Bevor ein Käufer ein Haus oder eine Wohnung erwirbt, sollte er darauf achten, dass der Kauf­vertrag eine Immobilien­beschreibung mit Größen­angabe enthält. Nur dann gilt sie als „Beschaffen­heits­ver­einbarung“, auf die sich ein Käufer juristisch verlassen kann. Verlässt er sich auf die Quadrat­meterzahl im Exposé, hat er im Nach­hinein keinen Anspruch auf Rück­erstattung, wenn die Wohnung tatsäch­lich kleiner ist. Das hat der Bundes­gerichts­hof (BGH) entschieden (Az. V ZR 78/14).

Im aktuellen Fall betrug die Wohn­fläche nicht, wie im Exposé angegeben, mehr als 200 Quadrat­meter, sondern nur etwa 170. Im Kauf­vertrag fehlte eine Größen­angabe. Der Käufer verlangte vom Verkäufer Schaden­ersatz. Das Gericht lehnte ab. Anspruch auf Schaden­ersatz hat der Käufer nur, wenn er absicht­lich getäuscht wurde. Das war aber hier nicht der Fall. Der Käufer kann sich nach dem BGH-Urteil auf Flächenmaße nur verlassen, wenn sie im Kauf­vertrag aufgenommen und vom Notar beur­kundet sind.

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