Der Käufer eines Hauses kann den Kauf rückgängig machen, wenn ihn der Verkäufer arglistig über das Alter des Gebäudes getäuscht hat. Das hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden (Az. 22 U 127/09). Laut Exposé des Maklers war das Haus im Jahr 1950 gebaut worden. So hatte es der Eigentümer angegeben. Später stellten die Käufer fest, dass ihr Gebäude bereits 1929 errichtet wurde. Der Verkäufer muss das Haus zurücknehmen, den Kaufpreis erstatten und mehr als 14 000 Euro für entstandene Nebenkosten an die Käufer zahlen, entschieden die Richter. Er habe diese mit dem falschen Baujahr arglistig getäuscht. Die Behauptung, er habe das richtige Baujahr gar nicht gekannt, nutzte dem Verkäufer nichts. Auch eine Angabe des Baujahres „ins Blaue hinein“ sei arglistig.

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