Verträge: Recht­lich prüfen lassen

Bei einer großen Investition wie einem Eigenheim ist es sinn­voll, Verträge recht­lich prüfen zu lassen. Das dachte sich auch ein Ehepaar, das sich für einen Neubau bei einem Bauträger in Brandenburg entschied.

Ihr Anwalt fand etliche unvor­teilhafter Klauseln, etwa:

  • Der Bauträger verpflichtete sich nur, das Haus bis zu einem fest­gesetzten Datum „bezugs­fertig“ herzu­stellen. Das bedeutet aber nicht, dass es dann ganz fertig sein muss, sondern nur, dass es den Bewohnern zumut­bar ist, die Innenräume zu nutzen. Nicht einmal innen brauchen alle Arbeiten schon abge­schlossen zu sein, außen schon gar nicht.
  • Der Bauträger forderte eine Schaden­ersatz­pauschale, falls das Paar vom Kauf zurück­treten sollte.

Er machte dem Ehepaar auch klar, dass er zu keiner Änderung bereit war. Das Paar musste also alles schlu­cken oder ganz Abstand nehmen – es kaufte trotzdem.

Viele Vertrags­partner lassen Käufer derzeit ihre Verhand­lungs­macht spüren. Ist es dann nicht heraus­geschmissenes Geld, über­haupt solche Verträge einem Anwalt zur Prüfung vorzulegen, wenn sich trotzdem nichts ändern lässt? Ganz und gar nicht. Denn Kunden wissen dann wenigs­tens, worauf sie sich einlassen. Ohne Rat verstehen Hauskäufer oft nicht, was die Klauseln wirk­lich bedeuten.

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