Immobilien Meldung

Büro­haus Dock 47 in Hamburg.

Vor einigen Jahren wurden offene Immobilienfonds vorüber­gehend geschlossen, weil Anleger massenhaft Geld abzogen. Jetzt müssen offene Immobilienfonds schließen, weil ihre Manager nicht wissen, wo sie die hohen Geld­zuflüsse von Privat­anlegern investieren können.

Kaum noch interes­sante Immobilien auf dem Markt

Im Januar 2016 flossen laut Statistik des Fonds­verbands BVI 787 Millionen Euro in offene Immobilienfonds. Im ganzen Jahr 2015 waren netto insgesamt 3 282 Millionen Euro hinzugekommen. Es gibt kaum noch interes­sante Immobilien auf dem Markt, mit denen sich attraktive Renditen erwirt­schaften lassen.

Anlage-Stopp bei Union Investment Real Estate und Deutscher Bank

Deshalb wurden aktuell der UniImmo Deutsch­land, der UniImmo Europa und der UniImmo Global wegen zu hoher Anleger­nach­frage geschlossen. Sie sammeln vor­erst kein Anlegergeld mehr ein. Auch die Deutsche Bank nimmt – mit Ausnahme bereits bestehender Sparpläne – für ihren offenen Immobilienfonds Grund­besitz Fokus Deutsch­land keine Kundengelder mehr an. Der Fonds ist erst seit dem Jahr 2014 am Markt und hat bisher erst fünf Gebäude, darunter das Büro­haus Dock 47, in Hamburg-Altona, gekauft.

Anleger müssen sich gedulden

Auch der vorwiegend in Wohn­gebäude investierende offene Immobilienfonds Wert­grund Wohn­select D gibt vor­erst mal wieder keine Anteile mehr aus. Der Fonds soll für neue Anleger nur geöffnet werden, wenn ein Kauf geeigneter Wohn­immobilien unmittel­bar bevor­steht.

Tipp: Offene Immobilienfonds sind eine lang­fristige Geld­anlage. Sie eignen sich nur als Beimischung für ein breit gestreutes Depot.

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