Alles aus einer Hand?

Mit der Vermittlung von Immobilien tun sich die Kreditberater der Banken schwer.

Banken und Bausparkassen beschränken sich im Immobiliengeschäft längst nicht mehr auf die Rolle als Geldgeber. Viele haben eigene Immobiliengesellschaften gegründet oder arbeiten eng mit Maklerfirmen zusammen.

Immobilienvermittlung und Finanzierung läuft in der Praxis jedoch oft nicht Hand in Hand. Die Finanztest-Mitarbeiter gaben im Test bei der Terminvereinbarung an, dass sie auch an der Wohnungsvermittlung interessiert sind. Dennoch konnten oder wollten mehrere Berater kein konkretes Angebot unterbreiten.

Eine Mitarbeiterin der Deutschen Bank riet wegen der hohen Provision von einer Vermittlung durch die Banktochter DB Immobilien ab. Ein Wüstenrot-Berater behauptete, er habe kein passendes Angebot – zur gleichen Zeit offerierte die Bausparkasse im Internet Dutzende Wohnungen, die dem Kundenwunsch entsprachen.

Mehrfach bekamen die Tester zu hören, sie sollten die Immobilie besser ohne Hilfe der Bank suchen. Das ist kein schlechter Rat. Denn Bankmitarbeiter präsentierten – wenn überhaupt – meist nur ein oder zwei Objekte. Die waren zum Teil nicht sonderlich attraktiv. Einige Wohnungen sollten mehr als das 30fache der Jahresmiete kosten – das rechnet sich weder für Selbstnutzer noch für Anleger.

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