Eltern, die ihren Kindern Haus und Hof übertragen wollen, um sie später nicht mit Erbschaftsteuer zu belasten, sollten sich beeilen. Denn eine Gesetzesänderung bahnt sich an, nach der sie vielleicht doch Steuern zahlen müssen. Derzeit übertragen Eltern oft steuerfrei, weil der Steuerwert der Immobilie nur 50 bis 60 Prozent des tatsächlichen Wertes beträgt und meist unter dem 400.000-Mark-Schenkungsfreibetrag für Kinder liegt.

Besonders häufig übertragen Eltern ihren Kindern das Haus und sichern sich zugleich lebenslanges Wohnrecht (Nießbrauch). Das klappt sogar mit Minderjährigen. Allerdings verlangt dann die Finanzverwaltung die Mitwirkung eines Ergänzungspflegers, zumindest für die Bestellung des Nießbrauchs. Selbst dazu kann aber die dritte, außenstehende Person entbehrlich sein, wenn das Vormundschaftsgericht die Mitwirkung eines Ergänzungspflegers nicht verlangt (Az. IV C 3 ­ S 2253 ­ 18/01). Ob das so ist, darüber gibt das zuständige Gericht Auskunft.

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