Wer sich 2009 gegen Schweinegrippe impfen ließ und darauf­hin an Narkolepsie (Schlafkrankheit) erkrankte, kann Anspruch auf eine Versorgung nach dem Infektions­schutz­gesetz haben, entschied das Sozialge­richt Koblenz (Az. 4 VJ 4/15). Die ständige Impf­kommis­sion hatte die Impfung auch für Kinder empfohlen. Bei der damals zwölfjäh­rigen Klägerin traten erste Symptome einige Monate nach der Impfung auf, erkannt wurde die Narkolepsie aber erst Jahre später. Das Gericht sprach ihr eine Versorgungs­rente vom Staat zu. Zur Begründung hieß es, es seien europaweit zahlreiche Fälle mit einem Zusammen­hang zwischen Schweinegrippeimpfung und Narkolepsie dokumentiert worden, die zu Entschädigungs­ansprüchen geführt hätten.

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