Immobiliendarlehen Meldung

Banken dürfen Immobilienkredite an fremde Investoren verkaufen. So entschied der Bundesge­richtshof im Fall eines Ehepaars, dessen Darlehen von der Raiffeisenbank an eine Verwertungsgesellschaft abgetreten wurde (Az. XI ZR 195/05). Solche Kreditverkäufe laufen in großem Stil. Tausende Kunden sehen sich dann plötzlich mit einem ausländischen Finanzinvestor konfrontiert, zum Beispiel der texanischen Lone-Star-Gruppe. Gefährlich kann das für säumige Schuldner werden, die ihre Raten nicht rechtzeitig zahlen: Es droht die Zwangsversteigerung. Doch obwohl die Presse darüber oft reißerisch berichtet, sei das bisher nur in Einzelfällen passiert, berichtet Thomas Bieler, Leiter der Gruppe Finanzdienstleistungen in der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Für normale Schuldner ändert sich durch den Forderungsverkauf erst mal nichts: Der Kreditvertrag bleibt bestehen wie bisher. „Solange die Zinsfestschreibung läuft, kann pünktlichen Zahlern nichts passieren“, beruhigt Bieler. Erst beim Anschlusskredit könne es sein, dass der Finanzinvestor sein Geld zurück will und dann kein oder ein sehr teures Kreditangebot unterbreitet. „Aber dann geht der Kunde eben zu einer günstigen Bank.“

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