Immobilienkauf Meldung

Erst die Leistung, dann das Geld ­ diesen Grundsatz stellen einige Bauträger auf den Kopf: Käufer einer Eigentumswohnung sollen mitunter schon bei Vertragsabschluss die erste Rate zahlen. Dabei legt die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) fest, dass sie nicht vor Beginn der Erdarbeiten fällig sein darf. Diese Abweichungen nimmt der Bundesgerichtshof nicht mehr hin. In solchen Fällen ist die gesamte Abschlagsvereinbarung nichtig. An ihre Stelle tritt die Regelung im BGB, die Abschläge nur nach Fertigstellung von "in sich abgeschlossenen Teilen des Werkes" erlaubt (Az. VII ZR 310/ 99 und VII ZR 311/99). Da umstritten ist, ob auch einzelne Gewerke als "abgeschlossene Teile" gelten, sind dann eventuell überhaupt keine Abschläge zu zahlen. Das gilt aber nicht bei so genannten Generalübernehmern: Die sind nämlich nicht an die MaBV gebunden. Der Generalübernehmer hat ­ im Gegensatz zum Bauträger, bei dem Grundstückskauf und Bauvertrag eine Einheit sind ­ mit dem Grunderwerb nichts zu tun. Verlangen Sie dennoch, dass er die MaBV einhält.

Dieser Artikel ist hilfreich. 626 Nutzer finden das hilfreich.