Immobilien­preise Test

Preise für Einfamilien­häuser.

Nied­rige Zinsen und moderate Preise – noch ist die Gelegenheit günstig, sich ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen.

Die Nach­frage nach Häusern und Wohnungen steigt. Makler berichten über sprudelnde Umsätze – vor allem in den größeren Städten. Erst­mals seit langem werden in Deutsch­land wieder deutlich mehr Wohnungen gebaut als im Vorjahr.

Viele nutzen die nied­rigen Zinsen für Baukredite, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Immer mehr Kapital­anleger legen ihr Geld lieber in Immobilien statt in fest­verzins­lichen Wert­papieren oder Aktien an. Immobilien gelten zwar nicht als Renditeknüller, aber doch als eine solide Geld­anlage.

Der Drang zur Immobilie schlägt sich in den Preisen nieder: Häuser und Wohnungen sind teurer geworden. Das gilt vor allem für die großen Ballungs­zentren. In Berlin, Düssel­dorf, Frank­furt am Main, Hamburg, Köln, München und Stutt­gart sind die Wohnungs­preise nach Berechnungen der Deutschen Bundes­bank im Jahr 2010 um durch­schnitt­lich 5 Prozent gestiegen. Der Trend hat sich im ersten Halb­jahr 2011 fortgesetzt.

Raten zwischen 500 und 3 500 Euro für ein Haus

Eine Familie mit 100 000 Euro Eigen­kapital will ein Einfamilien­haus mit 140 ­Quadrat­meter Wohn­fläche kaufen. Die Grafik zeigt, mit welcher monatlichen ­Kreditbelastung die Familie je nach Stadt rechnen muss. 1) Dazu kommen laufende Betriebs­kosten und Instandhaltungs­rück­lagen von zirka 300 bis 450 Euro.

Immobilien­preise Test

1) Annahmen: Kauf über Makler, orts­übliche Neben­kosten, Kreditzins­satz 4,5 Prozent zuzüglich bank­übliche Zins­aufschläge, falls der Kredit 60 Prozent des Immobilien­wertes über­steigt, Tilgung 1,5 Prozent.
Quelle: Eigene Berechnungen auf Basis der von vdpResearch ermittelten Preise.

Trotzdem sind Immobilien immer noch relativ günstig. Häuser und Wohnungen gibt es in Deutsch­land heute zu ähnlichen Preisen wie Mitte der 90er Jahre. Dagegen sind die verfügbaren Einkommen der Bundes­bürger seitdem um durch­schnitt­lich 35 Prozent gestiegen. Auch deshalb können sich heute viel mehr Menschen ein Eigenheim leisten als noch vor 10 oder 20 Jahren.

Dass die Zeiten für Bauherren und Wohnungs­käufer noch immer günstig sind, liegt zusätzlich an den nied­rigen Zinsen. Nach einem Anstieg zu Jahres­beginn haben die Banken ihre Zins­sätze für Immobiliendarlehen seit April wieder um einen halben Prozent­punkt gesenkt. Selbst Kredite mit 20 Jahren Zins­bindung bieten einige Banken wieder für weniger als 4,5 Prozent Zinsen im Jahr an.

Bei solchen Konditionen können Bauherren und Wohnungs­käufer einen Kredit von 100 000 Euro mit einer Monats­rate von nicht einmal 500 Euro solide finanzieren. Das macht die eigene Immobilie oft auch für Durch­schnitts­verdiener erschwing­lich.

Wie viel Geld die eigene Immobilie monatlich kostet, ist allerdings regional höchst unterschiedlich. Eine 80 Quadrat­meter große Eigentums­wohnung mitt­lerer Lage und Ausstattung gibt es in Magdeburg schon für gut 100 000 Euro. In München kostet so eine Wohnung rund 270 000 Euro. Ausgestattet mit 50 000 Euro Eigen­kapital, müssen Käufer in München für die Kreditrate mehr als 1 300 Euro zahlen. In Magdeburg würden 340 Euro reichen (siehe Grafik).

Wir zeigen auf den folgenden Seiten, mit welchen Preisen Haus- und Wohnungs­käufer je nach Lage und Ausstattung rechnen müssen – und wie sich der Preis in der Monats­rate nach dem Kauf nieder­schlägt.

Grund­lage sind die vom Verband deutscher Pfand­brief­banken (vdp) ermittelten Preise für Wohn­immobilien, die uns der Verband exklusiv zur Verfügung gestellt hat.

Viele Preis­über­sichten beruhen nur auf Immobilien­anzeigen oder Makler­umfragen. Die Daten­bank des vdp enthält dagegen die Preise, die Käufer für ihre Häuser und Wohnungen tatsäch­lich gezahlt haben.

Raten zwischen 340 und 1 600 Euro für eine Wohnung

Ein Single mit 50 000 Euro Eigen­kapital will eine Eigentums­wohnung mit 80 ­Quadrat­meter Wohn­fläche kaufen. Die Grafik zeigt, mit welcher monatlichen ­Kreditbelastung er je nach Stadt rechnen muss. 1) Dazu kommen Betriebs­kosten und Instandhaltungs­rück­lagen von zirka 200 bis 300 Euro.

Immobilien­preise Test

1) Annahmen: Kauf über Makler, orts­übliche Neben­kosten, Kreditzins­satz 4,5 Prozent zuzüglich bank­übliche Zins­aufschläge, falls der Kredit 60 Prozent des Immobilien­wertes über­steigt, Tilgung 1,5 Prozent.
Quelle: Eigene Berechnungen auf Basis der von vdpResearch ermittelten Preise.

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