Immobilienmarkt Immobilien­preise steigen weiter

16.07.2021
Immobilienmarkt - Immobilien­preise steigen weiter
Boom. Nirgendwo sind die Immobilien­preise in den vergangenen zehn Jahren so gestiegen wie in Berlin. © Stiftung Warentest / René Reichelt

Die Immobilien­preise steigen weiter. Dennoch kann der Immobilienkauf eine gute Alternative zur Miete sein. Stiftung Warentest zeigt, wo und wann das so ist.

Inhalt

Immobilien­preis­entwick­lung in Deutsch­land

Fast über­all in Deutsch­land mussten Immobilienkäufer auch im Krisen­jahr 2020 wieder tiefer in die Tasche greifen. Im Schnitt verzeichnete vdp Research, das Forschungs­institut des Verbands deutscher Pfand­brief­banken (vdp), für Eigentums­wohnungen und Einfamilien­häuser einen Preis­anstieg von 7,4 Prozent. Und der Boom scheint weiter zu gehen: Im ersten Quartal 2021 stiegen beispiels­weise die Preise für Eigentums­wohnungen im Jahres­vergleich in Hamburg um satte 11 Prozent.

Das bietet der große Check Immobilien­preise 2021

  • Immobilien­preise für 401 Städte und Land­kreise. Unsere Immobilien­preis­abfrage zeigt Ihnen nach dem Frei­schalten für alle kreisfreien Städte und Land­kreise in Deutsch­land die Durch­schnitts­preise für Eigentums­wohnungen und Einfamilien­häuser in unterschiedlicher Lage und Ausstattung, außerdem die Wohnungs­mieten und die Spanne des Kauf­preis-Miete-Verhält­nisses in der Region (Stand: 4. Quartal 2020). Für Berlin, Düssel­dorf, Frank­furt am Main, Hamburg, Köln, München und Stutt­gart liegen bereits die Zahlen für das erste Quartal 2021 vor. Nach dem Frei­schalten können Sie die Daten für bis zu 20 kreisfreie Städte und Land­kreise abrufen.
  • Ist Kaufen güns­tiger? Der Testbe­richt zeigt mithilfe von Beispiel­rechnungen, wann sich der Kauf einer eigenen Immobilie voraus­sicht­lich lohnt.
  • Über­sichts-Grafiken. Unsere Deutsch­land­karte zeigt auf einen Blick die Quadrat­meter­preise für Eigentums­wohnungen in allen Städten und Kreisen. Eine weitere Grafik zeigt, ob Immobilienkäufer nach dem Kauf mehr oder weniger Geld fürs Wohnen ausgeben müssen als für eine vergleich­bare Miet­wohnung – je nach Finanzierung und dem Verhältnis ­Kauf­preis - örtliche Miete.
  • Preis­entwick­lung. Sie erhalten Zugriff auf die jüngsten Berichte aus Finanztest und die Vorgänger Finanztest 1/2021. So können Sie sehen, wie sich die Preise seit 2014 entwickelt haben.

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Immobilie kaufen in Berlin oder München

Die Preis­über­sicht zeigt große regionale Unterschiede. Spitzenreiter sind die Immobilien­preise in München. Hier kostet der Quadrat­meter bis über 13 000 Euro. Auch der Immobilienmarkt Berlin erzielt Rekorde. Nirgendwo sonst schossen die Preise in den vergangenen zehn Jahren so in die Höhe wie in der Haupt­stadt. Ende 2010 war hier eine 100-Quadrat­meter-Wohnung in guter Lage und mit guter Ausstattung noch für durch­schnitt­lich 228 500 Euro zu haben. Anfang 2021 mussten Käufer dafür im Schnitt 575 000 Euro zahlen.

Immobilienkauf nicht ohne Eigen­kapital

Wer eine Eigentums­wohnung oder ein Einfamilien­haus kaufen möchte, braucht reichlich Eigen­kapital. Mindestens 10 bis 20 Prozent des Kauf­preises und alle Neben­kosten (Grund­erwerb­steuer, Makler, Notar und Grund­buch­amt) sollten Käufer aus eigenen Mitteln zahlen können. In den großen Städten wie Berlin, Hamburg oder Frank­furt am Main kann das bedeuten, dass über 100 000 Euro Eigen­kapital zur Verfügung stehen muss.

Tipp: Wie Sie bei einer Immobilien­finanzierung klug vorgehen und welche Kredite-Angebote am besten sind, zeigt unser großer Vergleich Immobilienfinanzierung.

So stiegen Kauf­preise und Mieten

Die Grafik zeigt die Entwick­lung vom ersten Quartal 2020 bis zum ersten Quartal 2021. Die Preise wurden für Einfamilien­häuser und Eigentums­wohnungen, die Mieten für Wohnungen in Mehr­familien­häusern ermittelt.

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Stiftung Warentest zeigt Verhältnis von Kauf­preis zur Miete

Die gute Nach­richt: In den meisten Städten und Land­kreisen sieht die Rechnung für Käufer viel besser aus, weil die Quadrat­meter­preise nied­riger und im Verhältnis zu den Mieten deutlich güns­tiger sind. Nach einem Kauf ist die Monats­belastung in vielen Regionen nicht oder nur wenig höher als nach Abschluss eines neuen Miet­vertrags – mitunter sogar nied­riger. Das gilt sogar für große Städte wie Köln.

Ist genug Eigen­kapital da, gibt es keinen Grund, Kauf­pläne aufzuschieben. Unsere Preis­über­sicht für Eigentums­wohnungen zeigt deshalb auch für alle Städte und Kreise das Verhältnis von Kauf­preis zur Miete.

Große Preis­unterschiede beim Immobilienkauf

Was ein Haus oder eine Wohnung kostet, wie viel Eigen­kapital Käufer mindestens aufbringen müssen und welche Monats­belastung auf sie zukommt – das hängt in erster Linie vom Stand­ort ab. So sind beispiels­weise die Quadrat­meter­preise für eine Eigentums­wohnung in Hamburg im Vergleich zum benach­barten Pinne­berg doppelt so hoch. Auch in Potsdam sind die Immobilien­preise im Vergleich mit Berlin noch rund 30 Prozent güns­tiger.

Regionalen Immobilienmarkt kennen

Aktuelle Preise. Die beste Grund­lage für einen Immobilienkauf ist deshalb eine gute Kennt­nis des örtlichen Immobilienmarkts. Die Stiftung Warentest gibt für 401 Städte und Kreise einen detaillierten Über­blick über Kauf­preise und Mieten, die je nach Lage und Ausstattung Ende 2020 gezahlt wurden. Für die sieben größten deutschen Städte sind die Preise und Mieten zum ersten Quartal 2021 aktualisiert. Die Daten stammen von vdp Research, dem Forschungs­institut des Verbands deutscher Pfand­brief­banken (vdp).

Harte Fakten. Basis für den Preis­vergleich sind rund 350 000 Immobilien­verkäufe, die von etwa 700 Banken finanziert wurden. Das Besondere an den von vdp Research ermittelten Preisen: Sie beruhen auf den Daten aus tatsäch­lich abge­schlossenen Kauf­verträgen, nicht auf Annoncen oder Makler­umfragen.

Diese Unter­suchung wurde zuletzt im Juli 2021 aktualisiert. Ältere Nutzer­kommentare können sich auf frühere Veröffent­lichungen beziehen.

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