Zeit­druck: Unterlagen vorbereiten

Manche Immobilienverkäufer nehmen den Interes­senten, der als Erster eine Finanzierungs­zusage hat. Wegen der vielen Konkurrenten müssen sich Kauf­willige viel schneller entscheiden, ob sie Haus oder Wohnung über­haupt kaufen wollen.

„Viele Kreditnehmer brauchen viel schneller eine Finanzierungs­zusage als früher. Der Zeit­druck ist zum Teil extrem“, berichtet der Baukredit­vermittler Michael Neumann. Das setzt die Kunden zwar stark unter Stress. Mit guter Vorarbeit kann es aber klappen.

Es hilft, schon vor der eigentlichen Immobilien­suche mit Baufinanzierern und Kredit­vermitt­lern zu reden. Damit lässt sich nicht nur heraus­finden, wie teuer das Eigenheim höchs­tens sein darf, sondern auch, welche Kredit­geber oder -vermittler im Ernst­fall am ehesten infrage kommen.

Sinn­voll ist es außerdem, schon während der Suche alle Nach­weise über die eigene ­finanzielle Situation in einem Ordner zu sammeln und diesen aktuell zu halten, zum Beispiel mit den jeweils jüngsten Gehalts­abrechnungen.

Gleich Berater mitnehmen

Es ist zudem nützlich, mit Immobiliensach­verständigen Kontakt aufzunehmen, die in der jeweiligen Stadt eine Kauf­beratung an­bieten. Sie sind zum Beispiel über Branchen­verzeich­nisse oder eine Internet­suche zu finden. Grobe Anhalts­punkte zu Immobilien- werten liefern etwa Onlineportale für wenige Euro.

Oft müssen sich die Interes­senten bei einer einzigen Besichtigung ein Bild machen, bei der sie mit anderen herum­geführt werden. Dann hilft nur eines: gleich zu diesem Termin einen Immobiliensach­verständigen mitzunehmen, der die Bausubstanz beur­teilen kann. Pro Besichtigungs­termin müssen die Auftrag­geber allerdings mit mehreren Hundert Euro Honorar rechnen.

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