Anleger des Immobilienfonds Grundbesitz-Invest, die nach der Neubewertung der Fondsimmobilien einen Verlust hätten, will die Deutsche Bank entschädigen. Das hat der Vorstandsvorsitzende Josef Ackermann in der Bilanzpressekonferenz am 2. Februar angekündigt. Die Deutsche Bank hatte den Fonds im Dezember 2005 geschlossen und will ihn nach der Wertberich­tigung, die voraussichtlich Ende Februar vorliegt, wieder öffnen.

Das Angebot ist eine Art nachträgliche Kapitalgarantie. Es gilt nur für Anleger, die den Fonds vor der Schließung schon hatten und bei der Wiederöffnung noch dabei sind. Sie werden so gestellt, dass sie mindestens ihr eingesetztes Geld inklusive Ausgabeaufschlag wiederbekommen.

Ein Beispiel: Ein Anleger, der Anteile für 100 Euro gezeichnet und dafür 105 Euro bezahlt hat, soll auch nach der Neubewertung noch 105 Euro haben. Sind die Fondsanteile weniger wert, erstattet ihm die Deutsche Bank die Differenz. Dabei werden zwischenzeitliche Ausschüttungen aber abgezogen.

Anleger, die schon länger dabei sind, werden wahrscheinlich auch nach der Neubewertung kein Geld verloren haben und deshalb nicht entschädigt. Wer keinen Verlust hat, sondern nur weniger Wertzuwachs, dem zahlt die Bank keinen Ausgleich. Nach der Öffnung des Fonds werde die Deutsche Bank sicherstellen, dass der Fonds geöffnet bleibe, auch wenn eine Unterstützung der Bank nötig sei, sagte Ackermann.

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