer seien 20 160 Verdachts­fälle gemeldet worden, nach den insgesamt 1 667 261 Impfungen mit dem Vakzin von Moderna sei es zu 3 073 Verdachts­fällen und nach 5 775 546 Impfungen mit dem Vakzin von Astra Zeneca zu 26 206 Meldungen gekommen. Nach 2 106 Impfungen mit dem Impf­stoff von Johnson & Johnson gab es drei Meldungen. Drei Viertel der Fälle insgesamt betrafen Frauen, was laut Pei vermutlich auf den höheren Frauen­anteil bei den Impfungen zurück­zuführen ist.

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Wie viel schwere Verdachts- und Todes­fälle nach Impfungen gab es bis Ende April?

In 4 916 Verdachts­fällen wurden laut Pei schwerwiegende unerwünschte Reaktionen gemeldet – das entspricht einer Melderate von 0,2 pro 1 000 Impf­dosen. Als schwerwiegende Reaktionen gelten solche, bei denen die Personen im Kranken­haus behandelt oder Reaktionen, die als medizi­nisch bedeut­sam einge­ordnet wurden. 2 386 dieser Verdachts­fälle traten nach Impfung mit Comirnaty, 175 Fälle nach der Impfung mit dem Mittel von Moderna und 2 132 Fälle nach Impfung mit Vaxzevria auf. In 223 Verdachts­fällen wurde der Impf­stoff nicht angegeben.

524 von diesen Personen sind nach der Impfung gestorben – von kurz danach oder bis zu 40 Tage später. Die Betroffenen waren zwischen 24 und 102 Jahre alt – im Mittel 84 Jahre. 405 Todes­fälle betrafen Menschen, die mit Comirnaty von Biontech/Pfizer geimpft worden waren. Bei 61 Verstorbenen war nicht angegeben, welchen Impf­stoff sie erhalten hatten. In zehn Fällen verstarben Personen nach Impfung mit dem Mittel von Moderna und in 48 Fällen, nachdem sie Vaxzevria von Astra Zeneca erhalten hatten.

Die meisten Betroffenen litten laut Pei an Vorerkrankungen wie Krebs, Niereninsuffizienz, Herz­erkrankungen. Diese seien vermutlich Ursache für den Tod gewesen. Für einzelne Verdachts­fälle hat das Paul-Ehrlich-Institut laut eigener Angaben weitere Informationen ange­fordert.

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Wie steht es um das Risiko allergischer Reaktionen?

Nur in sehr wenigen Fällen seien bislang schwere allergische Reaktionen (anaphylaktischer Schock) aufgetreten. Das Paul-Ehrlich-Institut hatte bis einschließ­lich 30. April 2021 insgesamt 226 Verdachts­fälle aus Deutsch­land registriert, die nach der interna­tional anerkannten Anaphylaxie-Definition der Brighton Collaboration mit den Leveln 1 bis 3 der diagnostischen Sicherheit bewertet wurden. Bei 53 der Betroffenen traten die Symptome bis zu 15 Minuten nach der Impfung auf, bei 8 Prozent später als vier Stunden danach. Etwa jeder dritte erhielt das Notfall­mittel Adrenalin gegen die Symptome.

Es ist laut RKI bisher unklar, welche Komponente der Impf­stoffe für heftige Reaktionen verantwort­lich sein könnte. Die Mittel enthielten keine Konservierungs­stoffe, kein Hühner­eiweiß und kein Adjuvans, also einen wirkungs­verstärkenden Hilfs­stoff. Bei den Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna kommen laut Pei als auslösende Bestand­teile Lipidnanop­artikel, besonders das darin in gebundener Form enthaltene Poly­ethylenglycol (PEG), in Betracht. Die Vektor-Impf­stoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson enthielten einen Hilfs­stoff in geringen Mengen, der auch PEG-Anteile im Molekül besitze.

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Was sollten Menschen mit einer Allergie bedenken?

Personen, die wissen, dass sie eine Allergie gegen einen Bestand­teil eines Impf­stoffs haben, sollten diesen laut Ema nicht erhalten. Nach Einschät­zung des Paul-Ehrlich-Instituts ist auf Basis der derzeit vorliegenden Daten kein erhöhtes Risiko für Menschen abzu­leiten, die beispiels­weise an Asthma, Neurodermitis, Heuschnupfen und Hausstaubmilben-Allergie leiden. Wer auf die erste Dosis eine schwere allergische Reaktion erlitten hat, soll laut Ema keine zweite Dosis erhalten. Das Paul-Ehrlich-Institut hält es daher für wichtig, dass unmittel­bar nach der Impfung medizi­nisches Personal in der Nähe ist.

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Muss ich direkt nach der Impfung noch unter ärzt­licher Kontrolle bleiben?

Ja. Arznei­mittel­behörden empfehlen, Geimpfte nach der Spritze für mindestens 15 Minuten zu beob­achten, um auf mögliche Neben­wirkungen reagieren zu können. Bei bestimmten Risikopatienten sollten es bis zu 30 Minuten sein, etwa bei Menschen mit einer Blut­gerinnungs­hemmung oder einem Risiko für allergische Reaktionen.

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Welche Vorsichts­maßnahmen werden sonst noch empfohlen?

Bei bestimmen Menschen könnte das Risiko für Neben­wirkungen höher liegen als in der Allgemeinbevölkerung. Daher sollten laut Institut für Qualität und Wirt­schaftlich­keit in der Gesundheit folgende Punkte im Aufklärungs­gespräch angesprochen werden:

- Schwere allergische Reaktionen oder Atem­probleme nach einer Impfung in der Vergangenheit.

- Ohnmacht nach einer Impfung in der Vergangenheit, etwa wegen Angst vor Spritzen.

- Bestehende schwere Erkrankung oder hohes Fieber.

- Störung der Blut­gerinnung.

- Geschwächtes Immun­system, zum Beispiel durch HIV oder die Einnahme von Cortison.

- Bestehende oder vermutete Schwangerschaft oder Still­zeit.

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Soll ich nach der Covid-19-Impfung mit anderen Impfungen warten?

Die Ständige Impf­kommis­sion rät Menschen, sich möglichst nicht unmittel­bar vor oder nach einer Covid-19-Impfung gegen eine andere Krankheit wie Grippe oder Pneumokokken impfen zu lassen. Laut Stiko sollten mindestens 14 Tage zwischen den verschiedenen Impfungen liegen – außer eine Notfall­impfung ist ange­zeigt.

Schwerkranke, Schwangere, Genesene und Geimpfte

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Ist eine Impfung bei sehr alten oder schwer kranken Menschen in schlechtem Allgemein­zustand sinn­voll?

Bei sehr alten oder sehr kranken Menschen, die sich in einem schlechten Allgemein­zustand befinden, soll laut Stiko ein Arzt oder eine Ärztin die Impf­fähig­keit prüfen.

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Sollen sich Schwangere und Stillende impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung vor­erst nicht generell für Schwangere und Stillende. Bisher lägen noch keine Daten vor, ob die Impfung für diese Gruppen sicher und wirk­sam sei. Wenn eine Schwangere, die von ihrer Schwangerschaft noch nichts weiß, geimpft worden sei, bestehe jedoch kein Anlass für einen Schwanger­schafts­abbruch.

In Einzel­fällen – zum Beispiel bei Vorerkrankung und daraus folgendem hohem Risiko für einen schweren Verlauf – könne auch über eine Impfung von Schwangeren nachgedacht werden. Dass eine Impfung der Mutter während der Still­zeit ein Risiko für den Säugling darstellt, hält die Stiko für unwahr­scheinlich.

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Bekomme ich eine Impfung, wenn ich bereits eine Corona-Infektion hinter mir habe?

Nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) sollten Menschen, die bereits Covid-19 durch­gemacht haben, in der Regel etwa sechs Monate nach der Infektion geimpft werden. Es sei anzu­nehmen, dass Betroffene zunächst immun seien. Wegen des bestehenden Impf­stoff­mangels sollten sie erst später geimpft werden. Die Stiko hält dabei eine einzige Impf­dosis für ausreichend. Das gelte auch, wenn die Infektion mehr als sechs Monate zurück­liege. Eine Dosis reiche aus. Mit ihr ließen sich bereits hohe Antikör­perkonzentrationen erzielen, die durch eine zweite Impf­stoff­dosis nicht weiter gesteigert würden.

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Ist eine Impfung gefähr­lich, wenn ich bereits unbe­merkt eine Corona-Infektion hatte?

Nach den bisher vorliegenden Daten gibt es laut Ständiger Impfkommission keinen Hinweis darauf, dass die Impfung nach einer unbe­merkt durch­gemachten Infektion mit Sars-CoV-2 eine Gefähr­dung darstellt.

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Was ist, wenn ich nach der ersten Dosis an Covid-19 erkranke?

Wer nach der ersten Impf­dosis an Covid-19 erkrankt, soll laut Stiko die zweite Dosis erst sechs Monate nach Genesung erhalten.

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Kann ich trotz Impfung an Covid-19 erkranken?

Grund­sätzlich bietet die Impfung keinen hundert­prozentigen Schutz. Zu Erkrankungen kann es laut RKI vor allem dann kommen, wenn jemand sich kurz vor der Impfung mit dem Coronavirus infiziert hat oder wenn eine Infektion in den ersten Tagen nach der Impfung erfolgt und der Körper noch keinen voll­ständigen Immun­schutz aufbauen konnte.

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Können geimpfte Menschen das Virus noch über­tragen?

In welchem Maß die Impfung die Über­tragung des Virus weiter reduziert, lässt sich derzeit nicht genau berechnen. Auf Basis der bisher vorliegenden Daten sei davon auszugehen, dass die Menge an vermehrungs­fähigen Viren bei Menschen, die sich trotz Impfung mit dem Coronavirus infizieren, stark reduziert und die Virus­ausscheidung verkürzt ist. „In der Summe ist daher das Risiko einer Virus­über­tragung stark vermindert“, so das Robert-Koch-Institut. Doch auch das Rest­risiko müsse durch das Einhalten der Hygiene­regeln zusätzlich reduziert werden.

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Soll ich einen Antikör­pertest machen, wenn ich vermute, bereits eine Corona-Infektion gehabt zu haben?

Nein, das ist laut RKI nicht notwendig. Es lägen bisher keine Hinweise vor, dass eine Impfung gegen Covid-19 nach einer durch­gemachten Corona-Infektion gefähr­lich sei.

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Beein­flusst eine Impfung gegen Covid-19 das Ergebnis von Antigen- und PCR-Tests?

Es ist laut Robert-Koch-Institut nicht davon auszugehen, dass die Covid-19-Impfung zu positiven Antigentests (Schnell­tests) führt. Fielen aber nach einer Impfung Antigentests positiv aus, könnten folgende Gründe dahinter stecken: Die geimpfte Person könnte vor der Impfung infiziert gewesen sein oder die geimpfte Person könnte sich kurz nach Impfung angesteckt haben – als die Schutz­wirkung noch nicht ausgebildet war. Oder die geimpfte Person hat sich trotz Impfung infiziert oder das Ergebnis des Antigentests ist nicht richtig.

Impf­termine buchen und Praktisches rund um die Impfung

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Was bedeutet es, dass die Priorisierungen für Impfungen aufgehoben worden sind?

Ab dem 7. Juni 2021 können in Deutsch­land alle Menschen ab 16 Jahren einen Impf­termin bekommen – unabhängig von ihrem Alter, Gesund­heits­zustand oder Beruf. Damit ist die Priorisierung aufgehoben, mit der die Bundes­regierung seit Zulassung der ersten Impf­stoffe deren Vergabe geregelt hatte. Die Aufhebung der Priorisierung betrifft laut Bundesgesundheitsministerium insbesondere Impfungen bei Ärztinnen und Ärzten in den Praxen sowie in Betrieben. Ärzte und Ärztinnen können weiterhin eigen­ver­antwort­lich und je nach lokalem Bedarf bestimmte Personen vorrangig impfen können.

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Entfällt die Priorisierung auch in Impf­zentren?

Laut Bundesgesundheitsministerium können die Bundes­länder entscheiden, ob sie die Priorisierung in Impf­zentren beibehalten oder Impf­angebote für bestimmte Gruppen machen, zum Beispiel für Kinder und Jugend­liche.

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Bleiben bereits vereinbarte Impf­termine gültig?

Sämtliche Impf­termine, die im Rahmen der Priorisierung bereits vereinbart worden sind, bleiben gültig, betont das Bundesgesundheitsministerium. Das gelte sowohl für Termine zur Erst- als auch zur Zweitimpfung. 

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Warum gibt es über­haupt Impf­zentren?

Über Impf­zentren lassen sich schnell viele Menschen impfen. Dort besteht auch die Möglich­keit, die Impf­stoffe gut zu über­wachen und korrekt zu lagern: Einige Vakzine müssen etwa im Ultra-Tiefkühl­bereich bei minus 70 Grad lagern – wie der Impf­stoff von Biontech/Pfizer.

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Wie bekomme ich einen Termin zur Impfung in einem Impf­zentrum?

Die Termin­vergabe erfolgt über die Bundes­länder. Impf­berechtigte oder ihre Angehörige müssen sich von sich aus um einen Termin kümmern.

Telefon- und Online-Buchung: Hier eine Über­sicht mit den Internet-Adressen

Bundes­land

Telefon / Internet­adresse

Träger

Bundes­land

Telefon / Internet­adresse

Träger

Baden-Württem­berg

116 117

impfterminservice.de

Kassen­ärzt­liche Bundes­ver­einigung KBV

Bayern

116 117

impfzentren.bayern

Bayerisches Staats­ministerium für Gesundheit und Pflege

Berlin

0 30/90 28 22 00

doctolib.de

Doctolib GmbH

Brandenburg

116 117

online im Laufe des Jahres

-

Bremen

impfzentrum.bremen.de

Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucher­schutz

Hamburg

116 117

impfterminservice.de

Kassen­ärzt­liche Bundes­ver­einigung KBV

Hessen

116 117, 06 11/50 59 28 88

impfterminservice.hessen.de

Kassen­ärzt­liche Bundes­ver­einigung KBV

Meck­lenburg-Vorpommern

03 85/20 27 11 15

-

Nieder­sachsen

0 800/9 98 86 65

impfportal-niedersachsen.de

Nieder­sächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleich­stellung

Nord­rhein-West­falen

Nord­rhein/Rhein­land:

0 800/1 161 17 01

termin.corona-impfung.nrw/home

West­falen-Lippe:

0 800/11 61 17 02

impfterminservice.de

Nord­rhein/Rhein­land:

Kassen­ärzt­liche Vereinigung Nord­rhein

West­falen-Lippe:

Kassen­ärzt­liche Bundes­ver­einigung KBV

Rhein­land-Pfalz

0 800/5 75 81 00

impftermin.rlp.de

Land Rhein­land-Pfalz, Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie

Saar­land

06 81/ 5 01 44 22, 0800/9 99 15 99

impfen-saarland.de

samedi GmbH

Sachsen

in Kürze: 0 800/0 89 90 89

sachsen.impfterminvergabe.de

DRK Landes­verbandS­achsen e. V.

Sachsen-Anhalt

116 117

impfterminservice.de

Kassen­ärzt­liche Bundes­ver­einigung KBV

Schleswig-Holstein

116 117

impfen-sh.de

Minister­präsident des Landes Schleswig-Holstein

Thüringen

0 36 43/4 95 04 90

impfen-thueringen.de

Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie sowie Kassen­ärzt­liche Vereinigung Thüringen

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Wie bekomme ich einen Impf­termin in einer Arzt­praxis?

Die Praxen selbst regeln die Termin­vergabe, beispiels­weise per Telefon oder digi­taler Termin­buchungs­möglich­keit. Eine zentrale Einladung gibt es nicht. Impf­termine durch Betriebs­ärzte und -ärztinnen koor­dinieren die jeweiligen Betriebe.

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Kann ich mir den Impf­stoff aussuchen?

Welches Medikament verimpft wird, richtet sich einer­seits nach der Verfügbarkeit und anderer­seits nach der Einschät­zung des behandelnden Arztes.

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Welche Unterlagen muss ich zur Impfung mitbringen?

Impf­willige müssen einen Personal- oder einen anderen Licht­bild­ausweis vorlegen.

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Können einmal Geimpfte beim zweiten Impf­termin einen anderen Impf­stoff bekommen?

Eine begonnene Impf­serie soll laut Ständiger Impf­kommis­sion mit dem gleichen Impf­stoff abge­schlossen werden. Eine Ausnahme stellt Astra Zeneca dar. Unter 60-Jährige, die damit geimpft wurden, sollten beim zweiten Impf­termin – zwölf Wochen später – einen mRNA-Impf­stoff enthalten.

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Wie viele Impf­dosen sind für eine Impfung notwendig?

Für eine voll­ständige Immunisierung sind bei drei zugelassenen Impf­stoffen jeweils zwei Dosen notwendig, vom Impf­stoff von Johnson & Johnson reicht eine Dosis. Beim Vakzin von Biontech/Pfizer sollte der Abstand 21 Tage betragen, beim Vakzin von Moderna 28 Tage. Der Impf­stoff von Astra Zeneca soll laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission in zwei Dosen im Abstand von möglichst zwölf Wochen verabreicht werden.

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Was ist, wenn ich den Abstand zwischen den Impfungen nicht einhalten kann?

Wenn zwischen der ersten und der zweiten Impfung mehr Zeit als empfohlen verstrichen ist, kann die Impf­serie dennoch fortgesetzt werden und muss nicht neu begonnen werden.

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Was passiert, wenn ich mich nach der ersten Impf­dosis infiziere?

Wenn nach der ersten Impfung eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen wird, dann soll die zweite Impf­dosis laut Ständiger Impf­kommis­sion zunächst nicht mehr gegeben werden.

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In welche Körper­stelle wird der Impf­stoff gespritzt?

Der Impf­stoff wird in die Muskeln des Ober­arms gespritzt. Patienten, die Blut­gerinnungs­hemmer einnehmen und dadurch generell zu starken Blutungen neigen, sollen mit sehr feinen Injektions­kanülen geimpft werden.

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Wie viel Prozent der Bevölkerung in Deutsch­land sollten sich impfen lassen?

Mathematische Modelle beschreiben laut Ständiger Impfkommission (Stiko) ein Ende der Pandemie, wenn etwa 70 Prozent der Bevölkerung immun gegen das Coronavirus ist und Über­tragungen weit­gehend limitiert sind. Doch fehlten laut Stiko noch detaillierte Daten dazu, wie wirk­sam die einzelnen Covid-19-Impf­stoffe seien und wie lange der Impf­schutz anhalte. Auch dies beein­flusse, wie viel Prozent der Bevölkerung sich impfen lassen müssten, um bei 70 Prozent der Bevölkerung eine Immunität entstehen zu lassen und damit die Pandemie einzudämmen.

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Muss ich nach der Impfung noch eine Maske tragen?

Ja. Die bestehenden AHA-Regeln (Abstand halten, Hygiene beachten, Alltags­maske tragen) sowie alle Einschränkungen für den Infektions­schutz gelten auch für Geimpfte weiter. Grund: Möglicher­weise können auch geimpfte Menschen das Virus noch weitergeben Test FFP2-Masken

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Brauche ich nach der zweiten Impfung weiterhin einen Schnell­test für bestimmte Orte?

Nein. Voll­ständig geimpfte benötigen keinen negativen Schnell­test mehr, wenn sie bestimmte Orte besuchen wollen, an denen die Vorlage von Schnell­tests vorgeschrieben ist. Sie müssen nicht mehr in Quarantäne, wenn sie mit einer Risik­operson Kontakt hatten. Und sie müssen nicht mehr in Quarantäne, wenn sie von einer Reise aus einem Risiko­gebiet zurück­kehren.

Ausnahme: Es handelt sich um ein Virus­varianten­gebiet. Das gilt ab 14 Tagen nach ihrer zweiten (beziehungs­weise im Falle von Johnson & Johnson: einzigen) Impfung. Genesene haben die gleichen Freiheiten. Das gilt ab dem 28. Tag ihrer Anste­ckung (Nach­weis positiver PCR-Test) bis sechs Monate nach ihrer Infektion. Danach benötigen sie eine Impfung, um den Status der „Geimpften“ zu erlangen.

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Ist die Impfung freiwil­lig?

Ja.

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Was kostet die Impfung?

Die Impfung soll für alle Menschen in Deutsch­land kostenlos sein. Die Kosten trägt der Bund. Länder sowie gesetzliche und private Kranken­versicherungen finanzieren den Betrieb der Impf­zentren.

Hintergründe zur Zulassung der Impf­stoffe

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Wer erteilt die Zulassung?

Moderne biomedizi­nische Arznei­mittel wie mRNA-Impf­stoffe können nur in einem zentralisierten Verfahren gemein­sam in der Europäischen Union und dem Europäischen Wirt­schafts­raum zugelassen werden. Die Europäische Arzneimittelagentur Ema koor­diniert das Verfahren, die Europäische Kommis­sion spricht die Zulassung aus.

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Welche Zulassungs­schritte haben die Impf­stoffe durch­laufen?

Ein Impf­stoff darf erst nach ausreichender Über­prüfung auf den Markt. Impf­stoffe gegen Covid-19 müssen folgende Zulassungs­phasen durch­laufen haben: eine präkli­nische Phase mit Tieren, eine klinische Phase mit freiwil­ligen Menschen, eine Zulassungs­prüfung. Das Bundesgesundheitsministerium betont, dass vor allem die klinischen Prüfungen zu Verträglich­keit, Sicherheit und Wirk­samkeit sehr breit angelegt worden seien und mehrere zehn­tausend Probanden einge­schlossen hätten. Die Probanden seien dabei intensiv beob­achtet worden.

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Warum wurde den Impf­stoffen nur eine „bedingte Zulassung“ erteilt?

Die Impf­stoffe gegen Covid-19 haben derzeit nur eine „bedingte Zulassung“, weil noch nicht alle für eine normale Zulassung erforderlichen Daten vorliegen. Eine bedingte Zulassung kann laut EU sinn­voll sein, wenn der Nutzen der sofortigen Verfügbarkeit des Arznei­mittels die Risiken im Zusammen­hang mit der unvoll­ständigen Daten­lage deutlich über­wiegt. Die Unternehmen müssten allerdings nach der Markt­zulassung inner­halb bestimmter Fristen weitere Daten vorlegen, zum Beispiel aus laufenden oder neuen Studien, um zu belegen, dass der Nutzen die Risiken nach wie vor über­wiege.

In Deutsch­land erfasst das unabhängige Paul-Ehrlich-Institut die Neben­wirkungen und Impf­reaktionen. Dabei sollen auch Beob­achtungen aus dem Ausland berück­sichtigt werden, damit seltene Neben­wirkungen schnell sicht­bar werden.

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Wieso kann die Stiko die Impf­stoffe so schnell bewerten?

Normaler­weise liegt zwischen der Zulassung eines Impf­stoffs und der Empfehlung durch die Ständige Impf­kommis­sion (Stiko) eine gewisse Zeit. Für Impf­stoffe gegen Covid-19 ergibt sich aber eine besondere Situation: Die Zulassungs­behörden bekommen bereits in der Entwick­lungs­phase nach und nach Daten vom Impf­stoff­hersteller zur Prüfung und Bewertung über­mittelt. Dieses sogenannte Rolling-Review-Verfahren hilft, deutlich schneller als üblich über eine Zulassung zu entscheiden.

Zeitgleich bewertet auch die Stiko die Daten der Impf­stoff­hersteller. Es ist laut RKI davon auszugehen, dass eine Empfehlung für einen Impf­stoff gegen Covid-19 im Laufe des nächsten Jahres immer wieder über­prüft und gegebenenfalls angepasst werden muss. Dies wird notwendig, wenn neue Erkennt­nisse zu Erreger­eigenschaften des Coronavirus vorliegen, weitere Impf­stoffe zugelassen werden, weitere Daten zu Wirk­samkeit und Sicherheit nach Zulassung und Markt­einführung verfügbar werden und sich die epidemiologische Situation verändert.

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Wohin kann ich mich wenden, wenn Neben­wirkungen auftreten, die auf die Impfung zurück­zuführen sein könnten?

Wer den Verdacht hat, dass die Impfung bei ihm zu Neben­wirkungen geführt hat, kann diese einer Ärztin oder einem Arzt melden. Alternativ kann er sich an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) oder das örtliche Gesund­heits­amt wenden.

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Werden die Empfehlungen der Ständigen Impf­kommis­sion aktualisiert?

Die erste Empfehlung der Ständigen Impfkommission ist im Epidemiologischen Bulletin des Robert-Koch-Instituts veröffent­licht. Sie basiert auf dem aktuellen Wissens­stand und berück­sichtigt daher nur die Impf­stoffe, die demnächst zum Einsatz kommen werden. Die Empfehlung soll fort­laufend aktualisiert werden.

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Sind weitere Impf­stoffe in Sicht?

Welt­weit arbeiten laut Robert-Koch-Institut Forschende derzeit an mehr als 150 möglichen Impf­stoff-Kandidaten, von denen sich einige bereits in der klinischen Prüfung an gesunden Freiwil­ligen befinden und einige kurz vor der Zulassung stehen. Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass im Laufe des Jahres 2021 verschiedene weitere Impf­stoffe zur Verfügung stehen werden.

Dieses Special wird regel­mäßig aktualisiert. Jüngstes Update: 11. Juni 2021.

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