Gegen Tetanus, Diph­therie und Keuchhusten: Als Kombinations­impfung möglich

Wund­starr­krampf (Tetanus)

Diph­therie

Keuchhusten (Pertussis)

Die Fakten zur Krankheit

Krank­heits­erreger und Über­tragung

Bakterien, die über­all im Erdreich vorkommen. Über­tragung durch Verletzungen, auch kleinste, oder bei Kontakt von lädierter Haut mit Erde, etwa bei der Garten­arbeit.

Diph­therie-Bakterium. Über­tragung haupt­sächlich durch Tröpf­chen, etwa beim Husten, Niesen oder Sprechen, seltener durch Schmier­infektion.

Pertussis-Bakterium. Über­tragung durch Tröpf­chen, etwa beim Husten oder Niesen. Die Erreger sind hoch anste­ckend – bis zu 90 Prozent aller, die damit in Kontakt kommen, erkranken.

Vorkommen

Welt­weit, besonders in den Tropen und Ländern mit schlechter medizi­nischer Versorgung. In Deutsch­land weniger als 15 Erkrankungen pro Jahr, meist bei älteren Erwachsenen.

Welt­weit. Große Epidemie Anfang der 1990er Jahre in den ehemaligen Sowjetstaaten. In Deutsch­land einzelne Erkrankungs-und Todes­fälle – meist durch einge­schleppte Erreger.

Welt­weit. In Deutsch­land sinken seit Einführung der Impf­empfehlung 1991 die Erkrankungs­zahlen. Aber zunehmend Erwachsene betroffen – pro Jahr einer von 200 bis 500.

Besonders gefähr­dete Menschen

Alle.

Alle.

Alle. Junge Säuglinge haben kaum Nest­schutz durch mütterliche Antikörper und ein besonders hohes Komplikations- und Sterberisiko.

Erwachsene sind durch frühere Impfungen oder Erkrankungen nicht dauer­haft geschützt.

Krank­heits­bild

Nach drei Tagen bis drei Wochen Spannungs­gefühle an der Wunde. Kurz darauf starke, schmerzhafte Krämpfe der Kau- und Gesichts­muskulatur, später ganzer Muskel­gruppen. Arme und Beine sind meist nicht betroffen.

Fieber, Erkrankung der oberen Atemwege, Atem- und Schluck­beschwerden.

Bei Erwachsenen meist unspezi­fischer Husten, der mehrere Wochen dauern kann. Oft wird er mit anderen Krankheiten wie Asthma verwechselt, oder er verläuft mild und unerkannt – mit einer hohen Anste­ckungs­gefahr für Kinder.

Komplikationen der Krankheit

Brüche im Bereich der Wirbelsäule; Lungen­entzündungen; Krämpfe von Kehl­kopf und Brust­muskeln, die zum Ersti­cken führen können. Denn die Erreger bilden ein gefähr­liches Gift.

10 bis 20 Prozent der Erkrankten sterben trotz intensiv-medizi­nischer Behand­lung.

Entzündungen des Herz­muskels, Schädigung der Nieren, Lähmung von Hirn­nerven. Denn die Erreger bilden ein gefähr­liches Gift.

5 bis 10 Prozent der Erkrankten sterben trotz intensiv-medizi­nischer Behand­lung.

Bei einem Viertel der erkrankten Erwachsenen, etwa Gewichts­verlust, Lungen- oder Mittel­ohr­entzündungen, Leisten- und Rippenbrüche, Blasen­schwäche (Inkontinenz).

Behand­lung

Gründliche Wund­versorgung und -hygiene. Antibiotika gegen die Erreger und Medikamente, die das Bakteriengift unschädlich machen.

Bei Krank­heits­verdacht sofort Therapie mit Antiserum (gegen das Gift) und Antibiotika (gegen die Bakterien).

Antibiotika gegen die Erreger. Sie ändern nach Husten­beginn wenig an der Krankheit, verhindern aber die Anste­ckung weiterer Menschen.

Immun nach Erkrankung

Nein.

Nicht immer und nicht lebens­lang.

Etwa fünf bis zehn Jahre.

Die Fakten zur Impfung

Impf­stoff

Totimpf­stoff: abge­schwächtes Bakteriengift.

Es gibt Einzel- und Kombinations­impf­stoffe, zusätzlich auch gegen Polio (siehe Kasten).

Totimpf­stoff: abge­schwächtes Bakteriengift.

Es gibt Einzel- und Kombinations­impf­stoffe, zusätzlich auch gegen Polio (siehe Kasten).

Totimpf­stoff: einige Eiweiße des Bakteriums.

Derzeit keine Einzel-, sondern nur Kombiimpf­stoffe, auch gegen Polio (siehe Kasten).

Persönlicher Nutzen

Nahezu hundert­prozentiger Schutz vor einer stets lebens­gefähr­lichen Erkrankung.

Schutz vor der Erkrankung.

Schutz vor der Erkrankung.

Neben­wirkungen der Kombinations­impfung

In den ersten Tagen Reaktionen an der Impf­stelle wie Rötung, Schmerzen und Schwellung möglich – auch Allgemein­symptome, etwa Fieber oder Magen-Darm-Beschwerden.

„Arthus-Phänomen“ (starke Rötung und Schwellung) kommt bei sehr häufigen Tetanus- Impfungen vor. Dann sollte vor weiteren eine Antikör­perbestimmung aus dem Blut erfolgen.

Je nach Kombiimpf­stoff etwas andere Neben­wirkungen möglich.

In den ersten Tagen Reaktionen an der Impf­stelle wie Rötung, Schmerzen und Schwellung möglich – auch Allgemein­symptome, etwa Fieber oder Magen-Darm-Beschwerden.

„Arthus-Phänomen“ (starke Rötung und Schwellung) kommt bei sehr häufigen Diph­therie-Impfungen vor. Vor weiteren sollte eine Antikör­perbestimmung aus dem Blut erfolgen.

Je nach Kombiimpf­stoff etwas andere Neben­wirkungen möglich.

In den ersten Tagen Reaktionen an der Impf­stelle wie Rötung, Schmerzen und Schwellung möglich – auch Allgemein­symptome, etwa Fieber oder Magen-Darm-Beschwerden.

„Arthus-Phänomen“ (starke Rötung und Schwellung) möglich, da derzeit nur Kombiimpf­stoffe verfügbar sind, die auch gegen Tetanus und Diph­therie schützen.

Je nach Kombiimpf­stoff etwas andere Neben­wirkungen möglich.

Komplikationen der Kombinations­impfung

Sehr selten. In Einzel­fällen allergische Reaktionen oder Erkrankungen des Nerven­systems, etwa mit Lähmungen oder Miss­empfindungen.

Sehr selten. In Einzel­fällen allergische Reaktionen oder Erkrankungen des Nerven­systems, etwa mit Lähmungen oder Miss­empfindungen.

Sehr selten. In Einzel­fällen allergische Reaktionen oder Erkrankungen des Nerven­systems, etwa mit Lähmungen oder Miss­empfindungen.

Impf­plan

Auffrischung: alle zehn Jahre mit einer Dosis.

Nach­hol­impfung: Ungeimpfte und Personen mit unklarem Impf­status bekommen zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen, eine dritte mindestens sechs Monate nach der zweiten.

Auffrischung: alle zehn Jahre mit einer Dosis.

Nach­hol­impfung: Ungeimpfte und Personen mit unklarem Impf­status bekommen zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen, eine dritte mindestens sechs Monate nach der zweiten.

Einmalige Impfung mit einer Dosis.

Sie findet als Kombinations­impfung bei der Grund­immunisierung oder der nächsten Auffrischung gegen Diph­therie und Tetanus statt.

Immun nach Impfung

Mindestens zehn Jahre.

Mindestens zehn Jahre.

Etwa fünf bis zehn Jahre.

Wissenschaftliche Belege

Impf­erfolg und Sicherheit durch Studien und jahre­lange Anwendung belegt.

Impf­erfolg und Sicherheit durch Studien und jahre­lange Anwendung belegt.

Impf­erfolg und Sicherheit durch Studien und jahre­lange Anwendung belegt.

Unser Rat

Die Impfung ist für alle gesunden Erwachsenen sinn­voll. Sie ist bewährt und vermindert die Erkrankungs­häufig­keit drastisch.

Die Impfung ist für alle gesunden Erwachsenen sinn­voll. Sie ist bewährt. Eine hohe Impf­quote von etwa 95 Prozent der Bevölkerung gewähr­leistet den Schutz aller.

Die Impfung ist für alle gesunden Erwachsenen sinn­voll. Sie ist bewährt und vermindert die Krank­heits­häufig­keit drastisch.

Frühere Keuchhusten-Impfungen und -Erkrankungen machen nicht dauer­haft immun. Die Impfung von Erwachsenen senkt auch die Anste­ckungs­gefahr für Säuglinge. Diese haben ein hohes Komplikations- und Sterberisiko.