Die Immobilienfirma Köllner aus Harsewinkel muss einen 1997 geschlossenen Kaufvertrag für eine Eigentumswoh­nung in Bielefeld rückab­­­wickeln. Die Beratung über den Mietpool für die Wohnanlage war fehlerhaft. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Az. V ZR 284/06).

Wie in zahlreichen anderen schiefgelaufenen Köllner-Fällen hatte sich der Wohnungskäufer einem Mietpool angeschlossen. Der Mietpool soll das Risiko des Wohnungskäufers mindern: Alle Mieten eines Hauses werden zusammengefasst und dann auf die Eigentümer verteilt.

Doch der Pool geriet schon bald ins Minus. Aufgrund von Leerständen und Reparaturkosten wurde der Wohnungskäufer zu Nachzahlungen aufgefordert. Daraufhin klagte der Mann, der von Resch Rechtsanwälte in Berlin vertreten wurde.

Ein Verkäufer müsse über die Risiken des Mietpools wie Leerstände und erhöhte Instandsetzungskosten aufklären, entschied der BGH. Er habe den Käufer zu informieren, dass im vorgerechneten Mietertrag kein angemessenes Mietausfallrisiko einkalkuliert sei. Der Verkäufer müsse zudem das Mietausfallrisiko so kalkulieren, dass nicht schon jeder Leerstand oder sonstiger Mietausfall dazu führe, dass die vorgerechnete Rendite nicht mehr erzielbar sei.

  • Die Immobilienfirma Köllner steht auf der Warnliste.

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