Variante 3: Hausverkauf gegen Rente und Wohnrecht

Eine Immobilienrente bietet auch die Stiftung Liebenau im oberschwäbischen Meckenbeuren an, die vor allem in der Alten- und Behindertenhilfe arbeitet. Ihre „Zustifterrente“ unterscheidet sich erheblich von einer Umkehrhypothek: Die Stiftung vergibt kein Darlehen, sondern kauft älteren Menschen die Immobilie ab. Die Verkäufer verlieren das Eigentum an ihrer Wohnung, dürfen aber mietfrei darin wohnen bleiben und müssen sich nicht mehr selbst um die Instandhaltung kümmern. Sie erhalten außerdem eine lebenslange oder eine höhere befristete Rente. Auch eine Einmalzahlung oder eine Kombination aus Rente und Einmalbetrag sind möglich. Rente und Wohnrecht sind durch Einträge im Grundbuch gesichert.

Die Rente fließt auch weiter, wenn der Rentner die Wohnung nach einigen Jahren aufgibt und beispielsweise in ein Pflegeheim zieht. Bei Auszug oder Tod gibt es außerdem eine Abfindung für das Wohnrecht, deren Höhe im Kaufvertrag festgelegt wird.

Die Zustifterrente fällt zusammen mit den ersparten Instandhaltungskosten meist höher aus als die Rente aus einer Umkehrhypothek. Sie ist aber ungünstiger, wenn der Rentner früh auszieht oder stirbt.

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