Masern, Mumps, Röteln: Bei Bedarf impfen

Masern. Die hoch­anste­ckenden Erreger können schwere Komplikationen wie Gehirn­entzündung verursachen. Inzwischen bekommen vermehrt junge Erwachsene Masern. Daher rät die Ständige Impf­kommis­sion allen nach 1970 Geborenen eine einmalige Impfung – sofern sie als Kind nicht oder nur einmal geimpft wurden. Wir halten diese Empfehlung für sinn­voll, aber die Alters­grenze für unnötig starr. Auch Älteren kann der Schutz nützen – besprechen Sie es mit dem Arzt. Laut unserer Abfrage erstatten 7 der 25 größten Krankenkassen Erwachsenen die Impfung uneinge­schränkt.

Mumps. Die Erreger können Komplikationen wie Hirnhaut- und Hoden­entzündung bewirken. Erwachsene erkranken oft schwerer an Mumps als Kinder.

Röteln. Sie verlaufen oft mild, können aber Ungeborene schädigen. Frauen im gebär­fähigen Alter brauchen zwei Impfungen – bei Bedarf nach­holen oder komplettieren.

Kombiimpf­stoffe sind bevor­zugt zu verwenden. Sie können eine leichte „Impf­krankheit“ auslösen. Komplikationen sind sehr selten, über­flüssige Impfungen unschädlich.

Dieser Artikel ist hilfreich. 205 Nutzer finden das hilfreich.