Die österreichische EIB Evantus Invest Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Wien und Postanschrift in Hennigsdorf bei Berlin macht deutschen Immobilienkäufern dubiose Kreditangebote.

Bevor der Kunde überhaupt einen Kredit bekommt, muss er Eigenkapital auf ein Verrechnungskonto der EIB einzahlen. Dieses Geld – in einem uns vorliegenden Fall 15 000 Euro – werde von der EIB in bar bei einem deutschen „Security-Haus“ auf den Namen des Kreditnehmers hinterlegt und dadurch abgesichert, heißt es im Angebot. Der Kreditnehmer erhalte anschließend einen Depot- und Hinterlegungsschein.

Binnen zwölf Wochen werde anschließend der Kredit ausgezahlt. Einen Teil der Kreditsumme soll der Kunde in ein nicht näher bezeichnetes „Bankinvestment“ bei einer ebenfalls nicht genannten westeuropäischen Privatbank investieren. Das Investment soll eine monatliche Rendite von 1,5 Prozent abwerfen. Mit diesem Geld könne der Kreditnehmer dann über die Hälfte seiner monatlichen Kreditzinsen bezahlen.

In einem Finanztest vorliegenden Angebot, das ein Kunde seiner örtlichen Raiffeisenbank zur Prüfung vorlegte, ergeben sich zahlreiche weitere Ungereimtheiten. So verschwinden 20 Prozent der Darlehenssumme spurlos, ohne dass hierfür eine Erklärung in dem schriftlichen Angebot zu finden ist.

Falsch berechnet und viel zu niedrig angegeben ist der effektive Jahreszins für das Darlehen. Er beträgt 6,3 Prozent und nicht 3,8 Prozent wie im Angebot behauptet. Der wahre Zins liegt damit deutlich über dem Durchschnitt der derzeit von Kreditinstituten verlangten Hypothekenzinsen.

Konkrete Angaben zu dieser Abzockerei waren bei EIB-Geschäftsführer Paul Wetschka weder in Wien noch unter der deutschen Postanschrift zu bekommen.

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