Immobilien­kredit Meldung

Alte KfW-Förderkredite sind heute oft teurer als neue Bank­darlehen. Doch viele Kreditnehmer können günstig umschulden. Die Experten von Finanztest erklären, wie es geht – und was es bringt.

Alte Förderkredite sind teuer

Viele Haus- und Wohnungs­eigentümer, die vor Jahren einen Förderkredit der staatlichen KfW-Bank aufgenommen haben, zahlen dafür mehr als 3 oder 4 Prozent Zinsen im Jahr. Damals war das günstig. Heute gibt es vergleich­bare Bank­darlehen schon für weniger als 2 Prozent. Mit einer Umschuldung ihres Förderkredits können Kreditnehmer mehrere tausend Euro Zinsen sparen. Das ist oft problemlos möglich.

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Ein Ausstieg ist kostenlos

Die meisten KfW-Kredite dürfen Kreditnehmer jeder­zeit kostenlos ablösen. Das gilt zum Beispiel für Kredite aus den Programmen „Energieeffizient Bauen“, „Energieeffizient Sanieren“ und das inzwischen einge­stellte Programm „Wohn­raum modernisieren“. Im Wohn­eigentums­programm ist ein schneller Ausstieg dagegen nur gegen Vorfälligkeits­entschädigung möglich.

Hohe Zins­ersparnis ist möglich

Lohnend ist die Umschuldung zum Beispiel für einen Haus­eigentümer, der im Mai 2011 einen 50 000-Euro-Kredit aus dem Programm „Energieeffizient Bauen“ aufgenommen hat. Behält er den Kredit, zahlt er bis Mai 2021 noch einen Zins­satz von 4,25 Prozent. Schuldet er dagegen auf ein Bank­darlehen mit einem Zins­satz von 2 Prozent um, spart er in den kommenden sechs Jahren mehr als 6 000 Euro.

Bank­angebote einholen

Erster Ansprech­partner ist die Bank, die das KfW-Darlehen vergeben hat. Aber auch eine Anfrage bei anderen Banken kann sich lohnen. Zum aktuellen Topzins werden Kreditnehmer ihren Umschuldungs­kredit allerdings selten bekommen: Weil die KfW-Darlehen relativ klein und zudem oft nur im zweiten Rang im Grund­buch gesichert sind, verlangen Banken Zins­aufschläge.

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