Immobilienmarkt Immobilien­preise steigen weiter

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Immobilienmarkt - Immobilien­preise steigen weiter
Auch in den Corona-Jahren 2020 und 2021 setzten die Immobilien­preise ihren Höhen­flug fort. © Getty Images / Westend61 / Uwe Umstätter

Die Immobilien­preise steigen weiter. Dennoch kann der Immobilienkauf eine gute Alternative zur Miete sein. Die Stiftung Warentest zeigt, wo und wann das so ist.

Inhalt

Immobilien­preis­entwick­lung in Deutsch­land

Fast über­all in Deutsch­land mussten Immobilienkäufer auch im Krisen­jahr 2020 wieder tiefer in die Tasche greifen. Im Schnitt verzeichnete vdp Research, das Forschungs­institut des Verbands deutscher Pfand­brief­banken (vdp), für Eigentums­wohnungen und Einfamilien­häuser einen Preis­anstieg von 7,4 Prozent. Und der Boom scheint weiter zu gehen: Im dritten Quartal 2021 stiegen beispiels­weise die Preise für Eigentums­wohnungen im Jahres­vergleich in Hamburg um satte 13 Prozent.

Das bietet der große Check Immobilien­preise 2021

  • Immobilien­preise für 401 Städte und Land­kreise. Unsere Immobilien­preis­abfrage zeigt Ihnen nach dem Frei­schalten für alle kreisfreien Städte und Land­kreise in Deutsch­land die Durch­schnitts­preise für Eigentums­wohnungen und Einfamilien­häuser in unterschiedlicher Lage und Ausstattung, außerdem die Wohnungs­mieten und die Spanne des Kauf­preis-Miete-Verhält­nisses in der Region (Stand: 4. Quartal 2020). Für die sieben größten deutschen Städte liegen bereits die Zahlen für das dritte Quartal 2021 vor. Nach dem Frei­schalten können Sie die Daten für bis zu 20 kreisfreie Städte und Land­kreise Ihrer Wahl abrufen.
  • Top-7-Städte. Unsere aktuelle Sonder­auswertung fürBerlin, Düssel­dorf, Frank­furt am Main, Hamburg, Köln, München und Stutt­gart berück­sichtigt bereits die Preis­entwick­lung bis zum 3. Quartal 2021.
  • Beispiel­rechnungen. Wir zeigen, in welchen Fällen Kaufen güns­tiger ist als Mieten und wann sich der Kauf einer eigenen Immobilie voraus­sicht­lich lohnt.
  • Über­sichts­grafiken. Unsere Deutsch­land­karte zeigt auf einen Blick die Quadrat­meter­preise für Eigentums­wohnungen in allen Städten und Kreisen. Eine weitere Grafik zeigt, ob Immobilienkäufer nach dem Kauf mehr oder weniger Geld fürs Wohnen ausgeben müssen als für eine vergleich­bare Miet­wohnung – je nach Finanzierung und dem Verhältnis ­des Kauf­preises zur Miete.
  • Preis­entwick­lung. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf sämtliche Finanztest-Artikel der letzten Jahre zum Thema. So können Sie sehen, wie sich die Preise seit 2015 entwickelt haben.

Immobilie kaufen in Berlin oder München

Die Preis­über­sicht zeigt große regionale Unterschiede. Spitzenreiter sind die Immobilien­preise in München. Hier kostet der Quadrat­meter bis über 14 000 Euro. Auch der Immobilienmarkt Berlin erzielt Rekorde. Nirgendwo sonst schossen die Preise in den vergangenen zehn Jahren so in die Höhe wie in der Haupt­stadt. Ende 2010 war hier eine 100-Quadrat­meter-Wohnung in guter Lage und mit guter Ausstattung noch für durch­schnitt­lich 228 500 Euro zu haben. Im dritten Quartal 2021 mussten Käufer dafür im Schnitt 615 000 Euro zahlen.

Immobilienkauf nicht ohne Eigen­kapital

Wer eine Eigentums­wohnung oder ein Einfamilien­haus kaufen möchte, braucht reichlich Eigen­kapital. Mindestens 10 bis 20 Prozent des Kauf­preises und alle Neben­kosten (Grund­erwerb­steuer, Makler, Notar und Grund­buch­amt) sollten Käufer aus eigenen Mitteln zahlen können. In den großen Städten wie Berlin, Hamburg oder Frank­furt am Main kann das bedeuten, dass über 100 000 Euro Eigen­kapital zur Verfügung stehen muss.

Tipp: Wie Sie bei einer Immobilien­finanzierung klug vorgehen und welche Kredite-Angebote am besten sind, zeigt unser großer Vergleich Immobilienfinanzierung.

So stiegen Kauf­preise und Mieten

Die Grafik zeigt die Entwick­lung vom dritten Quartal 2020 bis zum dritten Quartal 2021. Die Preise wurden für Einfamilien­häuser und Eigentums­wohnungen, die Mieten für Wohnungen in Mehr­familien­häusern ermittelt.

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Stiftung Warentest zeigt Verhältnis von Kauf­preis zur Miete

Die gute Nach­richt: In den meisten Städten und Land­kreisen sieht die Rechnung für Käufer viel besser aus, weil die Quadrat­meter­preise nied­riger und im Verhältnis zu den Mieten deutlich güns­tiger sind. Nach einem Kauf ist die Monats­belastung in vielen Regionen nicht oder nur wenig höher als nach Abschluss eines neuen Miet­vertrags – mitunter sogar nied­riger. Das gilt sogar für große Städte wie Köln.

Ist genug Eigen­kapital da, gibt es keinen Grund, Kauf­pläne aufzuschieben. Unsere Preis­über­sicht für Eigentums­wohnungen zeigt deshalb auch für alle Städte und Kreise das Verhältnis von Kauf­preis zur Miete.

Große Preis­unterschiede beim Immobilienkauf

Was ein Haus oder eine Wohnung kostet, wie viel Eigen­kapital Käufer mindestens aufbringen müssen und welche Monats­belastung auf sie zukommt – das hängt in erster Linie vom Stand­ort ab. So sind beispiels­weise die Quadrat­meter­preise für eine Eigentums­wohnung in Hamburg im Vergleich zum benach­barten Pinne­berg doppelt so hoch. Auch in Potsdam sind die Immobilien­preise im Vergleich mit Berlin noch rund 30 Prozent güns­tiger.

Regionalen Immobilienmarkt kennen

Aktuelle Preise. Die beste Grund­lage für einen Immobilienkauf ist deshalb eine gute Kennt­nis des örtlichen Immobilienmarkts. Die Stiftung Warentest gibt für 401 Städte und Kreise einen detaillierten Über­blick über Kauf­preise und Mieten, die je nach Lage und Ausstattung Ende 2020 gezahlt wurden. Für die sieben größten deutschen Städte sind die Preise und Mieten zum dritten Quartal 2021 aktualisiert. Die Daten stammen von vdp Research, dem Forschungs­institut des Verbands deutscher Pfand­brief­banken (vdp).

Harte Fakten. Basis für den Preis­vergleich sind rund 350 000 Immobilien­verkäufe, die von etwa 700 Banken finanziert wurden. Das Besondere an den von vdp Research ermittelten Preisen: Sie beruhen auf den Daten aus tatsäch­lich abge­schlossenen Kauf­verträgen, nicht auf Annoncen oder Makler­umfragen.

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 31.01.2022 um 16:57 Uhr
Einfamilienhaus

@Matthias_123: Der Preisvergleich der vdp Research, dem die dargestellten Preise entnommen worden sind, macht keinen Unterschied zwischen einem Einfamilienhaus, einer Doppelhaushälfte, einem Reihenmittel- und Reiheneckhaus.

Matthias_123 am 24.01.2022 um 14:58 Uhr
Definition Einfamilienhaus

Ich würde gerne wissen ob Doppelhaushälften, Reihenmittelhäuser und Reiheneckhäuser unter der Kategorie Einfamilienhaus fallen, oder sich die Kategorie lediglich auf freistehende Häuser bezieht?

Profilbild Stiftung_Warentest am 16.08.2021 um 09:19 Uhr
Max. 20 Auswertungen

@blinten: Der Grund für die Beschränkung ist urheberrechtlicher Natur. Die Stiftung Warentest hat die Daten nicht selbst erhoben, sondern bekommt sie vom vdp zur Verfügung gestellt, um diese Verbrauchern in beschränktem Maße zugänglich zu machen. Für die Herstellung eines unbeschränkten Zugriffes auf alle Daten besitzt Finanztest nicht das Veröffentlichungsrecht. (maa)

HotFirefly am 12.08.2021 um 15:56 Uhr
Immo-Team eingeschlafen?!

Hallo test-Immo-Team!
Mir scheint, als ob seit Mitte Juli das gesamte Test-Immo-Team über der Tastatur eingeschlafen sei ;-)
Wäre nett, wenn der Kommentar-Bereich auch vom test-Team belebt bzw. auf Fragen eingegangen werden würde!
Besten Dank und Gruß

blinten am 31.07.2021 um 21:19 Uhr
Max. 20 Auswertungen trotz Flatrate?

Trotz „Flatrate“ kann man sich nur die Preise für max. 20 Städte/Kreise anzeigen lassen. Das ist keine Flatrate! Wenn man räumlich nicht festgelegt ist und sich breit informieren möchte, ist diese Beschränkung höchst ärgerlich. Bitte unbedingt aufheben!