Immobilien­kredite: Tipps für die Finanzierung

Eigen­kapital. Setzen Sie für Ihr Eigenheim so viel Eigen­kapital ein wie möglich, mindestens 20 bis 30 Prozent des Kauf­preises sollten es sein. Für unvor­hergesehene Ausgaben sollten Sie aber eine Reserve von drei bis sechs Netto­monats­gehältern behalten.

Förderung. Erkundigen Sie sich bei der Gemeinde oder beim Land­rats­amt, ob Sie für Ihr Vorhaben öffent­liche Fördermittel in Anspruch nehmen können. Die Bundes­länder bieten – einkommens­abhängig – zins­verbilligte Darlehen und Zuschüsse an. Güns­tige Kredite vergibt auch die staatliche KfW-Bank. Durch ein Riester-Darlehen können Sie Ihre Finanzierung mit der staatlichen Förderung der Alters­vorsorge kombinieren. Das bringt viele tausend Euro an Zulagen und Steuer­vorteilen (siehe „Wohn-Riester“ aus Finanztest 06/2011).

Zins­bindung. Sichern Sie sich nied­rige Zinsen lang­fristig. Besonders attraktiv sind derzeit Kredite mit 15 oder 20 Jahren Zins­bindung. Sie sind nur wenig teurer als Kredite mit zehn Jahren Zins­bindung, bieten aber deutlich mehr Zins­sicherheit. Kredite mit so langer Zins­bindung können Sie nach zehn Jahren jeder­zeit mit einer Frist von sechs Monaten kündigen.

Tilgung. Nutzen Sie das nied­rige Zins­niveau zu einer höheren Tilgung als 1 Prozent. Je schneller Sie Ihre Schulden zurück­zahlen können, desto besser.

Flexibilität. Sichern Sie sich im Kredit­vertrag das Recht auf Sondertilgungen während der Zins­bindung. Jähr­liche Sondertilgungen bis zu 5 oder 10 Prozent der Kreditsumme sind meist auch ohne Zins­aufschlag möglich. Achten Sie auch auf Kredit­angebote, bei denen Sie das Recht haben, während der Zins­bindung die Rate zu ändern.

Finanzierungs­plan. Lassen Sie sich stets einen lang­fristigen Finanzierungs­plan erstellen. Bestehen Sie darauf, dass die Bank für die Zeit nach Ablauf der Zins­bindung eine Zins­erhöhung auf 7 Prozent einkalkuliert. So erkennen Sie mögliche Zins­risiken.

Kredit­vergleich. Vergleichen Sie Kredit­angebote mit gleicher Zins­bindung anhand des Effektivzinses. Achten Sie zusätzlich auf mögliche Schätz­kosten und auf Bereit­stellungs­zinsen, die nicht im Effektivzins enthalten sind. Achtung: Einige Institute geben irreführende Effektivzinsen an. Über­prüfen Sie die Bank­angaben deshalb mit unserem Kredit­rechner im Internet (siehe „Unser Rat“).

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