Wann sich ein neuer Bausparvertrag lohnt

In Kombination mit Förderdarlehen oder der staatlichen Wohnungsbauprämie kann ein Bausparvertrag die Finanzierung gut ergänzen.

Viele Banken raten dazu, als Ergänzung zu ihrem Darlehen einen Bausparvertrag abzuschließen. Damit sollen Kreditnehmer einer Zinserhöhung zum Ablauf der Zinsbindung vorbeugen.

Einen Kredit aufnehmen und gleichzeitig Geld zu niedrigen Zinsen ansparen – diese Rechnung geht nicht auf, hier genauso wenig wie bei den Kombikrediten der Bausparkassen. Meist ist es viel besser, den Bankkredit gleich mit längerer Zinsbindung abzuschließen und anstelle der Bausparraten eine höhere Tilgung zu vereinbaren. Doch es gibt Ausnahmen.

Prämiensparer. Für Kreditnehmer mit Anspruch auf Wohnungsbauprämie lohnt sich ein kleiner Bausparvertrag, mit dem sie die Förderung ausschöpfen. Dafür reichen jährliche Einzahlungen von 512 Euro (Ehepaare 1 024 Euro). Soll der Vertrag nach zehn Jahren für die Teilrückzahlung eines Bankkredits oder für Reparaturen eingesetzt werden, genügt eine Bausparsumme von zirka 13 000 Euro (Ehepaare 26 000 Euro).

Förderdarlehen. Bei Förderkrediten lohnt es sich wegen der niedrigen Zinsen meist nicht, mehr als nötig zu tilgen. Das gilt zum Beispiel für Kredite der staatlichen KfW Bank zur Gebäudesanierung oder für den Bau eines Energiesparhauses (Infos unter www.kfw.de oder Telefon 0 180 1/33 55 77). Wenn die Zinsbindung nach zehn Jahren ausläuft, droht allerdings eine kräftige Zinserhöhung auf das marktübliche Niveau.

Dieses Risiko lässt sich mit einem Bausparvertrag verringern. Die Bausparsumme muss so auf die Sparraten abgestimmt werden, dass der Vertrag zum Ende der Zinsbindung zugeteilt wird. Das zeigt ein Anspar- und Tilgungsplan.

Anschlussfinanzierung. Hauseigentümer mit laufender Baufinanzierung haben oft kein Recht auf Sondertilgungen. Wer sich vor steigenden Zinsen schützen will, kann für die Anschlussfinanzierung einen Bausparvertrag abschließen, mit dem er sein Darlehen zum Ende der Zinsbindung ganz oder teilweise ablöst.

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