Immobilien­kredite: Auf Nummer sicher

Finanztest ermittelt jeden Monat Zins­sätze für Darlehen von mehr als 70 Banken und Vermitt­lern. Wir berichten über aktuelle Zins­trends und zeigen die Konditionen für Förderkredite der KfW-Bank.

Kein Ende der Nied­rigzins­phase in Sicht

Wie lange bleiben die Zinsen noch so nied­rig wie heute? Das weiß natürlich niemand. Aber es dürfte derzeit kaum einen Experten geben, der in absehbarer Zeit mit einem kräftigen Zins­anstieg rechnet. Viel eher ist zu hören, dass die Nied­rigzins­phase noch Jahre anhalten könnte.

Güns­tige Zinsen lang­fristig sichern

Trotzdem sind die meisten Immobilienkäufer gut beraten, sich die nied­rigen Zinsen mit einer Zins­bindung von 15 oder 20 Jahren lang­fristig zu sichern. Auf Zins­prognosen ist kein Verlass – schon gar nicht über den Zeitraum eines Jahr­zehnts. Außerdem sind die Zins­aufschläge für lange Zins­bindungen derzeit relativ nied­rig. Für 20 Jahre Zins­sicherheit verlangen die meisten Banken nur 0,4 bis 0,6 Prozent­punkte mehr Zinsen im Jahr als für eine 10-jährige Bindung. Die Mehr­kosten holen Kreditnehmer schon bei moderatem Zins­anstieg wieder herein.

Zins­aufschlag kann sich rechnen

Vor- und Nachteile einer langen Zins­bindung zeigt folgendes Beispiel: Ein Wohnungs­käufer benötigt 300 000 Euro Kredit. 1 000 Euro kann er monatlich zahlen. Zur Wahl stehen ein Darlehen mit 20 Jahren Zins­bindung für 1,0 Prozent Zinsen im Jahr und eines mit 10 Jahren Zins­bindung für 0,6 Prozent.

Für das Zehn-Jahres-Darlehen zahlt der Kreditnehmer in den ersten zehn Jahren rund 10 500 Euro weniger Zinsen. Doch danach benötigt er einen Anschlusskredit. Muss er dafür einen Zins­satz von 1,73 Prozent zahlen, wäre der anfäng­liche Vorteil nach 20 Jahren dahin. Steigt der Zins­satz auf 3 Prozent, zahlt er unterm Strich 22 400 mehr Zinsen als bei der 20-jährigen Zins­bindung. Bei einem Anschluss­zins­satz von 4 Prozent – so viel kosteten Hypothekendarlehen im Schnitt der letzten 25 Jahre – wäre die kurze Zins­bindung am Ende 42 500 Euro teurer.

Tipp: Wann sich eine längere Zins­bindung rechnet, können Sie für konkrete Kredit­angebote mit unserem Zinsbindungsrechner ermitteln.

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TestImmobilien­finanzierung10.11.2020
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