Impfung Meldung

Wer als Kind gegen Pocken und Tuberkulose geimpft worden ist, hat offenbar ein geringeres Risiko, als Erwachsener am schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) zu erkranken. Das ergab eine Studie der Universitäten Göttingen und Erlangen. Hautärzte und Medizininformatiker hatten rund 600 Hautkrebspatienten an elf Kliniken in Europa und Israel mit ebenso vielen gesunden Kontrollpersonen verglichen. Die Untersuchung zeigte: Sowohl Männer als auch Frauen unter 50 Jahren hatten ein viel geringeres Hautkrebsrisiko, wenn sie als Kinder geimpft worden waren. Bei über 50-Jährigen nahm der Schutz etwas ab. Die Wirkung der Tuberkuloseimpfung war etwas stärker als die der Pockenimpfung.

Wahrscheinlich liege der Schutzwirkung der Impfungen ein unspezifischer immunologischer Mechanismus zugrunde, sagte Professor Klaus Kölmel von der Universitätshautklinik Göttingen, einer der Studienautoren. Die Untersuchung ist die erste Studie, die einen Einfluss von Impfungen im Kindesalter auf Krebserkrankungen bei Erwachsenen beschreibt. Sie gibt Hinweise, die künftig für die Krebsvorsorge genutzt werden können.

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