Banken können ihre Darlehensforderungen ohne Zustimmung des Kreditnehmers an eine Verwertungsgesellschaft verkaufen. Der Kunde muss dann an den neuen Gläubiger zahlen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Az. XI ZR 195/05). In den ­vergangenen Jahren haben Banken und Sparkassen Kredite in ­Milliardenhöhe an Finanzinvestoren verkauft. Verbraucher­schützer kritisieren, dass diese Forderungen oft rücksichtslos eintreiben.

Nach dem Urteil schützen weder das Bankgeheimnis noch das Datenschutzgesetz den Kreditnehmer vor einem Verkauf des Dar­lehens an einen Dritten. Verstößt die Bank gegen ihre vertragliche Verschwiegenheitspflicht oder den Datenschutz, kann der Kunde zwar eventuell Schadenersatz von seiner alten Bank verlangen. Die Abtretung der Forderung bleibt aber wirksam.

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