Wer ein 45 Jahre altes Haus kauft, muss mit Rissen im Wandputz rechnen. Diese Auskunft gab ein Bausach­verständiger – und entsprechend entschied das Land­gericht Coburg (Az. 14 14 O 271/17). Es wies damit die Schaden­ersatz­klage der Hauskäufer ab. Die hatten in dem Wohn­haus aus den 1970ern nach der Über­gabe Holz­verkleidungen und Tapeten entfernt. Dabei entdeckten sie die Risse in den Wänden und einen Schimmelfleck, verursacht durch eine undichte Stelle im Dach. Sie forderten von den Vorbesitzern die Kosten für die nötigen Reparaturen. Die Richter befanden, dass die Risse im Putz kein Mangel seien, wohl aber das Loch im Dach. Im Kauf­vertrag war jedoch wie üblich ein Haftungs­ausschluss für Sachmängel vereinbart worden. Die Käufer konnten auch nicht nach­weisen, dass die Verkäufer die Probleme arglistig verschwiegen hätten.

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