Immobilie umsonst abzu­geben. Wann lohnt sich eine Schenkung zu Lebzeiten? Das klärt unser Special.

Weil die Immobilien­preise in den vergangenen Jahren sprunghaft gestiegen sind, ist es sinn­voll, über die Erbschaft­steuer nach­zudenken. Denn wer sich die Raten für Haus oder Wohnung vielleicht vom Mund abge­spart hat, könnte jetzt Eigentümer eines Millionen­objektes sein. Doch ist die Immobilie das einzige Vermögen, müssen die Erben sie womöglich verkaufen, um die fällige Erbschaft­steuer bezahlen zu können. Eine Schenkung kann Abhilfe schaffen.

Kompletten Artikel freischalten

SpecialImmobilien24.08.2020
2,50 €
Ergebnisse freischalten
Sie erhalten den kompletten Artikel (inkl. PDF, 12 Seiten).

Wann müssen Erben die Steuer fürchten?

Ob die Sorge vor der Erbschaft­steuer berechtigt ist, hängt zum einen vom Wert der Immobilie ab, zum anderen von der ­Anzahl der Erben. Jedem Erben steht ein allgemeiner Frei­betrag zu, in dessen Rahmen er erben kann, ohne dass Erbschaft­steuer fällig wird. Gibt es mehrere Erben, kann jeder seinen Frei­betrag nutzen, sodass sogar sehr teure Immobilien steuerfrei von einer Generation zur anderen gehen, wenn es nur genug Erben gibt. Ob über­haupt Erbschaft­steuer zu zahlen ist, lässt sich also schnell ausrechnen.

Immobilien vererben – das bietet unser Special

Hintergrund und Tipps. Die Rechts­experten der Stiftung Warentest erläutern, wann Sie Ihr Haus lieber vererben sollten und wann eine Schenkung sinn­voll ist – und dabei helfen kann, Steuern zu sparen. Wir sagen, was passiert, wenn der Eigentümer kein Testament macht, erklären, wie Sie Ihren Ex-Partner vom Erbe ausschließen und warum Paare ohne Trau­schein einander absichern sollten. Sie erfahren, wie Sie für Gerechtig­keit unter Stief­geschwistern sorgen können und worauf Eigentümer von Auslands­immobilien achten sollten.

Fall­beispiele. Streit ums Eltern­haus? Wir spielen typische Problemfälle durch und geben konkrete Lösungs­vorschläge. Und wir beant­worten häufige Fragen zum Thema „Verschenken oder Vererben?“ – etwa, ob stück­weise und steuerfreie Schenkungen möglich sind, und welche Bedingungen für den Nieß­brauch gelten.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Artikel aus Finanztest 9/2018.

Schützen Frei­beträge vor der Erbschaft­steuer?

Der Frei­betrag richtet sich nach dem ­Verwandt­schafts­verhältnis des Erben zum Vererbenden. Je näher die beiden miteinander ­verwandt sind, desto höher ist der Frei­betrag. Wenn der Vererbende seine Immobilie per Testament auf mehrere Köpfe verteilt, zahlen die Erben im besten Fall keinen Cent Erbschaft­steuer. Denn erst, wenn das geerbte Vermögen die Frei­beträge über­schreitet, verlangt das Finanz­amt Geld, und zwar nur für die Differenz zwischen Frei­betrag und dem Wert der Erbschaft. Dann greifen verschie­dene Steuersätze, die sich wieder nach dem Verwandt­schafts­verhältnis zwischen ­Erben und Vererbenden richten.

Verschenken oder vererben – was ist der bessere Weg?

Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Geht es allein darum, Erbschaft­steuer zu sparen, lohnt es sich auszurechnen, ob die Erben über­haupt etwas zahlen müssen. Eine Schenkung ist zum Beispiel dann ein guter Weg, wenn die persönlichen Frei­beträge der künftigen Erben nicht reichen würden, um die Immobilie steuerfrei vom einen auf den anderen zu über­tragen. Soll nur ein Erbe das Haus bekommen, ohne dass dabei Erbschaft­steuer fällig wird, bietet sich eine stück­weise Schenkung an, für die bestimmte Bedingungen gelten. Beim Verschenken geht es aber nicht nur darum, die Steuerlast nied­rig zu halten. Es gibt auch andere gute Gründe, die eigene Immobilie schon zu Lebzeiten weiterzugeben.

Was gilt für Patchwork­familien?

Meine Kinder, deine Kinder, unsere Kinder – wer bekommt mehr Liebe, mehr Aufmerk­samkeit, mehr Geld? Alles, was Patchwork­familien zu Lebzeiten vor Schwierig­keiten stellen kann, tut es erst recht, wenn ein Partner, Eltern­teil, Stief­eltern­teil stirbt. Wenn dann auch noch ein Ex-Partner mitmischt oder das Paar ohne Trau­schein zusammenlebt, ist das Chaos oft perfekt. Das gilt umso mehr, wenn eine Immobilie im Spiel ist. Wir spielen sechs typische Fälle durch und sagen, wie sich daraus entstehende Konflikte lösen lassen.

Ratgeber der Stiftung Warentest

Sie wollen es noch ausführ­licher haben? Unser Buch Immobilien verschenken und vererben zeigt passende Lösungen für Immobilien­eigentümer in verschiedenen Lebens­situationen. Ein ganzes Kapitel befasst sich mit dem Thema Immobilien im Ausland. Das Buch hilft, die eigenen Ziele klar zu definieren und best­möglich umzu­setzen. Der Ratgeber hat 176 Seiten. Er ist für 19,90 Euro im test.de-Shop erhältlich.

Nutzer­kommentare, die vor dem 18. August 2020 gepostet wurden, beziehen sich noch auf eine frühere Veröffent­lichung zum selben Thema.

Jetzt freischalten

SpecialImmobilien24.08.2020
2,50 €
Sie erhalten den kompletten Artikel (inkl. PDF, 12 Seiten).

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7,90 € pro Monat oder 54,90 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur knapp 5 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 90 Nutzer finden das hilfreich.